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Ölpreis fällt: Trump-Aussagen und Israel-Libanon-Waffenruhe sorgen für Entspannung

Hoffnungen auf ein Ende des Iran-Krieges und ein Waffenstillstand im Nahen Osten drücken die Ölpreise deutlich nach unten.

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Ölpreis fällt: Trump-Aussagen und Israel-Libanon-Waffenruhe sorgen für Entspannung

Die Ölpreise sind am Donnerstag spürbar gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump optimistische Signale zum Iran-Krieg sendete und gleichzeitig ein Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon verkündet wurde. US-Rohöl-Futures für die Lieferung im Mai verloren 1,44 Prozent und notierten bei 93,33 US-Dollar pro Barrel. Die internationale Referenzsorte Brent zur Lieferung im Juni verbilligte sich um 1,29 Prozent auf 98,10 US-Dollar pro Barrel.

Trump erklärte am Donnerstag, dass „der Krieg im Iran hervorragend voranschreitet", und bekräftigte damit seine optimistischen Prognosen über ein baldiges Ende des Konflikts. Der Krieg hatte am 28. Februar begonnen. Trump zufolge sollte der Krieg „ziemlich bald enden" – eine Aussage, die an den Ölmärkten unmittelbar für Erleichterung sorgte.

Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon

Wenige Stunden vor Trumps Aussagen zum Iran hatte der US-Präsident auf seiner Plattform Truth Social einen zehntägigen Waffenstillstand zwischen Israel und dem Libanon angekündigt, der um 17:00 Uhr ET beginnen sollte. Trump lud zudem den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu sowie den libanesischen Präsidenten Joseph Aoun ins Weiße Haus ein. Ziel seien die seiner Beschreibung nach ersten bedeutsamen Gespräche zwischen beiden Ländern seit 1983.

Das US-Außenministerium bestätigte, dass beide Seiten die Schaffung von Bedingungen für einen dauerhaften Frieden anstreben – einschließlich der gegenseitigen Anerkennung der Souveränität. Die Bemühungen umfassen laut Ministerium auch eine verbesserte Grenzsicherheit sowie die Bekräftigung von Israels Recht auf Selbstverteidigung. Zudem wurden gemeinsame Bedenken hinsichtlich nichtstaatlicher bewaffneter Gruppen geäußert, die die Souveränität des Libanon untergraben könnten.

Trump machte deutlich, dass er vom Libanon erwartet, sich „um die Hisbollah zu kümmern" – die vom Iran unterstützte militante Gruppe. Die Entwicklungen weckten an den Märkten Hoffnungen auf eine umfassendere Lösung des Nahostkonflikts, der seit Monaten die Energiemärkte belastet.

Versorgungsunterbrechungen im Fokus der Analysten

Die Analysten der ING erklärten, die Ölpreise tendierten schwächer aufgrund der Erwartung, dass die USA und der Iran ihren Waffenstillstand um weitere zwei Wochen verlängern und potenziell Gespräche zur Beendigung des Konflikts wieder aufnehmen könnten. Selbst unter Berücksichtigung von Pipeline-Umleitungen und begrenzten Tankerbewegungen schätzt die ING, dass die Versorgung um etwa 13 Millionen Barrel pro Tag unterbrochen wurde.

Diese Zahl könnte im Falle einer US-Blockade noch weiter steigen, so die ING-Analysten. Für Anleger und Energiemärkte weltweit bleibt die geopolitische Lage im Nahen Osten damit ein zentraler Preistreiber. Jede Entspannung in der Region wirkt sich unmittelbar auf die Rohstoffpreise aus – wie die heutigen Kursbewegungen eindrücklich zeigen.

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