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Fed-Personalrochade: Warsh soll Miran-Posten übernehmen – Powell-Nachfolge rückt näher

Stephen Miran erwartet, dass sein Gouverneursposten an den designierten Fed-Chef Kevin Warsh geht.

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Fed-Personalrochade: Warsh soll Miran-Posten übernehmen – Powell-Nachfolge rückt näher

Der scheidende Fed-Gouverneur Stephen Miran geht davon aus, dass Kevin Warsh seinen Posten bei der US-Notenbank übernehmen wird. In einem Interview mit CNBC erklärte Miran am Freitag, seine am 31. Januar auslaufende Amtszeit sei die einzige freie Position, die Warsh auf dem Weg zum Fed-Vorsitz besetzen könne.

Warsh ist als Nachfolger des amtierenden Fed-Chefs Jerome Powell vorgesehen, dessen Amtszeit als Vorsitzender im Mai endet. Powells Mandat als Gouverneur läuft allerdings erst 2028 aus, was die Möglichkeit offenlässt, dass er als Gegengewicht zum Druck von Präsident Donald Trump auf die Notenbank im Amt bleibt. Warsh selbst war bereits früher Fed-Gouverneur und kennt die Institution von innen.

Miran zeigte sich optimistisch, dass Warsh trotz seiner scharfen Kritik an der Fed während seiner Kampagne für den Vorsitz von den Mitarbeitern der Notenbank respektvoll aufgenommen werde. "Er hat eine lange Geschichte darin, Menschen von seinen Argumenten zu überzeugen", sagte Miran. "Ich denke, die Leute werden ihn als sehr überzeugend empfinden, denn letztendlich halte ich viele seiner Ansichten für wirklich richtig."

Abweichende Meinung zur Zinspolitik

Bei der jüngsten geldpolitischen Sitzung des Federal Open Market Committee (FOMC) stimmte Miran als einziger Gouverneur für eine Zinssenkung und legte damit ein Sondervotum ein. Er begründete seine abweichende Position erneut mit der Einschätzung, dass die Inflation nicht das Problem sei, als das sie in den veröffentlichten Gesamtzahlen erscheine. "Es gibt kein Inflationsproblem", betonte der scheidende Währungshüter.

Aufgrund der voraussichtlichen Dauer des Bestätigungsverfahrens für Warsh rechnet Miran damit, bei der nächsten FOMC-Sitzung noch im Amt zu sein. Die Personalie ist Teil der umfassenderen Bemühungen der Trump-Administration, Einfluss auf die Geldpolitik der Federal Reserve zu nehmen – ein Schritt, der in Finanzkreisen kontrovers diskutiert wird.

Die Fed-Führung steht vor wichtigen Entscheidungen zur Zinspolitik, während die Debatte über das tatsächliche Ausmaß der Inflation und die richtige geldpolitische Reaktion darauf anhält.

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