ANZEIGE

Ölpreis fällt um 2%: Händler wägen Saudi-Risiken und Nachfragesorgen ab

WTI verliert 2,19% auf 101 Dollar, Brent sinkt 1,89% auf 114,51 Dollar – nach starkem Freitagsanstieg wegen Houthi-Angriffen auf Saudi-Arabien.

•• 3 Min
Ölpreis fällt um 2%: Händler wägen Saudi-Risiken und Nachfragesorgen ab

Die Ölpreise sind zum Wochenauftakt deutlich gefallen. Die Futures für US-West-Texas-Intermediate (WTI) rutschten um 2,19% auf 101 US-Dollar pro Barrel, während die Brent-Rohölfutures um 1,89% auf 114,51 US-Dollar pro Barrel sanken. Die Anleger wägten dabei die Gefahr weiterer Angriffe auf die saudische Energieinfrastruktur gegen die Befürchtung ab, dass die gestiegenen Preise langfristig die Nachfrage schmälern könnten.

Der Rückgang folgte einem starken Anstieg am Freitag. Auslöser waren Angriffe der houthistischen Milizen aus Jemen auf Saudi-Arabien, die die Befürchtungen vor Störungen der globalen Energieversorgung wieder befeuert hatten. Damit zeigt sich erneut, wie empfindlich der Ölmarkt auf geopolitische Entwicklungen in der Golfregion reagiert.

Die Spannungen blieben auch am Wochenende hoch. Die Huthis erklärten, sie hätten am Samstag den Hauptflughafen von Riad sowie Ölanlagen in Saudi-Arabien ins Visier genommen. Die saudischen Behörden teilten am Sonntag mit, sie hätten zusätzliche Raketen und Drohnen abgefangen. Das Königreich nahm seine Operationen am Hauptflughafen am Sonntag trotz Schäden durch frühere Angriffe teilweise wieder auf, obwohl die Huthis weitere Streiks androhten.

Risikoprämie von rund 20 Dollar pro Barrel

Die anhaltenden Feindseligkeiten haben die Sorgen über die Verwundbarkeit der saudischen Energieinfrastruktur verschärft. Händler haben zunehmend das Risiko einer schwerwiegenden Störung von Produktions-, Raffinerie- oder Exportanlagen im Blick. Michael Alfaro, Chief Investment Officer bei Gallo Partners, schätzte gegenüber CNBC, dass die geopolitische Unsicherheit die Ölpreise bereits um rund 20 US-Dollar pro Barrel erhöht habe.

„Ich denke, das aktuelle Thema ist, dass die Unsicherheit extrem hoch ist. Wenn man sich die Risikoprämie anschaut, die derzeit in den Ölpreis eingerechnet ist, liegt diese bei etwa 20 US-Dollar pro Barrel“, sagte Alfaro. Ein erheblicher Schlag gegen die East-West-Pipeline Saudi-Arabiens oder weitere Raffinerieinfrastrukturen könnte die Preise deutlich in die Höhe treiben, fügte er hinzu. Allerdings könnten weitere Gewinne schließlich den Verbrauch untergraben.

„Was wir wahrscheinlich sehen würden, wenn der Ölpreis für Brent 120, 130 oder 140 US-Dollar pro Barrel überschreitet, ist, dass es zu einer stärkeren Zerstörung der Nachfrage kommt“, sagte Alfaro. Diese Dynamik ist für deutsche Anleger und Verbraucher von Bedeutung, da höhere Rohölpreise sich mittelfristig auch auf Kraftstoff- und Heizkosten auswirken können.

Raffineriekapazität als strukturelles Problem

Neben der unmittelbaren Bedrohung der Rohölversorgung könnte die Beschädigung der Raffinerieinfrastruktur eine beständigere Herausforderung für die globalen Energiemärkte darstellen. „Die eigentliche Herausforderung ist die Raffineriekapazität“, sagte Alfaro und warnte davor, dass die Störungen zu einem längerfristigen strukturellen Problem werden könnten, das bis 2027 und darüber hinaus reicht.

