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Ölpreis springt über 100 Dollar nach Trumps Hormus-Blockade

Trump ordnet Blockade der Straße von Hormus an – Brent-Öl steigt um 7,3 Prozent auf über 102 Dollar.

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Ölpreis springt über 100 Dollar nach Trumps Hormus-Blockade

Die Ölpreise sind am Montag im asiatischen Handel kräftig gestiegen und haben die psychologisch wichtige Marke von 100 Dollar pro Barrel wieder überwunden. Auslöser war die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, dass die US-Marine mit der Blockade der Straße von Hormus beginnen werde – nachdem Waffenstillstandsgespräche mit dem Iran gescheitert waren. Brent-Rohöl-Futures verteuerten sich um 7,3 Prozent auf 102,15 Dollar pro Barrel, nachdem der Preis zwischenzeitlich sogar bis auf 103,87 Dollar geklettert war.

Das US-Zentralkommando bestätigte, dass das Militär ab Montag, 10:00 Uhr ET (14:00 Uhr GMT), eine Blockade des gesamten Schiffsverkehrs von und zu iranischen Häfen durchsetzen werde. Dies stellt eine leichte Abschwächung gegenüber Trumps ursprünglicher Drohung dar, alle Schiffe zu blockieren, die versuchen, die Straße von Hormus zu passieren.

Gescheiterte Verhandlungen als Auslöser

Vorausgegangen waren 21-stündige Waffenstillstandsgespräche in Pakistan, die am Wochenende ohne Einigung endeten. Vizepräsident JD Vance, der die US-Delegation leitete, verließ Pakistan am frühen Sonntag, nachdem kein Konsens erzielt werden konnte. Die zentralen Streitpunkte waren die nuklearen Aktivitäten des Irans, die Wiedereröffnung der Straße von Hormus sowie ein Ende der iranischen Unterstützung für Stellvertretergruppen – darunter die libanesische Hisbollah.

Der Iran erklärte daraufhin, er plane keine weiteren Atomgespräche mit den Vereinigten Staaten. Trump seinerseits gab an, es sei ihm gleichgültig, ob Teheran an den Verhandlungstisch zurückkehre oder nicht. Dennoch berichtete das Wall Street Journal, dass Regierungen im Nahen Osten in den kommenden Tagen weitere Vermittlungsgespräche zwischen Washington und Teheran anstreben.

Straße von Hormus: Schlüsselroute für den Weltölmarkt

Die Straße von Hormus gilt als eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Durch sie fließen rund 20 Prozent des weltweiten Ölangebots. Der Iran hatte die Meerenge seit Beginn des Konflikts Ende Februar faktisch bereits blockiert und damit die globalen Ölmärkte erheblich unter Druck gesetzt.

Die anhaltenden Feindseligkeiten zwischen den USA und dem Iran sowie die nun offiziell angeordnete Blockade deuten auf dauerhafte Versorgungsunterbrechungen an den Ölmärkten hin. Für deutsche Verbraucher und Unternehmen, die stark von Energieimporten abhängig sind, könnte ein anhaltend hoher Ölpreis spürbare Folgen für Kraftstoff- und Heizkosten sowie die Industrieproduktion haben.

Die Lage bleibt angespannt: Solange keine diplomatische Lösung gefunden wird, dürfte der Ölpreis auf erhöhtem Niveau verharren oder weiter steigen. Anleger und Marktteilnehmer beobachten die Entwicklungen im Nahen Osten daher mit großer Aufmerksamkeit.

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