Lahontan Gold: Santa Fe PEA zeigt NPV5 von 820 Millionen US-Dollar
Aktualisierte Vorstudie zur Santa Fe Mine in Nevada weist elf Jahre Minenlebensdauer und deutlich höhere Projektwirtschaftlichkeit aus.

Lahontan Gold Corp. (TSXV: LG, OTC: LGCXF, OTCQB: LGCXF) hat die Ergebnisse einer positiven vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung („PEA“) für sein Flaggschiffprojekt vorgelegt: die Gold-Silber-Mine Santa Fe im ertragreichen Walker Lane in Nevada. Die Studie wurde von Kappes, Cassiday & Associates („KCA“) aus Reno, Nevada, erstellt; Beiträge zur Bergbauplanung, zur Schätzung der Mineralressourcen und zur Produktionsplanung kamen von RESPEC Company LLC („RESPEC“), ebenfalls mit Sitz in Reno. Die Arbeiten erfolgten nach dem kanadischen Standard National Instrument 43-101 („NI 43-101“).
Im Basisfall der PEA ergibt sich ein Nettobarwert nach Steuern bei einem Diskontsatz von 5 Prozent („NPV5“) von 820,0 Millionen US-Dollar sowie eine interne Rendite („IRR“) von 40,1 Prozent. Grundlage sind die Basisfall-Metallpreise der Studie von 3.600 US-Dollar je Unze Gold und 49 US-Dollar je Unze Silber. Der geschätzte Nettocashflow über die gesamte Lebensdauer des Projekts („LOM“) liegt bei 1,68 Milliarden US-Dollar vor Steuern und 1,32 Milliarden US-Dollar nach Steuern – über eine aktive Minenlebensdauer von elf Jahren, gefolgt von einem Jahr Restlaugung.
Die projizierten LOM-Umsatzerlöse beziffert die PEA auf 3,68 Milliarden US-Dollar, ebenfalls über elf Jahre aktiven Betrieb plus ein Jahr Restlaugung und auf Basis der Basisfall-Metallpreise. Die durchschnittliche Jahresproduktion wird mit rund 91.900 Goldäquivalent-Unzen („Au Eq“) angegeben, bestehend aus etwa 88.300 Unzen Gold und 254.000 Unzen Silber. In den Jahren 4 bis 11 der Minenlebensdauer soll die durchschnittliche Jahresproduktion auf rund 112.500 Au Eq-Unzen steigen.
Die Details
Bei den Kosten nennt die PEA geschätzte Gold-Cash-Kosten von 1.909 US-Dollar je Unze und All-In-Sustaining-Costs („AISC“) von 2.250 US-Dollar je Unze. Die initialen Kapitalanforderungen vor Produktionsbeginn veranschlagt die Studie auf 172,0 Millionen US-Dollar, einschließlich eines Rücklagenbetrags von 22,2 Millionen US-Dollar. Die projizierte Amortisationsdauer liegt bei 3,7 Jahren, basierend auf den Basisfall-Metallpreisen.
Die PEA enthält auch ein Spot-Preisszenario mit 4.166 US-Dollar je Unze Gold und 59 US-Dollar je Unze Silber. In diesem Szenario steigt der NPV5 nach Steuern auf 1,13 Milliarden US-Dollar und die IRR auf 50,4 Prozent. Neben dem Basisfall und dem Spot-Szenario zeigt Tabelle 1 der Studie zusätzlich ein Niedrig- und ein Hochszenario für die Metallpreise.
Der Minenproduktionsplan umfasst den Abbau von Laugmaterial und Abraum aus den Lagerstätten Santa Fe, Calvada, Slab und York. Das Laugmaterial soll zu einer zentralen Laugfläche geleitet werden, das Abraummaterial zu geplanten Abraumablagerungen (WRSF) oder teilweise als Stützsand in die Calvada-Grube. Das mineralisierte Material wird im Standard-Tagebau gewonnen, mit einer vom Auftragnehmer betriebenen Flotte aus 92-Tonnen-Kippfahrzeugen und 11,5-Kubikmeter-Ladegeräten.
