Mexiko erreicht Fiskalziel: Defizit sinkt auf 4,3 Prozent
Finanzministerium meldet Verbesserung der Haushaltslage trotz hoher Staatsverschuldung von 52,6 Prozent des BIP

Mexiko hat das Geschäftsjahr 2025 mit einem Haushaltsdefizit von 4,3 Prozent des Bruttoinlandsprodukts abgeschlossen und damit die Prognose des Finanzministeriums exakt erfüllt. Die am Freitag veröffentlichten Zahlen zeigen eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Vorjahr, als das Defizit noch bei 5,0 Prozent lag.
Das Finanzministerium in Mexiko-Stadt teilte mit, dass die Gesamtverschuldung des Landes zum Ende des vierten Quartals 2025 bei 52,6 Prozent des BIP stand. Diese Kennzahl gibt Aufschluss über die langfristige finanzielle Stabilität der zweitgrößten Volkswirtschaft Lateinamerikas.
Besonders bemerkenswert ist die Entwicklung beim staatlichen Ölkonzern Pemex. Die Budgetschulden des Unternehmens sanken im Jahr 2025 auf 10,2 Milliarden US-Dollar. Diese Reduzierung dürfte die mexikanische Regierung entlasten, da Pemex in der Vergangenheit als erheblicher Risikofaktor für die Staatsfinanzen galt.
Verbesserung der Haushaltslage
Das Haushaltsdefizit, das sich vom Fiskaldefizit unterscheidet, lag 2025 bei 3,9 Prozent des BIP. Dies stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber den 5,0 Prozent im Jahr 2024 dar. Die Differenz zwischen Haushalts- und Fiskaldefizit ergibt sich aus unterschiedlichen Berechnungsmethoden und einbezogenen Posten.
Für internationale Investoren und Ratingagenturen sind diese Zahlen von großer Bedeutung. Sie bewerten die Kreditwürdigkeit Mexikos und beeinflussen damit die Refinanzierungskosten des Landes an den internationalen Kapitalmärkten. Eine Verbesserung der Haushaltslage könnte sich positiv auf das Rating auswirken.
Die mexikanische Regierung hatte sich zum Ziel gesetzt, die Staatsfinanzen zu konsolidieren und das Vertrauen der Märkte zu stärken. Die Einhaltung der selbst gesetzten Defizitziele ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung und signalisiert fiskalische Disziplin.
