Nova Minerals erhält letzte Alaska-Genehmigungen für Antimon-Projekt
Nova Minerals hat die letzten Genehmigungen für sein Antimon-Projekt in Alaska erhalten und treibt den Bau voran.

Nova Minerals (ASX: NVA, NASDAQ: NVA) hat die letzten Genehmigungen für sein antimonhaltiges Projekt in Alaska erhalten. Wie das Unternehmen mitteilte, vergingen zwischen Antragstellung und Erteilung nur etwa drei Monate. Damit wird der Weg für den Bau des vom US-Verteidigungsministerium finanzierten Projekts geebnet, das vor der geplanten Produktionsaufnahme im Jahr 2027 realisiert werden soll.
Das Alaska Department of Natural Resources genehmigte den Betriebsplan und den Rekultivierungsplan des Projekts. Dadurch sind sowohl die Baumaßnahmen als auch die Betriebsaktivitäten für eine initiale Laufzeit von drei Jahren autorisiert. Für Nova Minerals ist dies ein zentraler Schritt von der Planung in die Umsetzung.
Die Genehmigungen decken alle drei Phasen des Betriebs ab. Dazu zählen der Abbau von Stibnit an den Prospekten Styx und Stibium, die Erzaufbereitung und -verarbeitung am Konzentrationsstandort Whiskey Bravo im Rahmen des Estelle-Projekts von Nova sowie die nachgelagerte Verarbeitung und Raffination am Hafen von Port MacKenzie.
Die Genehmigungen umfassen Abbau, Aufbereitung und Raffination an drei Standorten
Sobald die Anlage fertiggestellt ist, erwartet Nova Minerals, dass die Raffinerie als US-Verarbeitungs- und Entgeltbehandlungsanlage dient. Sie soll raffiniertes Antimon für die Lieferketten der Verteidigungsindustrie, des Industriesektors und kritischer Technologien produzieren.
Eine Förderung durch das US-Verteidigungsministerium in Höhe von 43,4 Millionen US-Dollar sichert die vollständige Finanzierung der ersten Phase. Nova hat nach eigenen Angaben die metallurgischen Testarbeiten sowie die Engineering-Leistungen für die Prozessanlage abgeschlossen. Das daraus resultierende Fließschema ist darauf ausgelegt, militärisches Antimontrisulfid und Standard-Antimonmetall der Güteklasse II mit einem Antimonanteil von mehr als 99,65 Prozent zu produzieren.
Das Unternehmen gibt zudem an, dass sich alle wichtigen langfristigen und kritischen Bergbau- und Verarbeitungsanlagen bereits an ihren jeweiligen Projektstandorten befinden. „Nachdem wir diese wichtigen Meilensteine erreicht haben, liegt unser Fokus nun auf der Umsetzung", sagte CEO Christopher Gerteise in der Bekanntmachung.
Nova Minerals verschiffte fast 500 Tonnen Ausrüstung von Seattle nach Alaska
Bereits im August versendete Nova fast 500 Tonnen Brech-, Erzsortier-, Mahl-, Flotations- und Raffinationsausrüstung per Barkasse von Seattle nach Port MacKenzie. Der Transport erfolgte in mehr als 40 Containern sowie mehreren überdimensionalen Ladungen. Die Ausrüstung stammt aus einer kürzlich stillgelegten modernen Verarbeitungsanlage, die das Unternehmen in Nordamerika erworben hatte, sowie aus weiteren Einrichtungen über den gesamten Kontinent verteilt.
„Ein zentraler Bestandteil unserer Strategie bestand darin, bestehende, moderne Verarbeitungsanlagen zu erwerben und diese nach Alaska zu verlagern, anstatt neue Anlagen von Grund auf zu errichten", so Gerteise damals. Die Anlage in Port MacKenzie wird zunächst stibnithaltiges Material in Antimontrisulfid für das Projekt des US-Verteidigungsministeriums verarbeiten. Nova hat sie als modulare Anlage konzipiert, die sich zur Herstellung weiterer raffinierter Produkte erweitern lässt, darunter Antimonmetall und Trioxid.
Die Standorte verfügen über Zugang zu Tiefwasserhafeninfrastruktur, dem Eisenbahnanschluss Port MacKenzie und der vorgeschlagenen West Susitna Access Road. Diese logistische Anbindung ist für den Abtransport der Produkte und die Versorgung der Anlagen von Bedeutung.
