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Lufthansa vor Einigung bei ITA-Übernahme

Ein Streit um Millionen verzögert die geplante Transaktion – Lösung in Sicht

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Lufthansa vor Einigung bei ITA-Übernahme

Der Einstieg der Lufthansa bei der italienischen Fluggesellschaft ITA gestaltet sich weiterhin als komplex und langwierig. Seit mehr als zwei Jahren laufen die Verhandlungen über die teilweise Übernahme, die schrittweise in einen Komplettkauf münden soll. Eine Einigung scheint nun endlich in Reichweite, obwohl ein Streitpunkt über zehn Millionen Euro beinahe das gesamte Geschäft gefährdet hätte. Dieser Disput schien jedoch am Montagnachmittag, laut Informationen aus Branchenkreisen, kurz vor einer Lösung zu stehen, wenngleich Lufthansa dazu keine Stellungnahme abgab.

Berichten zufolge soll die Transaktion zeitnah der EU-Kommission zur Prüfung vorgelegt werden. In den eingereichten Unterlagen müssen beide Parteien nachweisen, dass die von den Wettbewerbshütern der EU verhängten Auflagen, die sogenannten Remedies, vollständig erfüllt sind. Die Frist zur Einreichung dieser Nachweise lief bereits in der Nacht zum vergangenen Dienstag aus. Branchenkreise äußerten jedoch die Einschätzung, dass die EU-Kommission bei einer geringfügigen Verzögerung entgegenkommen werde.

Der entscheidende Streitpunkt liegt im Kaufpreis der geplanten zweiten Tranche. Lufthansa plant zunächst, 41 Prozent der Anteile an ITA für 325 Millionen Euro zu erwerben. Ein späterer Kauf weiterer 49 Prozent ist ebenfalls vorgesehen, wobei der genaue Preis an die wirtschaftliche Entwicklung der Fluggesellschaft gekoppelt ist. Die Bewertung der zweiten Tranche, in deren Rahmen Spielraum von etwa zehn Millionen Euro eingeräumt wird, sorgte für Spannungen. Mitarbeiter des italienischen Finanzministeriums äußerten kurz vor dem geplanten Abschluss Bedenken, dass Lufthansa den Kaufpreis drücken wolle. Lufthansa verteidigte jedoch ihren Standpunkt, sich an die im Vorfeld getroffene Vereinbarung zu halten.

Wie genau die Lösung aussieht, auf die sich die beiden Parteien am Montagnachmittag offenbar geeinigt haben, ist derzeit nicht bekannt. Branchenexperten vermuten jedoch, dass künftige Investitionen in ITA ein wichtiger Hebel sein könnten, um den Konflikt beizulegen. Beide Seiten haben ein starkes Interesse daran, den Deal nicht platzen zu lassen.

ITA ist die Nachfolgerin der insolventen Alitalia und wurde mit Anschubfinanzierung der EU gegründet. Die Genehmigung dieser Finanzhilfe war an die Bedingung geknüpft, die Fluggesellschaft zeitnah zu privatisieren, was sich jedoch als schwierig erwies. Bereits in der Vergangenheit sprangen Interessenten ab, und Regierungswechsel in Italien führten dazu, dass Abkommen revidiert wurden.

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