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Nasdaq erreicht Rekordhoch, Renditen steigen auf Zwei-Jahres-Hoch

Starke US-Wirtschaft treibt Aktien und Anleiherenditen nach oben, während Ölpreise nachgeben.

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Nasdaq erreicht Rekordhoch, Renditen steigen auf Zwei-Jahres-Hoch

Der Nasdaq-Composite-Index hat ein neues Allzeithoch erreicht. Angesichts einer gesunden US-Wirtschaft, insbesondere des amerikanischen Verbrauchers, schloss der Technologieindex um 1,1 Prozent höher und beendete den Handelstag mit einem neuen Rekordstand. Auch die breiteren US-Indizes legten zu: Der S&P 500 gewann 0,7 Prozent, während der Dow Jones Industrial Average um 90 Punkte beziehungsweise 0,2 Prozent stieg.

Wachstumshoffnungen treiben damit sowohl Aktienkurse als auch Anleiherenditen voran. Die Renditen für zehnjährige US-Staatsanleihen erreichten erneut ein Zwei-Jahres-Hoch und schlossen die Sitzung bei 5,31 Prozent. Die robuste Wirtschaft lässt Investoren darüber nachdenken, ob die Federal Reserve aggressiv Zinsen anheben muss, um das Wachstum zu dämpfen und die Inflation zu bremsen.

Ein deutlicher Anstieg der Preise-zahlenden-Komponente eines Index der Einkaufsmanageraktivitäten hat diese Einschätzung weiter gestützt. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung bedeutsam, da steigende US-Renditen traditionell auch die Kapitalmarktbedingungen in Europa beeinflussen und den Dollar stärken können.

Ölpreise geben nach

Unterdessen hat der Druck durch die Ölpreise nachgelassen. Der Benchmark Brent-Rohöl-Future näherte sich wieder dem Niveau von 100 US-Dollar pro Barrel und schloss die Sitzung mit einem Rückgang von rund 2 Prozent auf 100,32 Dollar. Die G7-Länder hatten Ende letzter Woche vereinbart, eine koordinierte Freigabe von Rohölvorräten in die Wege zu leiten. Diese Maßnahme dürfte das Angebot am Markt erhöhen und damit preisdämpfend wirken.

Große Übernahmen bewegen den Markt

Ein großes Logistikgeschäft kommt zustande. C. H. Robinson, der größte Frachtbroker Amerikas, gab bekannt, dass er den Konkurrenten RXO für etwa 5,8 Milliarden Dollar übernehmen wird. Die Aktien von C. H. Robinson führten die Verlierer im S&P 500 an und verloren mehr als 10 Prozent. Der deutliche Kursrückgang spiegelt die Skepsis der Anleger gegenüber dem Preis und der strategischen Logik des Zukaufs wider.

Auch im Technologiesektor sorgt eine milliardenschwere Transaktion für Aufsehen. KI-Nachfrage treibt einen Deal für Industriesoftware an: Schneider Electric aus Frankreich hat vereinbart, den US-Konzern PTC für fast 23 Milliarden Dollar zu übernehmen. Das Ziel des Deals sei es, ein umfangreiches Portfolio an Industriesoftware zu schaffen, da die künstliche Intelligenz die Kundenbedürfnisse neu definiere, so Schneider. Die PTC-Aktien stiegen deutlich um mehr als 30 Prozent und führten damit den S&P 500 an.

Der Handelstag zeigt damit ein zweigeteiltes Bild: Während die breite Marktstimmung von Wachstumsoptimismus und Rekordständen geprägt ist, reagieren einzelne Titel auf Unternehmensnachrichten mit teils heftigen Ausschlägen. Die Kombination aus steigenden Renditen und einem neuen Nasdaq-Hoch unterstreicht die Erwartung der Investoren, dass die US-Wirtschaft trotz höherer Zinsen weiter wächst. Ob die Federal Reserve tatsächlich aggressiver vorgehen muss, bleibt die zentrale Frage für die kommenden Sitzungen.

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