Aktien-Futures steigen leicht: Nasdaq Composite markiert neuen Rekord
US-Futures legen am frühen Dienstag moderat zu, nachdem KI-Werte den Nasdaq auf ein Allzeithoch getrieben haben.

Die US-Aktien-Futures haben am frühen Dienstag leicht zugelegt, nachdem der Nasdaq Composite in der vorangegangenen Sitzung ein neues Allzeithoch und einen Schlussrekord erreicht hatte. Die Futures des S&P 500 lagen 0,11 Prozent im Plus, während die Dow-Futures um 76 Punkte oder 0,15 Prozent zulegten. Die Nasdaq-100-Futures stiegen um 0,15 Prozent.
Im regulären Handel am Montag gewann der Nasdaq Composite rund 1 Prozent und markierte damit sowohl ein Allzeithoch als auch ein Rekord-Schlussniveau. Der Dow Jones Industrial Average legte um etwa 90 Punkte oder 0,2 Prozent zu, der S&P 500 stieg um 0,7 Prozent. Getragen wurde die Rallye vor allem von Aktien aus dem Umfeld der Künstlichen Intelligenz.
Besonders deutlich fielen die Bewegungen bei einzelnen Technologiewerten aus. SpaceX kletterte um mehr als 7 Prozent, während Nvidia und Tesla jeweils um über 2 Prozent zulegten. Meta Platforms und Microsoft sprangen um mehr als 1 Prozent. Bereits am Montag hatten die US-Futures kaum verändert notiert: Die an den Dow Jones Industrial Average gebundenen Kontrakte legten um 47 Punkte oder 0,09 Prozent zu, die S&P-500-Futures stiegen um 0,1 Prozent und die Nasdaq-100-Futures kletterten um 0,1 Prozent.
Die Details
Der Technologiesektor des S&P 500 schloss den Handel am Montag mit einem Rekordschlusskurs. Der Informationssektor legte in der Sitzung um 0,7 Prozent zu, da Anleger Aktien von Unternehmen kauften, die mit dem KI-Sektor verbunden sind. Speicheraktien wie Western Digital und Seagate Technology stiegen um 6 Prozent beziehungsweise 4 Prozent. Nvidia legte um 2 Prozent zu, ebenso Broadcom.
Diese Gewinne erfolgen zu einer Zeit, in der Technologie weiterhin den Gesamtmarkt dominiert. Der Invesco S&P 500 Equal Weight ETF (RSP) ist im vergangenen Monat um 3,6 Prozent gefallen, während der S&P 500 um 0,7 Prozent gewonnen hat.
In Asien zeigte sich am Dienstag ein gemischtes Bild. Japans Nikkei 225 legte um 0,29 Prozent zu, während Südkoreas Kospi um 0,23 Prozent fiel. Australiens S&P/ASX 200 stieg um 0,53 Prozent. Hongkongs Hang Seng Index legte um 0,95 Prozent zu, während der Markt in Festlandchina aufgrund des Golden-Woche-Holidays geschlossen blieb. Bei Handelsbeginn in Asien hatte der Nikkei 225 zunächst um 0,22 Prozent zugelegt, der breitere Topix um 0,26 Prozent. Südkoreas Kosfi fiel um 0,15 Prozent, während der Small-Cap-Kosdaq um 1,91 Prozent gewann.
Am Ölmarkt gaben die Preise am Montag nach. Die Brent-Crude-Futures rutschten um 1,9 Prozent auf 100,32 US-Dollar pro Barrel, und West-Texas-Intermediate-Crude fiel um etwa 1,8 Prozent auf 89,43 US-Dollar pro Barrel. Am Dienstag notierte das Öl dann leicht höher: Die Brent-Crude-Futures für die Dezember-Lieferung gewannen um 0,42 Prozent auf 100,74 US-Dollar pro Barrel, die WTI-Futures für November legten um 0,32 Prozent auf 89,72 US-Dollar pro Barrel zu.
Hintergrund: Was bisher geschah
Die aktuellen Bewegungen reihen sich in eine Serie ähnlicher Marktberichte von aktien.news ein. Bereits am 16.06.2026 berichtete aktien.news, dass der Dow Jones Industrial Average ein neues Rekordhoch markiert hatte: Um 9:31 Uhr ET stieg der Index damals um 306,27 Punkte oder 0,59 Prozent auf 51.977,30 Zähler. Der S&P 500 legte seinerzeit lediglich um 0,95 Punkte oder 0,01 Prozent auf 7.555,24 Punkte zu, während der Nasdaq Composite leicht nachgab und 8,40 Punkte oder 0,03 Prozent auf 26.675,54 Zähler verlor. Ein wesentlicher Treiber war damals der erneute Rückgang der Ölpreise.