Die Aufbereitung erfolgt nach herkömmlichen Heap-Leaching-Verfahren. Die nominelle Aufbereitungsrate beträgt 4,6 Millionen Tonnen pro Jahr beziehungsweise 12.500 Tonnen pro Tag in den ersten drei Betriebsjahren und steigt anschließend auf 6,2 Millionen Tonnen pro Jahr beziehungsweise 17.000 Tonnen pro Tag. Nach einer dreistufigen Zerkleinerung auf 12,7 Millimeter folgt das Förderband-Stacking auf eine Mehrschicht-Heap-Leach-Fläche. Eine verdünnte Natriumcyanidlösung wird auf den Haufen aufgebracht, die gold- und silberhaltige Lösung anschließend in einer Kohlenstoffadsorptions-Desorptions-Rückgewinnungsanlage (ADR) weiterverarbeitet. Gold und Silber fallen als Doreebarren aus dem vor Ort stattfindenden Schmelzprozess an. Sulfidhaltiges Material aus der Santa Fe-Grube wird vor Rekultivierung, Stapelung und Cyanidlaugung auf einer Leach-Fläche vom Typ „on-off“ voroxidiert.
Die Schätzung der Mineralressourcen („MRE“) wurde gemäß den CIM Definition Standards und NI 43-101 erstellt, mit Stichtag 1. Oktober 2026. Die im Basisfall gemeldeten Mineralressourcen haben einen Stichtag vom 13. August 2026 und basieren auf einem Goldpreis von 3.200 US-Dollar je Unze und einem Silberpreis von 40,00 US-Dollar je Unze. Die Grenzkonzentration liegt bei 0,10 g/t Au Eq für Oxid- und Übergangsressourcen, die gemeinsam berichtet werden, und bei 0,30 g/t Au Eq für Sulfidressourcen. Oxid- und Übergangsmaterial stellen jeweils etwa 11 Prozent und 25 Prozent der Tonnen in der Santa Fe-Lagerstätten-MRE; im Wesentlichen alle MRE-Tonnen in den Lagerstätten Slab, Calvada Central, Calvada East und York sind Oxidmaterial.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 21.09.2026 berichtete aktien.news, dass Lahontan Gold die Mobilisierung eines kettengetriebenen Reverse-Circulation-Bohrgeräts für sein West-Santa-Fe-Projekt im Walker-Lane-Distrikt in Nevada bekannt gegeben hatte. Das Bohrgerät vom Typ Foremost MPD-1500 sollte rund 3.500 Meter Bohrungen in 20 Bohrlöchern niederbringen, mit Fokus auf die Definition von Gold- und Silberressourcen. Zuvor hatte die erste Bohrkampagne im Dezember 2025 vielversprechende Ergebnisse geliefert.
Ebenfalls im September 2026 meldete aktien.news am 17.09.2026, dass Lahontan Gold den Mitbewerber Emergent Metals Corporation übernimmt. Die Transaktion erfolgt über einen gerichtlich genehmigten Plan of Arrangement und verschafft Lahontan die vollständige Kontrolle über ein bedeutendes regionales Gold- und Silberpaket im Walker Lane District. Die Emergent-Aktionäre erhalten für jeweils 3,21 Emergent-Aktien eine Stammaktie von Lahontan, was einer impliziten Gegenleistung von 0,115 US-Dollar pro Emergent-Aktie entspricht. Gemessen am volumen- und zeitgewichteten Durchschnittskurs der letzten 30 Tage ergibt sich daraus eine Prämie von 47,8 Prozent. Ziel war die vollständige Kontrolle über das West-Santa-Fe-Projekt und der Erwerb des strategisch wichtigen New-York-Canyon-Projekts in Nevada; die verbindliche Einigungsvereinbarung war am 15. September 2026 bekannt gegeben worden.
