Lahontan Gold meldet 13.334 Meter Bohrungen in Nevada
Lahontan Gold treibt Santa Fe und West Santa Fe voran und erwartet Ergebnisse von über 100 Bohrlöchern.

Lahontan Gold Corp. (TSXV: LG, OTC: LGCXF, OTCQB: LGCXF) hat ein Unternehmensupdate zu seinen Bohrprogrammen am Flaggschiff-Projekt Santa Fe Mine sowie am nahegelegenen West Santa Fe Project vorgelegt. Beide Projekte liegen in der Walker Lane im US-Bundesstaat Nevada. Im laufenden Jahr hat das Unternehmen nach eigenen Angaben 11.565 Meter Bohrungen am Santa Fe und 1.769 Meter am West Santa Fe abgeschlossen. Daraus ergibt sich eine kombinierte Gesamtbohrleistung von 13.334 Metern.
Das Update fällt in eine Phase, in der Lahontan sein einst produzierendes Heap-Leach-Projekt wieder in Betrieb nehmen will. Der Fokus liegt dabei auf der Erweiterung bekannter Mineralisierungszonen, der Bewertung historischer Halden und der Erkundung des Satellitenprojekts West Santa Fe. Für Anleger besonders relevant: Ein Großteil der Analyseergebnisse steht noch aus, sodass das Unternehmen in den kommenden Monaten einen erheblichen Nachrichtenfluss in Aussicht stellt.
Die Details
Am Santa Fe Mine Project wurden drei Bohrprogramme abgeschlossen. Bei der Diamantkernbohrung beendete Lahontan acht Kernbohrlöcher mit einer Gesamtlänge von 2.092 Metern in den Ressourcenbereichen York, Calvada und Santa Fe. Das Programm war ursprünglich zur Gewinnung geotechnischer Daten für die Bergbaugenehmigung konzipiert, stieß jedoch auch auf signifikante Goldmineralisation. Als Highlight nennt das Unternehmen das Bohrloch CAL26-02C, das über 90,8 Meter (194,2 bis 285,0 m) einen durchschnittlichen Gehalt von 0,43 g/t Au in oxidierter Form bei Calvada Central aufwies.
Bei der Sonic-Kernbohrung führte Lahontan 1.976 Meter aus, um Tonnage und Gehalt der residualen Gold- und Silbermineralisation in historischen Heap-Leach-Pads und Lagerbeständen zu bewerten. Bisher wurden insgesamt 104 Sonic-Kernbohrungen abgeschlossen. Ergebnisse liegen für neun Bohrungen im Low-Grade Stockpile sowie für 10 der 26 Bohrungen auf Heap Leach Pad Two vor. Als Highlight nennt das Unternehmen 9,9 Meter (0,8 bis 10,7 m) mit 2,40 g/t Au und 50,7 g/t Ag in der Bohrung SF26-003S im Low-Grade Stockpile. Die Ergebnisse der verbleibenden 85 Sonic-Kernbohrungen, die alle vier historischen Heap-Leach-Pads abdecken, werden in den kommenden Wochen erwartet.
Beim Reverse-Circulation-Programm (RC) hat Lahontan 31 Bohrungen mit einer Gesamtlänge von 7.497 Metern am Santa Fe Mine abgeschlossen. Für 14 Bohrungen wurden Ergebnisse gemeldet, die Analysen für die verbleibenden 17 Bohrungen stehen noch aus. Das RC-Programm führte zur Entdeckung einer neuen Zone der Goldmineralisation bei Slab West. Dazu zählt ein Abschnitt von 35,0 Metern (164,6 bis 199,6 m) mit 0,29 g/t Au und 4,5 g/t Ag in der Bohrung CAL26-03R.
Am West Santa Fe Project befindet sich Lahontan etwa auf halbem Weg mit einem 19 Bohrlöcher umfassenden RC-Programm. Es umfasst sowohl Infill- als auch Step-Out-Bohrungen, die die Ressourcenbewertung unterstützen und das Potenzial für Gold- und Silbermineralisation jenseits zuvor erkundeter Gebiete testen sollen. Insgesamt sind 3.275 Meter Bohrungen geplant; neun Bohrungen mit einer Länge von 1.769 Metern wurden bereits abgeschlossen, und alle Proben wurden zur Analyse ins Labor geliefert. Wie beim Santa Fe Mine Project verzögern sich die analytischen Ergebnisse aufgrund des hohen Niveaus der Explorationsaktivitäten in Nevada.
