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Mexiko: Inflation beschleunigt sich im September auf 3,45 Prozent

Verbraucherpreise in Lateinamerikas zweitgrößter Volkswirtschaft steigen stärker als im Vormonat, bleiben aber im Zielkorridor der Notenbank.

• 2 Min
Mexiko: Inflation beschleunigt sich im September auf 3,45 Prozent

Die Verbraucherpreise in Mexiko sind im September um 3,45 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Das teilte die nationale Statistikbehörde des Landes am Donnerstag mit. Damit beschleunigte sich die Teuerung im Vergleich zum August, als der jährliche Anstieg noch bei 3,26 Prozent gelegen hatte. Der September-Wert lag zugleich leicht unter der von Ökonomen in einer Umfrage prognostizierten Steigerung von 3,47 Prozent.

Im Monatsvergleich kletterten die Verbraucherpreise in Lateinamerikas zweitgrößter Volkswirtschaft laut nicht saisonbereinigten Daten um 0,42 Prozent. Dies entsprach exakt den Erwartungen der befragten Ökonomen. Gegenüber dem Vormonat markiert dies eine deutliche Beschleunigung, denn im August hatte der monatliche Anstieg lediglich 0,20 Prozent betragen.

Kerninflation bleibt moderat

Ein genauerer Blick auf die zugrunde liegenden Preistrends zeigt ein differenziertes Bild. Der Kerninflationsindex, der bestimmte volatile Nahrungsmittel- und Energiepreise ausklammert, kletterte im September um 0,20 Prozent im Monatsvergleich. Auf Jahressicht legte die Kernrate um 3,75 Prozent zu. Diese Kennzahl gilt unter Ökonomen und Notenbankern als aussagekräftiger Indikator für den zugrunde liegenden Inflationsdruck, da sie kurzfristige Ausschläge bei schwankungsanfälligen Gütern herausfiltert.

Sowohl die Gesamtinflationsrate als auch die Kerninflationsrate lagen damit weiterhin innerhalb des von der mexikanischen Zentralbank festgelegten Zielkorridors. Die Notenbank Banco de México verfolgt ein Inflationsziel von 3 Prozent mit einer Toleranzspanne von plus oder minus einem Prozentpunkt. Das bedeutet, dass die Teuerung zwischen 2 und 4 Prozent als mit dem Ziel vereinbar gilt. Mit 3,45 Prozent bei der Gesamtrate und 3,75 Prozent bei der Kernrate bewegen sich beide Werte aktuell innerhalb dieses Rahmens.

Bedeutung für die Geldpolitik

Für die mexikanische Notenbank sind die aktuellen Zahlen ein wichtiges Signal. Die Tatsache, dass die Inflation im Zielkorridor verharrt und die Kernrate moderat bleibt, könnte den Spielraum für geldpolitische Entscheidungen beeinflussen. Die Banco de México hatte in der Vergangenheit ihren Leitzins an die Entwicklung der Teuerung gekoppelt und dabei sowohl Preisstabilität als auch die wirtschaftliche Dynamik im Blick behalten.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung in Mexiko vor allem im Kontext der Schwellenländer-Anlagen von Interesse. Mexiko zählt zu den größten Volkswirtschaften Lateinamerikas und ist ein bedeutender Handelspartner sowie ein wichtiger Standort für internationale Investitionen. Eine stabile Preisentwicklung innerhalb des Zielkorridors kann das Vertrauen in die Währung und in lokale Anleihen stützen.

Die jüngsten Daten zeigen, dass sich die Teuerung in Mexiko zwar beschleunigt hat, aber nicht aus dem Ruder läuft. Der monatliche Anstieg von 0,42 Prozent fiel wie erwartet aus, und die Kernrate blieb mit 0,20 Prozent im Monatsvergleich moderat. Beobachter dürften nun gespannt auf die nächsten Inflationsdaten und die geldpolitischen Signale der Zentralbank blicken, um die weitere Richtung der mexikanischen Geldpolitik einzuschätzen.

Dieser Artikel wurde mit Unterstützung der KI erstellt und von einem Redakteur überprüft.

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