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Musk: SpaceX-Starlink könnte zuerst Luftfahrt und Schifffahrt erobern

Der Marktforscher Besen Group erwartet stark wachsendes Starlink-Geschäft bei mobilen kommerziellen US-Kunden — gut für die Aktienkurse.

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Musk: SpaceX-Starlink könnte zuerst Luftfahrt und Schifffahrt erobern

Elon Musk könnte mit seiner Starlink-Kommunikationssparte langfristig darauf aus sein, den Markt der großen US-Mobilfunkanbieter zu erobern. Nach Einschätzung eines Marktforschers dürfte SpaceX jedoch zunächst einen kleineren Teil des Kuchens anvisieren: kommerzielle Kunden im maritimen Bereich und im zivilen Luftverkehr, die auf Satellitentechnologie setzen.

Die Besen Group prognostiziert, dass die kommerziellen „mobile US-Umsätze" von Starlink bis 2031 stark wachsen werden. Dieses Wachstum würde sich nach Einschätzung des Marktforschers auch in den Aktienkursen niederschlagen. Für Anleger ist das ein wichtiger Hinweis, denn der Wettbewerb im US-Telekommunikationsmarkt betrifft direkt die Papiere von AT&T (T), T-Mobile U. S. (TMUS) und Verizon Communications (VZ).

Satellitentechnologie als Türöffner

Starlink gehört zum Raumfahrtunternehmen SpaceX und baut auf einem Netzwerk von Satelliten im erdnahen Orbit auf, über das Breitbandverbindungen bereitgestellt werden. Während das Festnetz- und Mobilfunkgeschäft von etablierten Anbietern dominiert wird, liegt der Vorteil der Satellitentechnologie dort, wo klassische Infrastruktur schwer zu erreichen ist — auf dem offenen Meer oder im Luftraum über Kontinenten.

Genau deshalb richtet sich der erste kommerzielle Vorstoß nach der Einschätzung des Marktforschers auf die Schifffahrt und die zivile Luftfahrt. Diese Segmente gelten als Wachstumsfelder für mobile Satellitenverbindungen, weil Schiffe und Flugzeuge dort auf zuverlässige Datenverbindungen abseits von Küsten- und Bodenstationen angewiesen sind. Die Besen Group fasst diese Erlöse als „mobile US-Umsätze" von Starlink zusammen.

Die drei großen US-Mobilfunkanbieter AT&T, T-Mobile U. S. und Verizon stehen damit vor einer langfristigen, aber noch nicht unmittelbar spürbaren Konkurrenz. Sollte Starlink seine Erwartungen im kommerziellen Mobilitätsgeschäft erfüllen, könnte das die Marktbewertungen der etablierten Anbieter beeinflussen — allerdings erst auf Sicht mehrerer Jahre, wie der Prognosehorizont bis 2031 zeigt.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Gemengelage relevant, weil alle drei genannten Unternehmen zu den größten Telekom-Titeln an den US-Börsen zählen und über Fonds, ETFs und Direktinvestments auch hierzulande breit gestreut sind. Ein neuer Wettbewerber mit globaler Satellitenabdeckung könnte langfristig Preisdruck und Marktanteilsverschiebungen mit sich bringen.

Der Marktforscher zeichnet jedoch ein stufenweises Bild: Zuerst die spezialisierten kommerziellen Anwendungen in Luftfahrt und Schifffahrt, erst danach der Massenmarkt der großen Funkanbieter. Diese Reihenfolge deutet darauf hin, dass Starlink zunächst in Nischen wächst, in denen Satellitentechnologie einen strukturellen Vorteil besitzt, bevor ein direkter Angriff auf das klassische Mobilfunkgeschäft denkbar wäre.

Beobachten sollten Investoren die weitere Entwicklung der kommerziellen Starlink-Umsätze genau. Die Besen Group sieht hier bis 2031 deutliches Wachstumspotenzial — wächst dieses Geschäft wie erwartet, dürften die Aktienkurse von der zunehmenden Nachfrage nach mobiler Satellitenkommunikation profitieren. Ob sich Musk tatsächlich gegen AT&T, T-Mobile und Verizon durchsetzt, ist damit vor allem eine Frage des Zeithorizonts.

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