Inzwischen plant Saudi-Arabien laut den Energieministern beider Länder, ab dem zweiten Halbjahr 2027 mit der Lagerung von Rohöl in Singapur zu beginnen. Dieser Schritt zielt darauf ab, die Widerstandsfähigkeit der asiatischen Lieferkette zu stärken. In den USA genehmigte das Energieministerium am Freitag die Freigabe von bis zu 400.000 Barrel aus der Strategic Petroleum Reserve, um eine Unterbrechung der Versorgung in einer Raffinerie in Louisiana zu beheben.

Dennoch bleibt die Aussicht auf zusätzliche Liefermengen aus amerikanischen Förderunternehmen unsicher. Die Unternehmen zögern angesichts volatiler Preise und geopolitischer Risiken, größere neue Investitionen zu tätigen. Alfaro fügte hinzu, dass US-Förderunternehmen zwar einige Bohrplattformen hinzugefügt hätten, aber hinsichtlich einer deutlichen Erhöhung der Kapitalausgaben vorsichtig blieben. „Wir sehen derzeit keine großen zusätzlichen Kapitaleinsätze, um neue Bohrplattformen in Betrieb zu nehmen oder neue Produktionen anzufahren“, sagte er.

Für den Markt bleibt damit die zentrale Frage, ob die geopolitische Risikoprämie weiter Bestand hat oder ob Nachfragesorgen und eine zurückhaltende Angebotsreaktion der US-Produzenten die Preise wieder dämpfen. Beide Kräfte dürften die Ölnotierungen in den kommenden Wochen maßgeblich bestimmen.

ÖlpreisWTIBrentSaudi-ArabienHouthiRohölRaffineriekapazitätNachfrage

Meistgelesene News

  1. KI nur für Top-Mitarbeiter: Paysend-CEO setzt auf Leistungsnachweis
  2. XRP als Millionärsmacher? Warum ein 1.000-facher Anstieg unrealistisch ist
  3. Iran bietet Öffnung der Straße von Hormus an: Spannungen eskalieren
  4. Tesla nach Q3-Zahlen: Warum die Aktie trotz Rabatt teuer bleibt
  5. Shell und Exxon verkaufen Chemiekonzern Infineum für 8 Milliarden Dollar

Disclaimer


Wichtiger Hinweis auf bestehende Interessenkonflikte:

Wir weisen ausdrücklich darauf hin, dass im Rahmen dieser Publikation Interessenkonflikte bestehen:

1. Die Stock Market Media Ltd. und ihr nahestehende Personen besitzen Aktien der hier empfohlenen Gesellschaften und beabsichtigen, diese im Rahmen und zu jedem Zeitpunkt dieser Empfehlung zu verkaufen. Hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

2. Der Herausgeber dieser Publikation, sowie die verantwortlichen Redakteure erhalten für die Erstellung eine finanzielle Vergütung. Auch hierin besteht ein eindeutiger und konkreter Interessenkonflikt.

3. Beachten Sie auch die weitergehenden Ausführungen zu bestehenden Interessenkonflikten im nachfolgenden Disclaimer, u.a. unter Ziff. 2.

Wichtige Informationen und Pflichtmitteilungen gemäß Wertpapierhandelsgesetz (WpHG) sowie gemäß Finanzanlageverordnung (FinAnV).

Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit als Ersteller von Anlagestrategieempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 34 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 oder von Anlageempfehlungen im Sinne des Artikels 3 Absatz 1 Nummer 35 der Verordnung (EU) Nr. 596/2014, (bisher „Finanzanalysen“) der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht („BaFin“) gemäß WpHG angezeigt. Die Pflichten der Stock Market Media Ltd. regeln sich primär nach den §§ 85, 86 WpHG, der Verordnung (EU) Nr. 596/2014 und der Delegierten Verordnung (EU) 2016/958.

Angaben über den/die Ersteller dieser Publikation:
Verantwortlich für die Erstellung der Texte und Inhalte dieser Publikation ist Herr Roberto Gonçalves de Albuquerque, als Analyst und Chefredakteur. Herausgeber ist die Stock Market Media Ltd., 405 Kings Road, Flat 600, London; SW10 0BB, Vereinigtes Königreich, vertreten durch den Director Roberto Gonçalves de Albuquerque.

