Kupfer, grüner Wasserstoff und Platin im Fokus der Rohstoffmärkte
Mining Weekly beleuchtet aktuelle Entwicklungen bei Kupferbohrungen, grünem Wasserstoff sowie die anhaltend starke Investmentnachfrage nach Platin.

Die Rohstoffmärkte rücken mit gleich mehreren bedeutenden Themen in den Fokus von Investoren und Branchenbeobachtern. Martin Creamer, Herausgeber des renommierten Fachmagazins Mining Weekly, hat jüngst über eine Reihe von Entwicklungen berichtet, die für die globale Rohstoff- und Energiewende von erheblicher Bedeutung sind. Im Mittelpunkt stehen Kupferbohrungen in Südafrika, ein ambitioniertes Wasserstoffprojekt sowie die anhaltend starke Nachfrage nach Platin als Investmentmetall.
Im südafrikanischen Nordkap schreiten die Bohrarbeiten in der Region Okiep voran. Okiep ist historisch eine der bedeutendsten Kupferregionen Südafrikas und blickt auf eine lange Bergbaugeschichte zurück. Die aktuellen Bohrungen deuten auf erneutes Interesse an der Erschließung von Kupfervorkommen in dieser traditionsreichen Bergbauregion hin. Kupfer gilt als Schlüsselmetall der Energiewende, da es in Elektrofahrzeugen, erneuerbaren Energieanlagen und modernen Stromnetzen in großen Mengen benötigt wird.
Grüner Wasserstoff und Ammoniak in Nelson Mandela Bay
Ein weiteres zentrales Thema ist das Projekt für grünen Wasserstoff und grünen Ammoniak in Nelson Mandela Bay, dem Großraum um Port Elizabeth an der Südküste Südafrikas. Das Projekt macht laut Creamer spürbare Fortschritte. Grüner Wasserstoff, der mithilfe erneuerbarer Energien durch Elektrolyse aus Wasser gewonnen wird, gilt weltweit als einer der vielversprechendsten Energieträger für eine klimaneutrale Zukunft. Grüner Ammoniak, der aus grünem Wasserstoff hergestellt wird, ist wiederum ein wichtiger Baustein für eine nachhaltige Düngemittelproduktion und als Energieträger für den Schiffsverkehr.
Für Deutschland und Europa ist die Entwicklung solcher Projekte in Südafrika von strategischer Relevanz. Die Bundesregierung und die EU setzen auf Importe von grünem Wasserstoff aus sonnen- und windreichen Regionen wie dem südlichen Afrika, um die eigene Energiewende voranzutreiben. Südafrika positioniert sich zunehmend als potenzieller Lieferant für diese Zukunftsenergien.
Platinnachfrage bleibt außergewöhnlich stark
Besondere Aufmerksamkeit verdient die Lage am Platinmarkt. Laut Mining Weekly ist die Investmentnachfrage nach Platin weiterhin extrem stark. Platin, das vor allem in Südafrika und Russland gefördert wird, erlebt eine Renaissance als Investmentmetall. Neben der klassischen Verwendung in Katalysatoren für Fahrzeuge gewinnt Platin auch als Schlüsselmaterial für Brennstoffzellen und die Wasserstoffwirtschaft zunehmend an Bedeutung.
Für Anleger ist die Kombination aus industrieller Nachfrage und Investmentnachfrage ein wichtiges Signal. Platin wird an den Rohstoffmärkten häufig als unterbewertet im Vergleich zu Gold und Palladium betrachtet, was das Interesse institutioneller und privater Investoren gleichermaßen weckt.
Die von Martin Creamer zusammengefassten Entwicklungen zeigen, wie eng Rohstoffförderung, erneuerbare Energien und Investmenttrends miteinander verknüpft sind. Kupfer, Wasserstoff, Ammoniak und Platin stehen exemplarisch für die Rohstoffe und Technologien, die die globale Energiewende antreiben – und die für Anleger weltweit zunehmend in den Mittelpunkt rücken.
