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Lundin Gold meldet Rekord-Bohrergebnisse bei Fruta del Norte in Ecuador

Neue Bohrungen bei Bonza Sur und Quebrada Dorada deuten auf eine deutlich längere Lebensdauer der ecuadorianischen Goldmine hin.

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Lundin Gold meldet Rekord-Bohrergebnisse bei Fruta del Norte in Ecuador

Lundin Gold (TSX: LUG) hat neue Bohrergebnisse von seinem Goldprojekt Fruta del Norte in Ecuador vorgelegt. Die Daten deuten auf erhebliches Potenzial hin, die Betriebsdauer einer der hochgradigsten Goldminen der Welt zu verlängern. Analysten reagieren positiv auf die Resultate und sehen darin einen wichtigen Schritt für das Wachstum direkt am Minenstandort und für die Entwicklung des gesamten Distrikts.

Im Mittelpunkt der jüngsten Explorationskampagne stehen zwei Zielgebiete: der bereits bekannte Bereich Bonza Sur und das neu identifizierte System Quebrada Dorada. Beide liegen im Umfeld des laufenden Betriebs und sollen die Ressourcenbasis des Unternehmens vergrößern. Fruta del Norte befindet sich seit 2020 in kommerzieller Produktion und verfügt derzeit über eine Lebensdauer von zwölf Jahren.

Der auffälligste Einzelbefund stammt aus dem Zielgebiet Bonza Sur. Die Bohrung BLP-2026-553 lieferte das höchste jemals auf dieser Lagerstätte gemessene Intervall: drei Meter mit 204,26 Gramm Gold pro Tonne ab 140 Metern Tiefe. Darin enthalten ist ein herausragendes Teilintervall von 60 Zentimetern mit 1.035,60 Gramm Gold pro Tonne.

Die Details

Bonza Sur wird geologisch als großes, oberflächennahes epithermales System beschrieben, das von disseminiertem Gold dominiert wird und bis an die Oberfläche reicht. Lundin Gold arbeitet dort derzeit mit drei Bohrgeräten, um den Bohrlochabstand zu verdichten. Das ist Voraussetzung dafür, die Geometrie der Lagerstätte genauer zu definieren und Ressourcen von der inferierten in die indizierte Kategorie zu überführen.

Die Kontinuität der hochgradigen Mineralisierung bestätigen weitere Bohrungen. Das Loch BLP-2026-483-D2 durchteufte ab 715 Metern Tiefe 5,5 Meter mit 13,75 Gramm Gold pro Tonne und 50,8 Gramm Silber pro Tonne; darin enthalten ist ein höhergradiges Teilintervall von 3,2 Metern mit 23,21 Gramm Gold und 76,93 Gramm Silber pro Tonne. Eine weitere Bohrung, BLP-2026-475-D2, kam ab 515 Metern Tiefe auf 5,5 Meter mit 4,59 Gramm Gold pro Tonne.

Rund zwei Kilometer südlich von Bonza Sur liegt die neue Entdeckung Quebrada Dorada, die zuletzt im Fokus der Aktivitäten stand. Dort durchteufte die Bohrung CHT-2026-495 ab 195 Metern Tiefe 13 Meter mit 6,53 Gramm Gold pro Tonne. Die Exploration hat an diesem Standort eine Mineralisierung über eine Nord-Süd-Streichlänge von 2,7 Kilometern nachgewiesen; das System bleibt nach Süden hin offen.

Die Geologie des Standorts ist komplex: Es treten mehrere Generationen von Quarz-Chalcedon-Gängen, hydrothermale Brekzien, Stockworks und gediegenes Gold auf. Zwei Bohrgeräte sind hier im Einsatz, um die Ausdehnung der Entdeckung weiter abzugrenzen. Insgesamt hat Lundin Gold den bekannten mineralisierten Trend der Liegenschaft Fruta del Norte damit auf über acht Kilometer ausgedehnt.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 26.09.2026 berichtete aktien.news über neue Bohrergebnisse von Fruta del Norte und bezeichnete die Bohrung BLP-2026-553 als Höhepunkt der am späten Donnerstag veröffentlichten Daten. Damals stand ebenfalls das Intervall von drei Metern mit 204,26 Gramm Gold pro Tonne ab 140 Metern Tiefe im Zentrum – das höchste je auf der Lagerstätte aufgezeichnete Ergebnis, einschließlich des Teilintervalls von 60 Zentimetern mit 1.035,60 Gramm Gold pro Tonne. Das Unternehmen mit Sitz in Vancouver betreibt Fruta del Norte in Ecuador.