Bereits am 01.08.2026 berichtete aktien.news über eine Antimon-Pilotanlage von Perpetua Resources
Der Rohstoff Antimon steht seit Monaten im Fokus der US-Politik. Bereits am 01.08.2026 berichtete aktien.news, dass Perpetua Resources (TSX, Nasdaq: PPTA) gemeinsam mit der US-Armee und dem Idaho National Laboratory (INL) eine neue modulare Mineralverarbeitungsanlage eröffnet hat. Die Anlage soll den Aufbau einer lückenlosen inländischen Lieferkette für Antimon in den USA unterstützen. Antimon gilt als kritischer Rohstoff und ist für zahlreiche industrielle sowie militärische Anwendungen von strategischer Bedeutung; die USA sind bei der Versorgung bislang stark von Importen abhängig, insbesondere aus China und Russland.
Am 26.05.2026 berichtete aktien.news, dass Perpetua Resources eine milliardenschwere Finanzierungszusage erhalten hat: Die US Export-Import Bank (EXIM) stellt dem Unternehmen ein Darlehen in Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar bereit. Das Kapital soll den Bau des Goldprojekts Stibnite im US-Bundesstaat Idaho finanzieren – der landesweit einzigen geplanten inländischen Quelle für den strategisch bedeutsamen Rohstoff Antimon.
Auch in Alaska selbst bewegt sich einiges. Am 15.09.2026 meldete aktien.news, dass die US-Regierung eine strategische Investition in Höhe von 35,6 Millionen US-Dollar bei Trilogy Metals abgeschlossen hat und damit eine direkte Beteiligung von rund zehn Prozent an dem Bergbauunternehmen erhält. Das Verteidigungsministerium steuerte rund 17,8 Millionen US-Dollar zu der Finanzierung bei. Bereits am 18.07.2026 hatte aktien.news über einen klaren Genehmigungsfahrplan für das Arktis-Kupferprojekt von Trilogy Metals im Ambler-Bergbaudistrikt in Alaska berichtet.
Für Anleger steht das Projekt vor der Umsetzungsphase
Für deutsche Privatanleger ist die Einordnung wichtig: Nova Minerals ist an der ASX und an der NASDAQ unter dem Kürzel NVA notiert, das Unternehmen ist also auch für europäische Investoren handelbar. Der Quelltext nennt mit der Förderung des US-Verteidigungsministeriums von 43,4 Millionen US-Dollar eine konkrete Finanzierungszusage für die erste Phase. Zugleich beschreibt das Unternehmen den Fokus nach Erreichen der Meilensteine ausdrücklich als Umsetzung – die Produktionsaufnahme ist für 2027 geplant.
Der Markt für kritische Mineralien und speziell Antimon wird im Quelltext mit einem Volumen von über 4 Milliarden US-Dollar beschrieben. Die Aktivitäten von Perpetua Resources und Trilogy Metals zeigen, dass mehrere Unternehmen und staatliche Stellen in den USA parallel an einer inländischen Antimon- und Rohstoffversorgung arbeiten. Nova Minerals positioniert sich mit seinem Alaska-Projekt in diesem Umfeld.
Die Produktionsaufnahme ist für 2027 geplant
Der weitere Fahrplan ergibt sich aus den Angaben des Unternehmens: Nach Abschluss der Genehmigungen liegt der Fokus auf der Umsetzung, die Produktionsaufnahme ist für 2027 vorgesehen. Die Anlage in Port MacKenzie soll zunächst stibnithaltiges Material in Antimontrisulfid für das Projekt des US-Verteidigungsministeriums verarbeiten. Da sie modular konzipiert ist, lässt sie sich laut Unternehmen zur Herstellung weiterer raffinierter Produkte erweitern, darunter Antimonmetall und Trioxid.
Die Genehmigungen sind zunächst auf eine initiale Laufzeit von drei Jahren ausgelegt. Alle wichtigen langfristigen und kritischen Bergbau- und Verarbeitungsanlagen befinden sich nach Unternehmensangaben bereits an ihren jeweiligen Projektstandorten.
Stibnit und Antimontrisulfid sind zentrale Begriffe des Projekts
- Stibnit: Stibnit ist ein Antimonerz und das wichtigste Ausgangsmaterial für die Antimongewinnung.
- Antimontrisulfid: Antimontrisulfid ist eine chemische Verbindung aus Antimon und Schwefel, die unter anderem militärisch genutzt wird.
- Raffination: Raffination bezeichnet die Aufbereitung eines Rohstoffs zu einem reineren Endprodukt.
