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Nimba Mining eröffnet zweiten Logistikkorridor für Bauxit-Exporte in Guinea

Der guineische Bauxitproduzent NMC erschließt über eine 56 km lange Straße einen zweiten Transportweg zum Hafen von Dapilon.

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Nimba Mining eröffnet zweiten Logistikkorridor für Bauxit-Exporte in Guinea

Die Nimba Mining Company (NMC) hat sich einen zweiten Logistikkorridor für den Abtransport ihres Bauxits gesichert. Der guineische Bauxitproduzent erhält durch eine Vereinbarung mit der Nationalen Agentur für die Entwicklung der Bergbauinfrastruktur Zugang zu einer mehrnutzerfähigen Bergbaustrecke. Damit stehen dem Unternehmen künftig zwei voneinander unabhängige Wege für den Export offen.

Die neue Verbindung verläuft über eine bestehende 56 Kilometer lange Straße. Sie startet im südlichen Teil der Bergbaukonzession Tinguilinta und stellt den Zugang zu den Häfen von Dapilon her. Die mehrnutzerfähige Bergbaustrecke wird gemeinsam mit SMB, CDM, KBM, Dynamic Mining und Ashapura genutzt.

„Die Erschließung dieses zweiten Logistikkorridors ist ein strategischer Meilenstein für die NMC. Sie ermöglicht es uns, ein logistisches Engpassproblem zu bewältigen und die Bauxitproduktion sowie die Exporte aus Tinguilinta zu steigern“, sagte NMC-Chef Patrice L'Huilier.

Die neue Route ergänzt den Schienenkorridor zum Hafen von Kamsar

Der neue Korridor tritt nicht an die Stelle der bisherigen Logistik, sondern ergänzt sie. Der bestehende Schiene-zum-Hafen-Korridor verbindet die Mine weiterhin mit dem Hafen von Kamsar. Mit zwei Routen verringert NMC die Abhängigkeit von einer einzigen Transportachse.

Die zusätzliche Kapazität kommt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen deutlich größere Mengen bewegen will. NMC erwartet, bis Ende November neun Millionen Tonnen abgebauten Bauxits zu erreichen. Bis Ende 2026 soll die Marke von zehn Millionen Tonnen fallen.

„Durch die Diversifizierung ihrer Transportrouten und des Zugangs zur Hafeninfrastruktur stärkt die NMC ihre Exportkapazität und unterstützt den fortlaufenden Ausbau ihrer Operationen“, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens.

Gemeinsam genutzte Infrastruktur entlastet das nationale Exportnetz

Die Vereinbarung hat auch eine überbetriebliche Dimension. Weil NMC bestehende Infrastruktur nutzt, die mehrere Betreiber gemeinsam verwenden, trägt das Unternehmen zu einer effizienteren Auslastung der logistischen Kapazitäten des Landes bei. Guinea verfügt damit über ein breiter aufgestelltes Netz für den Bauxitabtransport.

„Diese Vereinbarung markiert einen weiteren Schritt hin zum Aufbau eines widerstandsfähigeren und diversifizierteren nationalen Exportnetzwerks, das die Entwicklung des guineischen Bergbausektors fördert“, sagte L'Huilier.

Für deutsche Anleger ist die Meldung vor allem mit Blick auf die Logistikseite des Rohstoffgeschäfts relevant. Bauxit ist der wichtigste Ausgangsstoff für die Aluminiumherstellung; Engpässe beim Transport wirken sich unmittelbar auf die exportierbaren Mengen aus. Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Zweiter Logistikkorridor über eine bestehende 56-km-Straße zu den Häfen von Dapilon
  • Gemeinsame Nutzung der Strecke mit SMB, CDM, KBM, Dynamic Mining und Ashapura
  • Produktionsziel von neun Millionen Tonnen bis Ende November und zehn Millionen Tonnen bis Ende 2026

Ob sich die höheren Volumina tatsächlich realisieren lassen, hängt neben der Logistik auch vom Abbau selbst ab. Klar ist: Mit dem zweiten Korridor schafft NMC die Voraussetzung dafür, größere Mengen auf den internationalen Markt zu bringen.

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