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Nächste Woche an der Börse: JD Sports, TUI und Vistry im Fokus

Drei britische Schwergewichte legen Zahlen vor – Analysten erwarten gemischte Signale.

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Nächste Woche an der Börse: JD Sports, TUI und Vistry im Fokus

In der kommenden Woche rücken mehrere britische Unternehmen mit ihren Geschäftszahlen in den Fokus der Anleger. JD Sports, TUI und Vistry stehen dabei besonders im Blickpunkt, da sie über ihre Halbjahres- beziehungsweise Geschäftsentwicklung berichten. Die Erwartungen sind gedämpft, denn alle drei Unternehmen sehen sich mit schwierigen Marktbedingungen konfrontiert.

JD Sports: Schwache Nachfrage belastet den Gewinn

JD Sports wird versuchen, die Stimmung anzuheben, wenn es nächste Woche seine Halbjahresergebnisse veröffentlicht. Die jüngsten Handelsdaten deuteten auf ein schwieriges erstes Halbjahr hin. Schwache Konsumentennachfrage und weichere Schuhverkäufe, insbesondere in Nordamerika, haben zu einem Rückgang des organischen Umsatzes um 0,7 Prozent beigetragen.

Zusätzlich hat verstärkte Werbeaktivität die Margen belastet. Das Management senkte daher die Guidance für den bereinigten Gewinn vor Steuern für das Gesamtjahr um 50 Millionen Pfund auf nun 700 bis 800 Millionen Pfund. Der Nachfrageimpuls durch die Weltmeisterschaft ist inzwischen verpufft, und die Kernkundschaft im Alter von 16 bis 24 Jahren leidet weiterhin unter den Kosten des Lebensunterhalts.

Analysten gehen davon aus, dass der Umsatz auch im zweiten Halbjahr unter Druck bleiben wird. Der Fokus des Managements hat sich von Expansion hin zur Verbesserung der Effizienz im bestehenden Filialnetz verschoben. Die Fortschritte hierin sind ermutigend, und die Guidance für den freien Cashflow im Gesamtjahr liegt weiterhin im Plan bei 460 bis 520 Millionen Pfund. Da jedoch mit einer weiterhin hohen Werbeaktivität und fragilem Verbrauchervertrauen zu rechnen ist, dürften Anleger vorsichtig bleiben, bis klarere Anzeichen für eine verbesserte Nachfrage sichtbar werden.

TUI: Guidance für das kommende Jahr wird entscheidend

Der Handelsbericht von TUI nächste Woche sollte ein klareres Bild davon zeichnen, wie die Gruppe ein Jahr voller geopolitischer Unsicherheit bewältigt hat. Die Geschäftsbereiche Hotels, Kreuzfahrten und Erlebnisse waren bisher relativ widerstandsfähig. Die margenschwächere Division Märkte + Airline (M+A) sah sich jedoch mit einem härteren Umfeld konfrontiert.

Höhere Kraftstoffkosten und schwächere Buchungen haben die Performance belastet. Die M+A-Division schlug im dritten Quartal von einem operativen Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 50 Millionen Euro in einen Verlust von 17 Millionen Euro um. Urlauber buchen ihren Urlaub immer später, was die Nachfrage schwerer vorhersehbar macht.

Die Buchungen sind in den ersten Wochen des vierten Quartals leicht gestiegen, was dem Management das Vertrauen gibt, die Guidance für das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern im Gesamtjahr von 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro beizubehalten. Analysten halten dies für erreichbar. Wichtiger für die Stimmung werde jedoch die Ausblickprognose des Managements für das nächste Jahr sein. Selbst wenn die Nachfrage weiter steigt, könnten weitere Kosteneinsparungen erforderlich sein, um die höheren Kraftstoffkosten auszugleichen.

Vistry: Hoffnung auf stärkere zweite Jahreshälfte

Vistry wird nächste Woche seine Halbjahresergebnisse veröffentlichen, vor dem Hintergrund einer schwachen Marktnachfrage. Die Fertigstellungen sollen um 11 Prozent auf rund 6.100 neue Wohnungen sinken, was auf gedämpfte Aktivitäten durch Partnerfinanzierungen zurückzuführen ist.

In Kombination mit höheren Finanzierungskosten und einem stärkeren Einsatz von Käuferanreizen zur Unterstützung der Verkäufe ist die Profitabilität unter Druck geraten. Es wird erwartet, dass die Verluste vor Steuern im ersten Halbjahr in der Größenordnung von 30 Millionen Pfund liegen werden. Hinzu kommen mögliche Abschreibungen aus der betriebsinternen Überprüfung durch den CEO, die zusammen mit den Ergebnissen bekannt gegeben wird.

Das Management erwartet, dass sich der Handel im zweiten Halbjahr verbessert, unterstützt durch den üblichen saisonalen Anstieg und eine verbesserte Partneraktivität infolge des kürzlich von Homes England gewährten Zuschusses in Höhe von 350 Millionen Pfund an Vistry. Dies untermauert die Guidance für die Rückkehr zur Profitabilität im zweiten Halbjahr sowie einen Gewinn vor Steuern im Gesamtjahr von rund 200 Millionen Pfund. Angesichts einer weichen Nachfrage, steigender Baukosteninflation und schwacher Hauspreise könnte dieses Ziel jedoch in den kommenden Monaten nach unten revidiert werden.

Weitere Unternehmen mit Berichtsterminen

Neben den drei genannten Schwergewichten veröffentlichen in der kommenden Woche auch Ceres Power Holdings, Raspberry Pi Holdings und Mitchells & Butlers plc ihre Geschäftszahlen. Keine FTSE-350-Unternehmen stehen auf dem Plan, sodass der Fokus auf den genannten Werten liegt.

Dieser Artikel stellt keine persönliche Anlageberatung dar. Investitionen unterliegen Wertschwankungen, sodass Anleger möglicherweise weniger zurückerhalten, als sie eingezahlt haben. Die vergangene Performance ist kein Hinweis auf die zukünftige Entwicklung.

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