Netanjahu hofft auf Trump-Initiative für neues Iran-Abkommen
Israelischer Premier äußert verhaltenen Optimismus nach Treffen in Washington

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat nach seinem Treffen mit US-Präsident Donald Trump in Washington vorsichtige Hoffnungen auf ein neues Abkommen mit dem Iran geäußert. Der Premier zeigte sich überzeugt, dass Trump die notwendigen Voraussetzungen für Verhandlungen schaffen könnte.
Vor seinem Rückflug nach Israel machte Netanjahu jedoch deutlich, dass er den diplomatischen Bemühungen mit "allgemeiner Skepsis" gegenüberstehe. Diese Zurückhaltung spiegelt die langjährige kritische Haltung Israels gegenüber internationalen Vereinbarungen mit Teheran wider.
Der israelische Regierungschef stellte klare Bedingungen für seine Unterstützung: Ein mögliches Abkommen müsse Elemente enthalten, die "für Israel sehr wichtig" seien. Welche konkreten Punkte Israel dabei einfordert, ließ Netanjahu in seiner Stellungnahme offen.
Hintergrund der Verhandlungen
Die Gespräche zwischen Netanjahu und Trump fanden zu einem kritischen Zeitpunkt der iranisch-amerikanischen Beziehungen statt. Die Trump-Administration hatte 2018 das internationale Atomabkommen mit dem Iran einseitig aufgekündigt und seitdem eine Politik des "maximalen Drucks" verfolgt.
Israel betrachtet das iranische Atomprogramm seit Jahren als existenzielle Bedrohung. Die Regierung in Jerusalem fordert regelmäßig schärfere Kontrollen und weitreichendere Einschränkungen für Teherans nukleare Aktivitäten, als sie im ursprünglichen Abkommen von 2015 vorgesehen waren.