Am 30.09.2026 meldete aktien.news, dass die US-Aktienfutures am frühen Mittwoch leicht zugelegt hatten, nachdem die Aktienmärkte in der vorangegangenen Sitzung unter dem Druck steigender Staatsanleiherenditen gelitten hatten. Damals stiegen die Dow-Futures um 0,36 Prozent, die S&P-500-Futures gewannen 0,23 Prozent und die Nasdaq-100-Futures kletterten um 0,10 Prozent. Bereits am Dienstagabend um 18 Uhr New Yorker Zeit hatten die S&P-500- und Dow-Futures rund 0,2 Prozent zugelegt, während die Nasdaq-100-Futures um 0,3 Prozent gestiegen waren. Auslöser der Turbulenzen waren die stark gestiegenen Renditen am US-Anleihemarkt.
Ebenfalls am 22.09.2026 berichtete aktien.news, dass die US-Aktienindex-Futures am frühen Dienstag weitgehend unverändert standen, nachdem eine von Künstlicher Intelligenz getriebene Rallye die großen Indizes auf neue Höhen gehoben hatte. Die S&P-500-Futures lagen damals flach, während die Nasdaq-100-Futures um 0,2 Prozent nachgaben. In Asien zeigte sich ein gemischtes Bild: Der südkoreanische Kospi legte um 1,52 Prozent zu, der australische S&P/ASX 200 stieg um 0,15 Prozent, Hongkongs Hang-Seng-Index gewann 0,36 Prozent und Chinas CSI 300 kletterte um 0,51 Prozent. Die japanischen Märkte blieben damals aufgrund eines Feiertags geschlossen.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger bleibt die Lage zweigeteilt. Auf der einen Seite treiben KI-nahe Technologiewerte die US-Indizes auf immer neue Höchststände, auf der anderen Seite stehen die Renditen US-amerikanischer Staatsanleihen weiterhin im Fokus. Die Rendite der 10-jährigen US-Anleihe erreichte erneut Höchststände, die zuletzt 2002 gesehen wurden, und überschritt damit 5,3 Prozent. Auch die Rendite der 30-jährigen Anleihe durchbrach zeitweise 5,7 Prozent und erreichte damit ihr höchstes Niveau seit 24 Jahren. Zuletzt lag die Benchmark-Rendite der 10-Jahres-Anleihe unverändert bei 5,315 Prozent, während die 30-Jahres-Rendite um 1 Basispunkt auf 5,674 Prozent stieg.
Lisa Shalett, Chief Investment Officer bei Morgan Stanley Wealth Management, sagte in einem Kundenbriefing, Anleihen seien in den vergangenen sechs Wochen volatil gewesen. Sie führte einen potenziell neuen geldpolitischen Rahmen der Federal Reserve, das Wirtschaftswachstum und hohe Ölpreise sowie den andauernden Konflikt im Nahen Osten als Faktoren an. „Trotzdem hat die sechssechswöchige Phase, obwohl die intraday implizite Volatilität gestiegen ist, nicht die Extremwerte erreicht, die den Bärenmarkt für Aktien im Jahr 2022 ausgelöst haben“, schrieb Shalett.
Ian Lyngen von BMO erklärte, langfristige US-Staatsanleihen stünden weiterhin unter Druck aufgrund breiterer Bedenken hinsichtlich der staatlichen Kreditaufnahme und fiskalischen Nachhaltigkeit, wobei die jüngste Schwäche bei französischen Staatsanleihen auf die US-Renditen abgefärbt habe. „Egal ob Frankreich, die USA, Japan oder das Vereinigte Königreich – es gibt ein beständiges Thema der Sorge, dass die defizitären Staatsausgaben irgendwann zu einer Abrechnung für die Märkte für Staatsanleihen führen werden“, schrieb Lyngen Ende Montag in einem Briefing und fügte hinzu, dass die Nachfrage nach dem Angebot an Staatsanleihen eine „offene Frage“ bleibe. Die Renditen japanischer Staatsanleihen mit einer Laufzeit von 10 Jahren bewegten sich ebenfalls in der Nähe ihrer höchsten Werte seit 1996 und legten rund 1 Basispunkt auf 3,101 Prozent zu.
