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Ende des Boeing-Streiks: Lohnerhöhung beschlossen

Nach wochenlangem Arbeitskampf Rückkehr zur Produktion unter neuen Konditionen

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Ende des Boeing-Streiks: Lohnerhöhung beschlossen

Nach einem mehr als sieben Wochen andauernden Streik haben die Beschäftigten des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing das dritte Gehaltsangebot des Unternehmens angenommen. Der Tarifvertrag sieht eine Lohnerhöhung von 38 Prozent über eine Laufzeit von vier Jahren vor. Damit endet der Arbeitskampf, der zehntausende Boeing-Mitarbeiter im Pazifischen Nordwesten, insbesondere in der Region Seattle, zur Arbeitniederlegung veranlasst hatte. Der Vorsitzende der zuständigen Gewerkschaftssektion, Jon Holden, äußerte bei einer Pressekonferenz seine Erleichterung über das Ergebnis und betonte, dass die Belegschaft nun wieder bereit sei, zur Produktion zurückzukehren und den Konzern wieder wirtschaftlich auf Kurs zu bringen.

Die Abstimmung der Mitglieder der Gewerkschaft IAM endete mit einer Zustimmung von 59 Prozent für das vorgelegte Tarifangebot. Rund 33.000 Beschäftigte sollen damit am 12. November wieder ihre Arbeit aufnehmen. Vorangegangene Angebote, darunter eine Gehaltssteigerung von 35 Prozent, hatten die Arbeitnehmer abgelehnt, da die Gewerkschaft ursprünglich eine Erhöhung um 40 Prozent gefordert hatte, um Verluste der letzten Jahre auszugleichen. Im neuen Vertrag konnte die Gewerkschaft zudem eine Einmalzahlung von 12.000 Dollar sowie den Erhalt von ursprünglich zur Streichung vorgesehenen Bonuszahlungen sichern.

Der seit dem 13. September andauernde Streik verursachte erhebliche finanzielle Belastungen für Boeing. So kam die Produktion der stark nachgefragten Flugzeugmodelle, darunter die 737 MAX sowie die Langstreckenmodelle 767 und 777, nahezu vollständig zum Erliegen. Die Streikkosten für den angeschlagenen Konzern belaufen sich Schätzungen zufolge auf über zehn Milliarden Dollar. Zusätzlich dazu verzeichnete Boeing im dritten Quartal des Jahres bereits einen Verlust von 6,17 Milliarden Dollar.

Finanzielle Engpässe und Probleme in der Qualitätssicherung belasten Boeing seit Längerem. Neben dem angekündigten Stellenabbau von etwa 17.000 Arbeitsplätzen in Folge der Krise steht auch das Sicherheitsmanagement des Konzerns zunehmend in der Kritik. Vorfälle wie das Abbrechen eines Rumpfteils bei einem Flugzeug des Typs 737-9 Max im Januar hatten Fragen zu den Montageprozessen und der Dokumentation aufgeworfen. Boeing konnte dabei den Behörden auf Nachfrage keine entsprechenden Unterlagen vorlegen, was den Druck auf das Unternehmen weiter erhöhte.

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