Kimberly Ann, Gründerin, Vorsitzende, CEO und Präsidentin von Lahontan Gold Corp., kommentierte: „Lahontan ist begeistert, über 13.000 Meter Bohrungen am Santa Fe Mine und den West Santa Fe Projekten im Jahr 2026 abgeschlossen zu haben. Der RC-Bohrer arbeitet weiterhin am West Santa Fe und wird zur weiteren Bohrung zum Santa Fe Mine zurückkehren, sobald das West-Santa-Fe-Programm abgeschlossen ist. Da Proben von mehr als 100 Bohrungen derzeit im Labor vorliegen, erwarten wir in den kommenden Monaten einen erheblichen Nachrichtenfluss. Ergebnisse aus den historischen Heap-Leach-Pads, der neuen Entdeckung Slab West und dem West Santa Fe werden wichtige Katalysatoren sein, während wir unsere Walker-Lane-Projekte weiter in Richtung 2027 vorantreiben.“
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 17.09.2026 berichtete aktien.news, dass Lahontan Gold Emergent Metals Corp. im Rahmen einer Aktientransaktion übernimmt. Ziel war die vollständige Kontrolle über das West-Santa-Fe-Projekt und der Erwerb des strategisch wichtigen New-York-Canyon-Projekts in Nevada. Demnach erwirbt Lahontan alle ausgegebenen und umlaufenden Stammaktien von Emergent Metals im Wege eines gerichtlich genehmigten Einigungsplans; die Aktionäre von Emergent erhalten für jeweils 3,21 gehaltene Emergent-Aktien eine Lahontan-Stammaktie.
Am 21.09.2026 meldete aktien.news die Mobilisierung eines kettengetriebenen Reverse-Circulation-Bohrgeräts für das West-Santa-Fe-Projekt. Das Unternehmen setzte damit seine Explorationsoffensive fort, nachdem die erste Bohrkampagne im Dezember 2025 vielversprechende Ergebnisse geliefert hatte. Das Bohrgerät vom Typ Foremost MPD-1500 sollte rund 3.500 Meter Bohrungen in 20 Bohrlöchern niederbringen, mit Fokus auf die Definition von Gold- und Silberressourcen sowie auf Step-Out-Ziele.
Ebenfalls am 21.10.2026 berichtete aktien.news über die Ergebnisse einer positiven vorläufigen wirtschaftlichen Bewertung (PEA) für die Gold-Silber-Mine Santa Fe. Die Studie wurde von Kappes, Cassiday & Associates aus Reno, Nevada, erstellt; Beiträge zur Bergbauplanung, zur Schätzung der Mineralressourcen und zur Produktionsplanung kamen von RESPEC Company LLC, ebenfalls mit Sitz in Reno. Die Arbeiten erfolgten nach dem kanadischen Standard National Instrument 43-101. Im Basisfall der PEA ergibt sich ein Nettobarwert nach Steuern bei einem Diskontsatz von 5 Prozent.
Am selben Tag berichtete aktien.news zudem, dass Lahontan Gold sein einst produzierendes Heap-Leach-Projekt Santa Fe wieder in Betrieb nehmen will. Wie Gründerin und CEO Kimberly Ann auf dem Precious Metals Summit in Beaver Creek, Colorado, mitteilte, erwartet das Unternehmen eine Baugenehmigung bis Mitte 2027 und hofft, bis Ende desselben Jahres das erste Gold zu schütten. Parallel treibt Lahontan die Erweiterung seines Grundstücksbestands voran.
Was das für Anleger bedeutet
Lahontan Gold befindet sich in einer für Explorationsunternehmen typischen Phase: Ein erheblicher Teil der Bohrergebnisse liegt noch nicht vor. Von den 31 RC-Bohrungen am Santa Fe Mine sind erst 14 ausgewertet, und am West Santa Fe warten alle neun abgeschlossenen Bohrungen auf die Analyse. Das Unternehmen verweist ausdrücklich auf Verzögerungen bei den Labors, die auf das hohe Niveau der Explorationsaktivitäten in Nevada zurückzuführen sind. Solche Verzögerungen sind kein unternehmensspezifisches Problem, können aber den Zeitplan für die Ressourcenbewertung beeinflussen.