Was das für Anleger bedeutet
Die aktualisierte PEA ist für Lahontan Gold ein zentraler Meilenstein. Kimberly Ann, Gründerin, Vorsitzende des Verwaltungsrats, CEO und Präsidentin des Unternehmens, erklärte: „Die Ergebnisse der aktualisierten PEA für die Santa Fe Mine belegen das erhebliche wirtschaftliche Potenzial dieses Projekts. Der post-tax-NPV5 von US$820 million im Basisfall stellt eine Steigerung um mehr als das Vierzehnfache im Vergleich zur PEA von 2024 (US$56.5 million) dar, bei einer projizierten IRR von 40.1% über eine aktive Minenlebensdauer von 11 Jahren und einer durchschnittlichen Jahresproduktion von nahezu 92,000 Goldäquivalent-Unzen.“
Ann ergänzte: „Die Produktion wird voraussichtlich in vier Jahren der Minenplanung 120,000 Goldäquivalent-Unzen überschreiten. Der geschätzte LOM-Nettocashflow von US$1.68 billion vor Steuern unterstreicht das Potenzial der Santa Fe Mine, erhebliche Cashflows zu generieren, was die Entwicklung des Projekts unterstützt und möglicherweise Kapital für die Verfolgung zusätzlicher Wachstumschancen bereitstellt.“
Für deutsche Privatanleger ist wichtig, die Einordnung der Studie zu beachten: Die PEA hat vorbereitenden Charakter, beinhaltet auch abgeleitete Mineralressourcen, die geologisch als zu spekulativ angesehen werden, um sie wirtschaftlich zu bewerten und als Mineralreserven zu klassifizieren. Es besteht keine Gewissheit, dass die Ergebnisse der PEA realisiert werden. Mineralressourcen, die keine Mineralreserven sind, haben keine nachgewiesene wirtschaftliche Lebensfähigkeit. Das Unternehmen hat am Santa Fe Mine Project keine Mineralreserven definiert. Hinzu kommt: Die Aktie wird unter anderem an der TSX Venture Exchange (TSXV: LG) und im US-Freiverkehr (OTC: LGCXF, OTCQB: LGCXF) gehandelt.
Ausblick
Der für die PEA entwickelte Minenplan und Produktionszeitplan dienen als Grundlage für den endgültigen Minenplan für den Betrieb („MPOO“), der beim U.S. Bureau of Land Management („BLM“) eingereicht wird. Umwelt-Baseline-Studien wurden nach Angaben des Unternehmens abgeschlossen. Lahontan erwartet, die für den Minenbau erforderlichen Bundes- und Landesgenehmigungen im Jahr 2027 zu erhalten.
Ann sieht darüber hinaus weiteres Potenzial: „Es bestehen weiterhin erhebliche Möglichkeiten, das Potenzial der Santa Fe Mine durch Exploration in angrenzenden bekannten Ressourcenbereichen und in größeren Tiefen sowie durch weitere Bewertung der historischen Heap-Leach-Pads zu erweitern. Die Santa Fe Mine ist der Grundstein der Strategie von Lahontan, ein auf Gold und Silber spezialisierter Produzent zu werden, der sich auf Nevada konzentriert, eine der weltweit führenden Bergbauregionen.“
Kurz erklärt
- PEA (Vorstudie zur Wirtschaftlichkeit): Eine frühe technische Studie, die die wirtschaftliche Machbarkeit eines Bergbauprojekts abschätzt, ohne bereits Reserven auszuweisen.
- NPV5: Der Nettobarwert eines Projekts, bei dem künftige Zahlungsströme mit einem Diskontsatz von 5 Prozent auf den heutigen Wert abgezinst werden.
- IRR (interne Rendite): Die Verzinsung, bei der der Nettobarwert eines Projekts genau null beträgt, und damit ein Maß für die Projektrentabilität.
- AISC (All-In-Sustaining-Costs): Die Gesamtkosten je produzierter Unze, die neben den direkten Betriebskosten auch Instandhaltungsinvestitionen und weitere laufende Aufwendungen einschließen.
- Heap-Leaching: Ein Verfahren, bei dem eine verdünnte Cyanidlösung über aufgeschüttetes Erz geleitet wird, um Gold und Silber herauszulösen.