Bereits am 08.08.2026 berichtete aktien.news zudem über die Finanz- und Betriebsergebnisse für das zweite Quartal zum 30. Juni 2026, die Lundin Gold am 6. August 2026 veröffentlichte. Damals erzielte das Unternehmen einen bereinigten Gewinn von 202 Millionen US-Dollar. Die Goldproduktion belief sich im Quartal auf 118.994 Unzen, die Goldverkäufe lagen bei 110.385 Unzen zu einem durchschnittlich erzielten Goldpreis von 4.359 US-Dollar pro Unze, was zu einem Gesamtumsatz von 478 Millionen US-Dollar führte.

Was das für Anleger bedeutet

Die Bewertung der Explorationserfolge hängt entscheidend davon ab, ob und in welchem Umfang sich die nachgewiesenen Zonen tatsächlich in Reserven überführen lassen. Bryce Adams von Desjardins Securities hob hervor, dass die Ergebnisse sowohl Wachstumsmöglichkeiten in Minennähe als auch das anhaltende Potenzial der Liegenschaft auf Distriktebene unterstreichen. Ovais Habib von Scotia Capital betonte, dass die hochgradigen Intervalle bei Bonza Sur deshalb besonders bedeutsam sind, weil sie einen künftigen Untertage-Zugang zum nördlichen Teil der Lagerstätte ermöglichen und diese neuen Zonen in die bestehende Untertage-Erschließung bei Fruta del Norte South integrieren könnten.

Die unmittelbare Marktreaktion fiel dennoch verhalten aus. Die Aktie von Lundin Gold gab im Handel in Toronto nach der Ankündigung um 1 Prozent nach und schloss bei C$90,17. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund C$21,8 Milliarden beziehungsweise etwa US$15,4 Milliarden. Im vergangenen Jahr bewegte sich der Kurs zwischen C$71,51 und C$130,98.

Für die operative Substanz sprechen die Produktions- und Reservenzahlen. In der ersten Jahreshälfte 2026 produzierte Fruta del Norte 238.736 Unzen Gold. Per Februar 2026 meldete das Unternehmen Rekordreserven von 5,85 Millionen Unzen in den Kategorien proven und probable bei einem Gehalt von 7,09 Gramm Gold pro Tonne. Anleger sollten zugleich berücksichtigen, dass sich das Unternehmen – wie im Bergbau in Ecuador üblich – regulatorischen und operativen Prüfungen ausgesetzt sieht. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich aus den vorgelegten Bohrdaten nicht ableiten.

Ausblick

Das strategische Hauptziel von Lundin Gold bleibt, die Lebensdauer der Mine zu erhalten oder zu verlängern. Dazu will das Unternehmen inferierte Ressourcen in Reserven umwandeln und neue hochgradige Lagerstätten identifizieren. Das laufende Explorationsprogramm ist darauf ausgelegt, eine Pipeline für das Ressourcenwachstum aufzubauen und Fruta del Norte als Eckpfeiler-Asset des Unternehmens zu sichern.

Bei Bonza Sur sind drei, bei Quebrada Dorada zwei Bohrgeräte im Einsatz. In beiden Fällen geht es zunächst darum, den Bohrlochabstand zu verdichten und die Ausdehnung der Zonen abzugrenzen. Da das System bei Quebrada Dorada nach Süden hin offen ist, dürften weitere Ergebnisse aus diesem Bereich maßgeblich bestimmen, wie sich die Perspektive des gesamten Distrikts entwickelt.

Kurz erklärt

  • Epithermales System: Eine geologische Bildungszone in der Nähe der Erdoberfläche, in der heiße, mineralhaltige Lösungen Gold und Silber ablagern.
  • Disseminiert: Bezeichnet eine fein im Gestein verteilte Vererzung, bei der das Metall nicht in einzelnen großen Gängen konzentriert vorliegt.
  • Inferierte Ressource: Eine Ressourcenkategorie mit geringerer geologischer Sicherheit, die noch nicht mit ausreichender Datendichte belegt ist, um als Reserve zu gelten.
  • Durchteufung: Die Länge, über die eine Bohrung mineralisiertes Gestein durchquert, ohne dass damit bereits die wahre Mächtigkeit des Gangkörpers feststeht.
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