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Indiens Rohöleinfuhren steigen im September um 16 Prozent

Regierungsdaten zeigen einen deutlichen Anstieg der indischen Rohölimporte, während russische Lieferungen zurückgehen.

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Indiens Rohöleinfuhren sind im September gegenüber dem Vormonat um 16 Prozent gestiegen und beliefen sich auf 22,26 Millionen Tonnen. Das geht aus am Freitag veröffentlichten Regierungsdaten hervor. Im Vergleich zum Vorjahresmonat legten die Importe um 9 Prozent zu, nach 20,35 Millionen Tonnen im September des Vorjahres. Die Zahlen stammen von der Petroleum Planning and Analysis Cell, einer staatlichen Behörde zur Analyse des indischen Ölsektors.

Auch bei den Ölprodukten gab es Bewegung: Deren Einfuhren gingen im Vergleich zum August um 0,8 Prozent zurück, lagen jedoch rund 40 Prozent über dem Niveau vom September des Vorjahres. Die Ausfuhren von Produkten stiegen im Jahresvergleich um mehr als 6 Prozent auf 5,22 Millionen Tonnen. Damit zeigt sich ein gemischtes Bild: Während Rohöl deutlich stärker nachgefragt wurde, blieben die Produktimporte auf Monatssicht nahezu stabil.

Russische Lieferungen rückläufig, Golf-Angebot erholt sich

Der Anstieg der Rohölimporte hat nach Einschätzung von Marktbeobachtern vor allem zwei Ursachen. „Der Anstieg der Importe wurde maßgeblich durch die Rückkehr von Barrels aus dem Nahen Osten und niedrigere russische Volumina getrieben, was eine Normalisierung des indischen Rohölportfolios widerspiegelt, da die Verfügbarkeit von Angeboten aus dem Golfraum wiederhergestellt wird“, sagte Giovanni Staunovo, Analyst bei der Schweizer Großbank UBS.

Konkret sanken die russischen Öleinfuhren nach Indien im September gegenüber dem August um 13,7 Prozent auf rund 1,8 Millionen Barrel pro Tag. Damit machten russische Lieferungen noch etwa ein Drittel der gesamten indischen Käufe aus. Diese Angaben stützen sich auf am Donnerstag veröffentlichte Daten aus Handelskreisen. Indien hatte in den vergangenen Jahren russisches Öl zu Rabattpreisen in großem Umfang bezogen und war damit zu einem der wichtigsten Abnehmer geworden.

Kraftstoffverbrauch und einzelne Produktkategorien

Der indische Kraftstoffverbrauch stieg im September gegenüber dem Vormonat um 3,9 Prozent auf 19,26 Millionen Tonnen. Das hatten bereits frühere Daten gezeigt. Die Nachfrage nach raffinierten Produkten bleibt damit ein zentraler Treiber für die Importaktivitäten des Landes.

Bei einzelnen Produktkategorien fielen die Entwicklungen unterschiedlich aus:

  • Die LPG-Einfuhren stiegen im September auf 1,40 Millionen Tonnen, nach 1,30 Millionen Tonnen im August.
  • Die Einfuhren von Heizöl gingen im Jahresvergleich um fast 99 Prozent auf 0,01 Millionen Tonnen zurück, nach 0,69 Millionen Tonnen im September des Vorjahres.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Indien vor allem als Indikator für die globale Ölnachfrage relevant. Indien zählt zu den größten Rohölimporteuren der Welt und ist ein wichtiger Abnehmer für Förderländer im Nahen Osten sowie für Russland. Verschiebungen im indischen Bezugsmuster können daher die Preise und Handelsströme am internationalen Ölmarkt beeinflussen. Die jüngsten Daten deuten darauf hin, dass sich die Bezugsquellen des Landes wieder stärker in Richtung Golfregion verschieben, während russische Volumina an Bedeutung verlieren.

Der Artikel wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.

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