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Novartis hebt Prognose an – Kisqali-Umsatz verfehlt Erwartungen knapp

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis erhöht die Jahresprognose, obwohl der Brustkrebs-Umsatzträger Kisqali im dritten Quartal hinter den Analystenschätzungen zurückblieb.

• 2 Min
Novartis hebt Prognose an – Kisqali-Umsatz verfehlt Erwartungen knapp

Der Schweizer Pharmakonzern Novartis (Ticker: NVS) hat am Dienstag seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben. Damit setzt der Konzern ein positives Signal, obwohl die Umsätze im dritten Quartal mit seinem zweitwichtigsten Umsatztreiber Kisqali knapp unter den Erwartungen lagen. Die Anhebung der Jahresprognose erfolgte trotz dieser leichten Schwäche im Tagesgeschäft eines zentralen Produkts.

Im Mittelpunkt der Berichterstattung steht Kisqali, ein Medikament zur Behandlung von Brustkrebs. Das Präparat erzielte im dritten Quartal Umsätze in Höhe von 1,82 Milliarden US-Dollar. Die Erlöse stiegen um 37 Prozent, bereinigt um den Währungseffekt. Damit wuchs das Medikament weiterhin kräftig, verfehlte jedoch die Schätzung der von FactSet befragten Analysten.

Diese Analystenschätzung lag bei 1,84 Milliarden US-Dollar. Die Differenz zwischen dem tatsächlich erzielten Umsatz und der Erwartung fällt damit relativ gering aus. Für Anleger ist dennoch relevant, dass ein so wichtiger Umsatztreiber wie Kisqali die Prognosen nicht ganz erreichen konnte. Auch die Gesamtumsätze des Konzerns entwickelten sich laut dem Bericht in eine bestimmte Richtung, die im vorliegenden Auszug jedoch nicht vollständig ausgeführt wird.

Bedeutung von Kisqali für Novartis

Kisqali ist nach Angaben des Berichts der zweitwichtigste Umsatztreiber von Novartis. Das unterstreicht, wie stark die Entwicklung des Konzerns von der Performance einzelner Schlüsselprodukte abhängt. Ein Medikament, das einen so hohen Anteil am Gesamtumsatz trägt, steht daher besonders im Fokus der Analysten und Investoren.

Das Wachstum von 37 Prozent bereinigt um Währungseffekte zeigt, dass Kisqali unabhängig von Wechselkursschwankungen deutlich zulegt. Währungsbereinigte Kennzahlen sind in der Pharmabranche üblich, weil sie die tatsächliche operative Entwicklung besser abbilden als nominale Werte. Der Schweizer Franken und andere Währungen können die ausgewiesenen Zahlen eines global aufgestellten Konzerns wie Novartis erheblich verzerren.

Dass die Umsätze dennoch leicht unter der FactSet-Schätzung lagen, verdeutlicht die hohen Erwartungen, die der Markt an das Medikament richtet. Bereits kleine Abweichungen von den Konsensprognosen können die Wahrnehmung eines Quartalsberichts prägen. Entscheidend bleibt, dass Novartis trotz dieser Entwicklung seine Prognose für das Gesamtjahr anheben konnte.

Einordnung für Anleger

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem deshalb interessant, weil Novartis zu den größten Pharmakonzernen Europas zählt und an verschiedenen Börsen gehandelt wird. Die Aktie mit dem Ticker NVS ist ein Schwergewicht im europäischen Gesundheitssektor. Quartalszahlen und Prognoseanpassungen des Konzerns haben daher auch Signalwirkung für den gesamten Sektor.

Die Kombination aus angehobener Jahresprognose und einem knapp verfehlten Umsatzziel beim zweitwichtigsten Produkt macht den Bericht ambivalent. Einerseits sendet der Konzern mit der höheren Prognose ein zuversichtliches Signal für das restliche Geschäftsjahr. Andererseits zeigt die leichte Verfehlung bei Kisqali, dass selbst stark wachsende Produkte nicht immer alle Markterwartungen erfüllen.

Anleger sollten die weiteren Details des Berichts genau verfolgen, insbesondere die Entwicklung der Gesamtumsätze und die konkreten Gründe für die Anhebung der Prognose. Der vorliegende Auszug der Quelle Investor's Business Daily bricht an dieser Stelle ab, sodass einzelne Angaben zu den Gesamterlösen und zur genauen Höhe der neuen Prognose nicht vollständig vorliegen. Klar ist jedoch: Novartis blickt trotz der Kisqali-Abweichung optimistischer auf das Gesamtjahr als zuvor.

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