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AT&T gegen T-Mobile: Welche Dividendenaktie ist jetzt die bessere Kaufempfehlung?

Beide Telekomriesen locken mit stabilen Ausschüttungen, doch Wachstum und Bewertung unterscheiden sich deutlich.

• 3 Min
AT&T gegen T-Mobile: Welche Dividendenaktie ist jetzt die bessere Kaufempfehlung?

Telekomaktien gelten unter Anlegern seit jeher als solide Einkommensinvestitionen. Ihre Geschäftsmodelle sind vergleichsweise stabil, weil sie essentielle Dienstleistungen erbringen, und ihre finanzielle Leistung fällt von Periode zu Periode meist recht konsistent aus. Diese Verlässlichkeit macht sie zu attraktiven Kandidaten für Dividendenportfolios, da konstant starke Ergebnisse regelmäßige Ausschüttungen an die Aktionäre ermöglichen.

Zwei führende Telekomwerte, die derzeit besonders reizvoll erscheinen könnten, sind AT&T (Ticker: T) und T-Mobile US (Ticker: TMUS). Beide mussten im vergangenen Jahr Rückschläge hinnehmen, könnten aber als wertorientierte Investitionen mit hohem Dividendeneinkommen interessant sein. Die zentrale Frage lautet: Welche der beiden Dividendenaktien ist heute der bessere Kauf?

AT&T lockt mit höherer Rendite, T-Mobile mit steigender Ausschüttung

Ein wesentlicher Vorteil von AT&T-Aktien ist die aktuell hohe Dividendenrendite von 4,5 Prozent, die deutlich über dem Durchschnitt des S&P 500 von 1,1 Prozent liegt. Auch T-Mobile bietet eine überdurchschnittliche Rendite, liegt mit 2,8 Prozent jedoch niedriger als der Konkurrent. Anders als AT&T hat T-Mobile seine Dividende zuletzt allerdings angehoben. Setzt sich dieser Trend fort, könnte sich die Renditelücke mit der Zeit verkleinern.

Eine wachsende Dividende werten Anleger als ermutigendes Signal für den Geschäftsverlauf. Erst in der vergangenen Woche kündigte T-Mobile an, seine Ausschüttung um 15 Prozent zu erhöhen – eine bemerkenswert kräftige Steigerung, da Dividendenaktien häufig nur bescheidene Anhebungen verkünden. AT&T hingegen hat seine Dividende seit 2020 nicht mehr erhöht.

Beide Unternehmen wachsen stetig

AT&T meldete zuletzt im Juli seine Zahlen: Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 2,3 Prozent auf insgesamt 31,6 Milliarden US-Dollar. Auch der Free Cash Flow fiel ermutigend aus und erreichte in diesem Zeitraum 4,7 Milliarden Dollar, nach 4,4 Milliarden Dollar im Vorjahr. Für Dividendeninvestoren sind das genau jene stabilen und soliden Kennzahlen, die die Verlässlichkeit des Geschäfts unterstreichen. AT&T schüttete über ein ganzes Jahr hinweg 8 Milliarden Dollar an Bardividenden aus. Da das Unternehmen quartalsweise mehr als 4 Milliarden Dollar generiert, scheint die Dividende solide abgesichert.

Auch T-Mobile legte im Juli seine Ergebnisse vor, wobei die Wachstumsrate mit 7,9 Prozent etwas höher ausfiel und der Umsatz im Berichtszeitraum 22,8 Milliarden Dollar betrug. Obwohl die Gewinne nahezu unverändert blieben, stieg der bereinigte Free Cash Flow um 4 Prozent auf 4,8 Milliarden Dollar. In den vergangenen vier Quartalen schüttete T-Mobile rund 4,3 Milliarden Dollar an Dividenden aus. Selbst mit der jüngsten kräftigen Erhöhung wirkt die Ausschüttung damit weiterhin äußerst sicher.

Welche Aktie ist der bessere Wertkauf?

Telekomaktien waren im vergangenen Jahr keine gefragten Kaufkandidaten: AT&T verlor 12 Prozent, T-Mobile brach um rund 30 Prozent ein. Sorgen über steigende Zinsen und die Furcht, dass Space Exploration Technologies Corp. – besser bekannt als SpaceX – den Sektor durcheinanderbringen könnte, belasteten die Kurse. T-Mobile erzielt mehr Wachstum und weist daher ein etwas höheres Gewinnmultiplikator auf, bleibt aber weiterhin günstig. Aktuell handelt die Aktie mit einem Forward-KGV von knapp unter 12, basierend auf Analystenschätzungen. AT&T kommt auf ein leicht niedrigeres Forward-KGV von 10. Damit ist AT&T etwas günstiger, wächst jedoch auch in bescheidenerem Tempo.

Warum die Wahl auf T-Mobile fallen könnte

Sowohl AT&T als auch T-Mobile können heute solide Einkommensinvestitionen sein. Dennoch spricht einiges für T-Mobile: Das Unternehmen wächst in einem besseren Tempo, und die höhere Bewertung erscheint in diesem Fall gut gerechtfertigt. Zwar liegt die Rendite von T-Mobile niedriger als die von AT&T, doch dürfte sich diese Lücke verkleinern, wenn T-Mobile seine Dividende weiter erhöht – was angesichts des starken Free Cash Flow möglich erscheint. Der Kursrückgang fiel im vergangenen Jahr zwar deutlicher aus, doch die Aktie war zuvor auch mit einem weit höheren Premium bewertet. Von diesem Niveau aus betrachtet scheint T-Mobile gut positioniert, um AT&T zu übertreffen.

Für deutsche Anleger bleibt zu beachten, dass beide Titel in US-Dollar notieren und Dividenden der US-Quellensteuer unterliegen. Wer auf stabile Ausschüttungen setzt, findet bei AT&T die höhere laufende Rendite, während T-Mobile mit Wachstumsdynamik und steigender Dividende punktet.

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