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NFP-Bericht: Zinssenkung der Fed im März wird wahrscheinlicher

Benchmark-Revisionen könnten über eine Million Stellen streichen und Geldpolitik beeinflussen

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NFP-Bericht: Zinssenkung der Fed im März wird wahrscheinlicher

Der US-Arbeitsmarktbericht für Januar, der am 11. Februar um 14:30 Uhr MEZ veröffentlicht wird, könnte weitreichende Folgen für die Geldpolitik der Federal Reserve haben. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Benchmark-Revisionen vergangener Nonfarm Payrolls (NFP), die möglicherweise mehr als eine Million Stellen nach unten korrigieren werden. Eine solche Revision würde das Bild des US-Arbeitsmarktes deutlich eintrüben und könnte die Fed unter Druck setzen, bereits im März die Zinsen zu senken.

Ökonomen erwarten für Januar die Schaffung von 70.000 neuen Stellen netto. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sollen um 0,3 Prozent im Monatsvergleich gestiegen sein, was einer Jahresrate von 3,6 Prozent entspricht. Diese Zahlen deuten auf eine moderate Lohnentwicklung hin, die der Fed Spielraum für Zinssenkungen geben könnte, ohne Inflationsängste zu schüren.

Benchmark-Revisionen im Fokus

Die jährlichen Benchmark-Revisionen passen frühere NFP-Berichte an tatsächliche Daten aus der vierteljährlichen Unternehmenserhebung an. Sollten diese Korrekturen tatsächlich über eine Million Stellen betragen, wäre dies ein deutliches Signal dafür, dass der Arbeitsmarkt schwächer ist als bisher angenommen. Für die Finanzmärkte wäre dies ein klares Argument für eine expansivere Geldpolitik.

Die Federal Reserve hatte zuletzt eine abwartende Haltung eingenommen und betont, dass weitere Zinssenkungen datenabhängig seien. Ein schwächerer Arbeitsmarktbericht könnte jedoch die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung bei der Fed-Sitzung am 18. und 19. März deutlich erhöhen. Derzeit preisen die Märkte nur eine geringe Chance für eine Zinssenkung im März ein.

Bedeutung für deutsche Anleger

Für deutsche Investoren sind die US-Arbeitsmarktdaten von hoher Relevanz, da sie die globalen Finanzmärkte maßgeblich beeinflussen. Eine dovische Wende der Fed würde den Dollar tendenziell schwächen und könnte europäische Exporte begünstigen. Gleichzeitig würden sinkende US-Zinsen den Druck auf die Europäische Zentralbank erhöhen, ihre eigene Geldpolitik zu überdenken.

Die Veröffentlichung am 11. Februar dürfte zu erhöhter Volatilität an den Märkten führen. Anleger sollten insbesondere auf die Revisionen achten, da diese oft mehr Aussagekraft haben als die aktuellen Beschäftigungszahlen. Eine deutliche Abwärtskorrektur könnte als Wendepunkt in der US-Geldpolitik interpretiert werden und weitreichende Auswirkungen auf Aktien-, Anleihen- und Devisenmärkte haben.

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