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Märkte verschieben Erwartungen für nächste BoE-Zinserhöhung auf 2027

Märkte verschieben Erwartungen für nächste BoE-Zinserhöhung deutlich nach hinten auf Februar 2027

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Märkte verschieben Erwartungen für nächste BoE-Zinserhöhung auf 2027

**Märkte verschieben Erwartungen für nächste BoE-Zinserhöhung auf 2027

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London – Die Finanzmärkte haben ihre Erwartungen an die nächste Zinserhöhung der Bank of England (BoE) deutlich nach hinten verschoben. Wie die Marktpreise am Donnerstag zeigten, preisen Händler eine Erhöhung um einen Viertelpunkt erst bis zur Sitzung im Februar 2027 vollständig ein. Dies markiert einen fundamentalen Stimmungswandel gegenüber den vergangenen Wochen.

Daten der LSEG belegen die Trendwende eindrucksvoll: Bis zur Zinsentscheidung der BoE am 17. Dezember 2024 waren lediglich 3 Basispunkte an Zinserhöhungen eingepreist. Zum Vergleich: Den Großteil des Augusts hatten noch mehr als 25 Basispunkte in den Kursen gesteckt. Sogar bis zur Ankündigung am 4. Februar waren zuvor 36 Basispunkte erwartet worden. Der Markt hat seine Haltung damit fundamental geändert.

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Renditen britischer Staatsanleihen geben nach

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Die Rendite britischer zehnjähriger Staatsanleihen lag am Donnerstag um 2 Basispunkte im Tagesverlauf bei 5,01 Prozent. Damit notiert sie nicht weit entfernt vom Zwei-Wochen-Tief von 4,979 Prozent, das am Mittwoch erreicht worden war, bevor die Renditen später wieder anzogen. Die nachlassenden Zinserwartungen stützen die Kurse der Staatsanleihen.

Für die bevorstehende BoE-Sitzung am 17. September ist eine Straffung von weniger als 4 Basispunkten eingepreist. Dies entspricht lediglich einer Wahrscheinlichkeit von 15 Prozent für eine Zinserhöhung. Zum Vergleich: Für die Entscheidung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 10. September sind 24 Basispunkte Straffung eingepreist – ein deutlicher Unterschied, der die unterschiedliche geldpolitische Dynamik in Großbritannien und der Eurozone widerspiegelt.

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Inflation steigt, Arbeitsmarkt bleibt gedämpft

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Die britische Inflation ist im Juli aufgrund höherer Energiekosten für Haushalte auf 2,9 Prozent gestiegen. Dies zeigt, dass der Preisdruck weiterhin vorhanden ist, wenn auch nicht in dem Maße, wie es die Märkte noch vor wenigen Wochen erwartet hatten. Gleichzeitig bleibt der Arbeitsmarkt – die Hauptquelle für die langfristigen Inflationsbefürchtungen der Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses (Monetary Policy Committee) – weiterhin gedämpft.

Die meisten Ökonomen, die von Reuters befragt wurden, haben seit Langem erwartet, dass die BoE die Zinssätze in diesem Jahr unverändert bei 3,75 Prozent belässt. Damit lagen sie im Gegensatz zu den Finanzmärkten, die allgemein eine Erhöhung erwarteten. BoE-Gouverneur Andrew Bailey führte diese Diskrepanz darauf zurück, dass die Märkte das Risiko einer Intensivierung des Krieges zwischen den USA und dem Iran einkalkulierten. Die Verschiebung der Zinserwartungen deutet nun darauf hin, dass diese geopolitische Risikoprämie nachlässt.

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Fokus auf Jackson Hole**

Die Investoren konzentrieren sich zudem intensiv auf die Botschaft, die Federal-Reserve-Vorsitzender Kevin Warsh am Freitag bei der jährlichen Zusammenkunft der Zentralbanker in Jackson Hole, Wyoming, übermitteln wird. Die Rede des US-Notenbankchefs wird genau daraufhin analysiert werden, ob sie Hinweise auf den weiteren geldpolitischen Kurs in den USA gibt – was wiederum Auswirkungen auf die globalen Finanzmärkte und die Erwartungen an andere Zentralbanken wie die BoE haben könnte.

Für Anleger bedeutet die Verschiebung der Zinserwartungen, dass sich das Umfeld für britische Staatsanleihen kurzfristig entspannen könnte. Sollten die Märkte recht behalten und die BoE tatsächlich bis 2027 die Zinsen nicht anheben, wäre dies ein deutliches Signal, dass die Inflationsbekämpfung in Großbritannien weniger dringend ist als noch vor Wochen befürchtet. Die Entwicklung wird von Marktteilnehmern genau beobachtet werden.

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