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Neue Gebühren im Handelsstreit zwischen USA und China

Beide Staaten belegen Frachtschiffe gegenseitig mit Abgaben und verschärfen den Konflikt auf See

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Neue Gebühren im Handelsstreit zwischen USA und China

Der Handelskonflikt zwischen den Vereinigten Staaten und China spitzt sich weiter zu und erreicht nun auch die internationale Schifffahrt. Beide Länder erheben ab sofort neue Gebühren auf Frachtschiffe, die Verbindungen zum jeweils anderen Staat haben. Damit reagieren Washington und Peking aufeinander mit Maßnahmen, die den globalen Seehandel zusätzlich belasten könnten. Nachdem die US-Regierung unter Präsident Donald Trump am Freitag neue Strafzölle in Aussicht gestellt hatte, kündigte nun auch China eigene Sonderabgaben an.

Die chinesische Regierung erklärte, die neuen Gebühren würden für alle Schiffe gelten, die sich im Besitz von US-Unternehmen befinden, von amerikanischen Betreibern geführt, in den Vereinigten Staaten gebaut oder unter US-Flagge registriert sind. Ausgenommen seien hingegen Schiffe, die in China hergestellt wurden. Nach Angaben des Staatssenders CCTV gilt die Ausnahme auch für leere Schiffe, die chinesische Häfen lediglich anlaufen, um Reparaturen durchführen zu lassen. Damit versucht Peking offenbar, negative Auswirkungen auf die eigene Schiffbauindustrie zu vermeiden.

Bereits zu Beginn des Jahres hatte die US-Regierung Pläne vorgestellt, Gebühren für Schiffe mit Bezug zu China einzuführen. Ziel sei es, den Einfluss chinesischer Reedereien auf die weltweite Schifffahrtsbranche zu verringern und gleichzeitig den heimischen Schiffbau zu stärken. Reuters zufolge sollen die amerikanischen Gebühren ebenfalls ab heute in Kraft treten. Trumps Ankündigung, künftig auch auf Importe aus China zusätzliche Zölle in Höhe von 100 Prozent zu erheben, hatte die Spannungen zwischen beiden Staaten zuletzt weiter verschärft.

Peking hatte zuvor angekündigt, den Export von Technologien im Bereich seltener Erden stärker zu kontrollieren. Diese Rohstoffe gelten als entscheidend für die Produktion moderner Technologien, etwa in der Elektronik- oder Rüstungsindustrie. In Washington wurde dies als gezielte Maßnahme interpretiert, um wirtschaftlichen Druck aufzubauen. Das chinesische Handelsministerium erklärte dagegen, man strebe keinen Handelskrieg an, fürchte ihn jedoch auch nicht.

Analysten erwarten, dass die neuen Abgaben erhebliche Folgen für die internationale Schifffahrtsbranche haben werden. Laut Omar Nokta vom Analysehaus Jefferies sind 13 Prozent der weltweiten Öltankerflotte und rund elf Prozent der Containerschiffe von den neuen US-Gebühren betroffen. Besonders stark treffe es die chinesische Containerreederei Cosco, die fast die Hälfte der für 2026 geschätzten Zusatzkosten von 3,2 Milliarden US-Dollar tragen müsse.

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