Am Ölmarkt sagte der CEO von Saudi Aramco, Amin Nasser, am Montag, globale Öllagerbestände könnten zwei Jahre benötigen, um sich zu erholen. Der Engpass bei den Lieferungen könnte sich noch verschlimmern, solange der Konflikt zwischen Iran und den USA andauere, warnte Nasser. Naeem Aslam, Chief Investment Officer bei Zaye Capital Markets, sagte: „Öl bleibt zwischen einem weiterhin hohen geopolitischen Aufschlag und wachsenden Erwartungen gefangen, dass sich die Versorgungsbedingungen weniger restriktiv entwickeln könnten.“
Auch Einzelwerte lieferten Impulse. Foxconn-Aktien stiegen am Dienstagmorgen um bis zu 4 Prozent, nachdem das Unternehmen September-Einnahmen in Höhe von 1,16 Billionen Neuen Taiwan-Dollar (36,5 Milliarden US-Dollar) gemeldet hatte – der höchste Wert aller Zeiten und das erste Mal, dass die Zahl die Marke von 1 Billion Neuen Taiwan-Dollar überschritt. Die Quartalsumsätze beliefen sich auf 3,03 Billionen Neue Taiwan-Dollar, ein Anstieg von 47,12 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Foxconn attribuierte die starke Leistung dem Wachstum in seinen Geschäftsbereichen Smart Consumer Electronics, Komponenten und andere Produkte, Cloud-Netzwerkprodukte sowie Computing-Produkte.
Im europäischen Bankensektor sorgte unterdessen die französische Bankengruppe BPCE für Schlagzeilen. Sie hat einen Anteil von 7 Prozent an der spanischen Kreditbank Banco de Sabadell erworben, wie Frankreichs zweitgrößte Bankengruppe am Dienstag mitteilte. BPCE plant, Vertretung im Verwaltungsrat von Sabadell zu suchen und ihre Beteiligung auf 9,9 Prozent zu begrenzen. In einer Pressemitteilung hieß es, die Banken wollten „die freundliche Natur dieser Kapitalbeteiligung unterstreichen“. Dies geschieht, während der europäische Bankensektor einer Welle der Konsolidierung unterliegt – einschließlich eines laufenden Übernahmeversuchs Italiens UniCredit gegenüber Deutschlands Commerzbank. Sabadell, die viertgrößte spanische Bank, die kürzlich den britischen Kreditgeber TSB an Santander verkauft hatte, war letztes Jahr Ziel eines gescheiterten feindlichen Übernahmeangebots ihres inländischen Rivalen BBVA. BPCE und Sabadell „beabsichtigen, Geschäftskooperationsmöglichkeiten zu erkunden, insbesondere im Corporate Banking und Investment Banking, beim Leasing von Ausrüstung, im Verbraucherkreditgeschäft und im grenzüberschreitenden Kundengeschäft“, hieß es in einer Erklärung. Citi-Analysten erklärten am Dienstag, sie glaubten, dass dies die Debatte über zukünftige Branchenkonsolidierung in Spanien anheizen könnte, und wiesen darauf hin, dass das Land nach den am Montag angesetzten Parlamentswahlen für November möglicherweise auf einen neuen politischen Hintergrund zusteuert.
Ausblick
Händler richten ihren Blick nun auf die Protokolle der September-Sitzung der Federal Reserve, die am Mittwoch veröffentlicht werden und Licht auf die Entscheidungen der Geldpolitiker zur Zinserhöhung werfen könnten. Arbeitsmarktdaten hatten Händler zuvor dazu gebracht, ihre Erwartungen für eine weitere Zinsanhebung der Federal Reserve in diesem Monat zu senken. Zusätzlich bleibt die Entwicklung im Nahen Osten und damit verbunden die Frage möglicher Versorgungsunterbrechungen am Ölmarkt im Fokus der Anleger.
Kurz erklärt
- Futures: Terminkontrakte, mit denen Anleger auf die künftige Entwicklung eines Index oder Rohstoffs setzen.
- Staatsanleiherendite: Die Rendite, die Anleger mit einer Staatsanleihe erzielen, und ein wichtiger Gradmesser für die Kapitalmarktzinsen.
- Basispunkt: Eine Maßeinheit für Zinsänderungen, die einem Hundertstel eines Prozentpunkts entspricht.