Wichtige Hinweise zur Erstellung dieser Veröffentlichung:
Diese Veröffentlichung enthält sowohl Tatsachen und Fakten zu den besprochenen Unternehmen, als auch rein subjektive Werturteile, Interpretationen, Schätzungen, Hochrechnungen, Vorhersagen und Preisziele. Diese versuchen wir, möglichst transparent voneinander abzugrenzen, um irreführende Angaben zu vermeiden. Recherche, Aufbereitung und Formulierung erfolgen dabei unter Einsatz gängiger digitaler und KI-gestützter Hilfsmittel; die inhaltliche Prüfung und die redaktionelle Verantwortung liegen bei uns. Die wesentlichen Grundlagen und Maßstäbe unserer Werturteile und Bewertungen, der besprochenen Aktien, basieren auf folgender Vorgehensweise:

Beurteilung und Bewertung von Unternehmen nach herkömmlichen Bewertungsmethoden (grundlegender Bewertungsansatz)

  • Einschätzung des Potentials der zukünftigen Unternehmensentwicklung (Wachstumsansatz) und Hochrechnung auf das entsprechende Bewertungspotential (Kurs-Potential-Analyse) sowie einer möglichen Unternehmens-Aktien-Bewertung aufgrund potentieller Gewinnerwartungen (KGV Hochrechnung)
  • Einschätzung des von uns erwarteten Best-Case-Szenarios im absoluten Erfolgsfall des Unternehmens (Blue-Sky-Potential-Ansatz)
  • Effekt der von uns erwarteten, gesteigerten Bekanntheit der empfohlenen Aktie auf den Aktienkurs durch einen starken Anstieg der Nachfrage am Markt (insbesondere maßgeblich bei marktengen oder neu bzw. erstmals empfohlenen Aktien) aufgrund der von uns oder Dritten veröffentlichten Publikationen (meistens Kaufempfehlungen), (Multiplikator- / Momentum-Effekt, Hype), dadurch überproportional steigende Rendite/Aktienkurs bei entsprechend steigendem Risiko
  • Technische Analyse des Aktienkurses gemäß gängiger Analyse-Methoden, meist zur Voraussage von Kurs-Signalen (Kauf- oder Verkaufssignal, Ausbruch der Aktie, Festlegung von Kurszielen, Unterstützungs- oder Widerstandsbereichen, erwarteten Mindestbewegungen oder Mindest-Gegenbewegungen, Voraussage von Signalpunkten (wenn-dann), etc.), größtenteils auf der erwarteten Massenpsychologie aufbauend. (technischer Ansatz).

Herkömmliche Bewertungsansätze sind bei jungen oder noch umsatzlosen Unternehmen oft schlecht sinnvoll anwendbar. Daher stützen wir uns bei der Bewertung von solchen Unternehmen tendenziell auf die von uns errechnete Potential-Analyse, sowie die Einschätzung der Nachfrage nach solchen Aktien am Kapitalmarkt. Letztendlich entscheidet der Markt über den Aktienkurs eines Unternehmens. Entsteht durch umfangreiche Empfehlungen einer Aktie, eine exzessive Nachfrage nach dieser, ist es möglich, dass der Aktienkurs bei einem hohen Handelsvolumen überdurchschnittlich steigt. Dies führt zwar zu extremen Gewinnmöglichkeit, erhöht jedoch entsprechend das Risiko einer Blasenbildung mit entsprechendem Kursrückgang. Durch die gesteigerte Volatilität der Aktie in solchen Situationen ergeben sich überdurchschnittliche Gewinn- und Verlustmöglichkeiten, sowohl in beide Handelsrichtungen als auch bei wiederkehrenden Gegenbewegungen. Auch solche Marktentwicklungen sind ein wichtiger Teil unserer Handelsempfehlungen und Bewertungsansätze.

Diese Publikation befasst sich ausschließlich mit überdurchschnittlich volatilen Werten mit hohem Gewinn- und auch Verlustpotential.

