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OECD belässt Weltwirtschaftsprognose bei 2,9 Prozent wegen Krieg

Der Krieg verhindert eine geplante Anhebung der globalen Wachstumsprognose auf 3,2 Prozent.

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OECD belässt Weltwirtschaftsprognose bei 2,9 Prozent wegen Krieg

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat ihre Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im Jahr 2025 unverändert bei 2,9 Prozent belassen. Ursprünglich plante die OECD, die Prognose auf 3,2 Prozent anzuheben – doch der anhaltende Krieg macht diese Aufwärtsrevision zunichte. Damit bleibt das globale Wachstum deutlich unter seinem Potenzial.

Besonders deutlich zeigen sich die regionalen Unterschiede: Während die OECD ihre Wachstumsprognose für die USA für 2026 von 1,7 auf 2,0 Prozent angehoben hat, fällt der Ausblick für die Eurozone deutlich schlechter aus. Als Treiber des US-Wachstums gilt vor allem der anhaltende Boom rund um Künstliche Intelligenz (KI). China hingegen bleibt mit einer unveränderten Prognose von 4,4 Prozent stabil.

Eurozone unter Druck

Für die Eurozone hat die OECD ihre Wachstumserwartung von 1,2 auf nur noch 0,8 Prozent gesenkt – ein deutlicher Rückschlag. Deutschland als größte Volkswirtschaft der Eurozone dürfte besonders von dieser Abwärtskorrektur betroffen sein. Der Krieg belastet Energiepreise und Lieferketten in Europa erheblich stärker als in anderen Regionen.

Beim Thema Inflation warnt die OECD vor einem sprunghaften Anstieg der Preise, selbst wenn der Energiepreisschub nur vorübergehender Natur sein sollte. Die Organisation hat ihre Inflationsprognosen deutlich nach oben revidiert. Gleichzeitig signalisiert die OECD, dass sich der Preisauftrieb bis 2027 wieder abkühlen dürfte.

Zentralbanken müssen möglicherweise nicht handeln

Trotz der erhöhten Inflationserwartungen sieht die OECD keinen zwingenden Handlungsbedarf für die Notenbanken. Da es sich möglicherweise um einen nur kurzfristigen Inflationsanstieg handelt, müssten Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank (EZB) oder die US-Federal Reserve die Zinsen nicht zwingend anheben. Diese Einschätzung dürfte für Anleger an den Anleihemärkten von besonderer Bedeutung sein.

Für deutsche Privatanleger bedeutet der schwächere Eurozone-Ausblick erhöhte Vorsicht bei europäischen Investments. Die Kombination aus gedämpftem Wachstum und temporär höherer Inflation – auch als Stagflationsrisiko bekannt – bleibt eine zentrale Herausforderung für die kommenden Quartale.

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