Positiv hervorzuheben ist, dass die Bohrungen nicht nur Genehmigungsdaten liefern, sondern auch auf Mineralisation stoßen. Die Diamantkernbohrung war ursprünglich für geotechnische Zwecke gedacht und traf dennoch auf Goldmineralisation. Die Sonic-Bohrungen wiederum dienen der Bewertung residualer Gold- und Silbergehalte in historischen Halden – ein Ansatz, der potenzielle zusätzliche Aufbereitungsmöglichkeiten eröffnen könnte.
Für die Einordnung der Projektgröße nennt das Unternehmen historische Produktionsdaten: Zwischen 1988 und 1995 wurden am Santa Fe Mine 359.202 Unzen Gold und 702.067 Unzen Silber im Tagebau mit Heap-Leach-Verarbeitung gewonnen. Die aktuelle NI 43-101-konforme Ressourcenschätzung weist einen Indicated Mineral Resource von 1.195.000 oz Au Eq (47.532.000 Tonnen mit 0,72 g/t Au und 5,55 g/t Ag, zusammengezählt 0,78 g/t Au Eq) sowie einen Inferred Mineral Resource von 1.190.000 oz Au Eq (60.605.000 Tonnen mit 0,59 g/t Au und 2,40 g/t Ag, zusammengezählt 0,61 g/t Au Eq) aus, allesamt pit-constrained. Mineralressourcen sind keine Mineralreserven und belegen keine wirtschaftliche Durchführbarkeit.
Die PEA vom Oktober 2026 nennt eine 11-jährige Minenlebensdauer mit durchschnittlich 91.900 Gold-Äquivalent-Unzen, steigend auf rund 112.500 Au Eq-Unzen in den Jahren 4 bis 11 der Minenlebensdauer. Der Post-tax Net Present Value bei einem Diskontsatz von 5 Prozent liegt bei 820,0 Millionen US-Dollar, die interne Rendite bei 40,1 Prozent, basierend auf Basisfall-Metallpreisen von 3.600 US-Dollar je Unze Gold und 49 US-Dollar je Unze Silber. Die geschätzten Vorproduktionskapitalkosten betragen 172,0 Millionen US-Dollar, einschließlich einer Contingency von 22,2 Millionen US-Dollar, bei geschätzten Gold-Cash-Kosten von 1.909 US-Dollar je Unze und All-In Sustaining Costs von 2.250 US-Dollar je Unze.
Ausblick
Für 2026 nennt das Unternehmen mehrere Ziele: die Fortschreibung der Bergbaugenehmigungsaktivitäten mit dem Ziel, den Bau 2027 zu beginnen, weitere Bohrversuche am Satellitenprojekt West Santa Fe mit einer ersten Ressourcenabschätzung Anfang 2027, fortgesetzte Explorationsbohrungen am Santa Fe mit Fokus auf die Erweiterung bekannter Gold- und Silbermineralisation sowie Bohrungen an historischen Heap-Leach-Pads zur Bewertung residualer Mineralisation für potenzielle zukünftige Aufbereitungsmöglichkeiten.
Konkret erwartet das Unternehmen in den kommenden Wochen die Ergebnisse der verbleibenden 85 Sonic-Kernbohrungen. Zudem stehen die Analysen für 17 RC-Bohrungen am Santa Fe Mine sowie für die neun abgeschlossenen Bohrungen am West Santa Fe aus. Der RC-Bohrer soll nach Abschluss des West-Santa-Fe-Programms zum Santa Fe Mine zurückkehren. Das Unternehmen will die Ergebnisse nach eigenen Angaben so schnell wie möglich melden, sobald sie verfügbar sind.
Kurz erklärt
- Reverse-Circulation-Bohrung: Ein Bohrverfahren, bei dem Gesteinsproben mit Druckluft schnell nach oben gefördert werden.
- Diamantkernbohrung: Ein Verfahren, das zusammenhängende Gesteinskerne für geologische und geotechnische Untersuchungen liefert.
- Heap-Leach: Ein Verfahren, bei dem Gold und Silber mit Lösungen aus aufgeschüttetem Erz herausgelöst werden.
- NI 43-101: Kanadischer Standard für die Offenlegung von Mineralprojekten durch börsennotierte Unternehmen.
- Au Eq: Eine Kennzahl, die Gold- und Silbergehalte zu einem vergleichbaren Goldäquivalent zusammenfasst.