Hinweis zu Informationsquellen:
Die Zuverlässigkeit von Informationsquellen wird von uns vor deren Verwendung ausführlich geprüft und von uns entsprechend ihrer Glaubwürdigkeit und Bedeutung subjektiv bewertet. Dabei entscheiden wir nach eigenen Maßstäben, welche Quellen wir für relevant, zu konservativ oder zu optimistisch halten. Letztendlich legen wir unsere Empfehlungen aufgrund unserer persönlichen Einschätzungen fest. Bei der Informationsbeschaffung greifen wir auf zahlreiche öffentlich zugängliche Quellen zurück wie z.B. Pressemitteilungen, Ad-Hoc-Mitteilungen, Unternehmensmeldungen, Firmenpräsentationen, Publikationen und Artikeln zum besprochenen Unternehmen, gängige Finanzmedien im In- und Ausland sowie auf Unternehmens- oder Branchen-Analysen Dritter.

In unseren Publikationen werden ausschließlich öffentlich verfügbare Informationen und Quellen, sowie vom Unternehmen selbst verbreitete Informationen verwendet.

Hinweis zu bestehenden Interessenkonflikten:
Wir weisen hiermit darauf hin, dass Gesellschafter, Redakteure, Mitarbeiter sowie Personen bzw. Unternehmen die an der Erstellung dieser Veröffentlichung beteiligt sind, sowie Auftraggeber (Dritte) der Publikation von Stock Market Media Ltd. zum Zeitpunkt dieser Veröffentlichung direkt oder indirekt Anteile an Wertpapieren, welche im Rahmen der jeweiligen Publikation besprochen werden, halten. und daher an einer Kurs- und/oder Umsatzsteigerung, d.h. auch einer erhöhten Handelsliquidität interessiert sind, da die Absicht besteht, in unmittelbarem Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung diese Wertpapiere zu verkaufen und an steigenden Kursen und Umsätzen zu partizipieren. Ein Kurszuwachs der Aktien der vorgestellten Unternehmen kann zu einem Vermögenszuwachs bei diesen Personen führen. Durch die Besprechung des Unternehmens können jedenfalls der Aktienkurs des Unternehmens erheblich beeinflusst werden. Insbesondere wird auch durch Wertpapiertransaktionen der Aktienkurs der besprochenen Unternehmen maßgeblich beeinflusst. Dies gilt insbesondere, wenn es sich um Unternehmen handelt deren Aktien keine breite Marktkapitalisierung haben und bei denen nur ein enger Markt besteht. Hier können auch nur geringe Auftragsvolumen erhebliche Auswirkungen auf die Kurse haben. Sie sind aber auch daran interessiert, dass der Kurs des besprochenen Unternehmens sinkt, wenn sie deren Aktien günstiger erwerben wollen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Stock Market Media Ltd. und seine Mitarbeiter werden zudem für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und Veröffentlichung dieser Publikation sowie für andere Dienstleitungen entgeltlich entlohnt. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Diese Vergütung kann durch das Unternehmen über das die Stock Market Media Ltd. Informationen veröffentlicht, durch mit diesen Unternehmen verbundene Dritte oder sonstige Dritte, die ein Interesse in Bezug auf die im Zusammenhang mit dieser Veröffentlichung besprochenen Unternehmen verfolgen, erfolgen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen. Dieser wird zunächst dadurch begründet, dass die Stock Market Media Ltd. im Interesse ihres Auftraggebers ihre Ausführungen vornehmen könnte. Die Stock Market Media Ltd. und/oder mit ihr verbundene Unternehmen haben mit der gegenständlichen Gesellschaft bzw. mit deren Aktionären eine kostenpflichtige Vereinbarung zur Erstellung der redaktionellen Besprechung getroffen. Dies begründet laut Gesetz einen Interessenskonflikt, auf den wir hiermit ausdrücklich hinweisen.

Hinweis zur Handhabe der internen Organisationspflichten:
Aufgrund der geringen Unternehmensgröße des Herausgebers, ist eine interne Kontrolle der Compliance Prozesse der an dieser Publikation mitwirkenden Mitarbeiter und sonstigen Beteiligten überschaubar.

Verantwortliche Aufsichtsbehörde:
Die Stock Market Media Ltd. hat ihre Tätigkeit gemäß § 86 WpHG bei der BaFin angezeigt.