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Konsumverhalten in der Krise: Deutsche sparen deutlich

Luxus, Freizeit und Fitness: Wo Verbraucher ihre Ausgaben am stärksten kürzen

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Konsumverhalten in der Krise: Deutsche sparen deutlich

Die derzeitige Konjunkturkrise hat deutliche Auswirkungen auf das Konsumverhalten der Deutschen. Vor allem Luxusausgaben stehen verstärkt im Fokus von Einsparungen. Laut einer Umfrage der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY, auf die sich die Funke-Mediengruppe beruft, gibt mehr als jeder dritte Deutsche an, nur noch das Nötigste einzukaufen. Besonders betroffen sind Luxusartikel, bei denen 58 Prozent der Befragten sparen möchten. Auch bei der Lieferung von Einkäufen, zubereitetem Essen und der Mitgliedschaft im Fitnessstudio schränken sich viele Verbraucher ein. Hier plant fast die Hälfte der Befragten, die Ausgaben zu reduzieren.

Nicht nur beim Konsum, sondern auch bei Freizeitaktivitäten zeigt sich das Sparverhalten. 40 Prozent der Umfrageteilnehmer wollen künftig weniger Geld für Restaurantbesuche, Kinobesuche oder Theater ausgeben. Auch Streamingdienste sind von dieser Entwicklung betroffen, da etwa ein Drittel der Befragten plant, ihre Ausgaben für solche Abonnements zu kürzen. Einzig bei Reisen scheint die Lage bisher eine Ausnahme zu machen. Trotz der wirtschaftlich schwierigen Zeiten verzeichnet die deutsche Tourismusbranche im Sommer dieses Jahres eine Zunahme der Umsätze. Diese lagen Ende August um zehn Prozent über dem Vorjahresniveau, wie der Deutsche Reiseverband (DRV) berichtet. Doch die Branche bleibt vorsichtig, da nicht sicher ist, ob dieser Trend anhalten wird. DRV-Chef Norbert Fiebig äußerte Bedenken, dass sich die negativen wirtschaftlichen Trends auf die Reisewirtschaft auswirken könnten.

Das allgemeine Stimmungsbild der Deutschen ist geprägt von Pessimismus. Laut dem Bericht glauben nur 26 Prozent der Befragten, dass sich ihre finanzielle Situation im kommenden Jahr verbessern wird. Die überwiegende Mehrheit, nämlich 74 Prozent, erwartet hingegen eine Verschlechterung oder zumindest eine gleichbleibende Lage. Auch hinsichtlich der wirtschaftlichen Gesamtsituation in Deutschland herrscht Skepsis. Nur 31 Prozent der Umfrageteilnehmer sind der Meinung, dass sich die Wirtschaft innerhalb der nächsten zwölf Monate erholen wird. Dagegen befürchten 36 Prozent eine Verschlechterung.

Diese pessimistische Einschätzung spiegelt sich auch im Einzelhandel wider. Das ifo-Geschäftsklima im Einzelhandel hat sich im September verschlechtert. Einzelhändler bewerten ihre aktuelle Lage zunehmend kritisch und sehen die kommenden Monate eher düster. Der Wirtschaftsminister Robert Habeck bestätigte in dieser Woche, dass auch die Bundesregierung für 2024 mit einem weiteren Rezessionsjahr rechnet. Das Bruttoinlandsprodukt wird voraussichtlich um 0,2 Prozent schrumpfen, nachdem bereits 2023 ein Minus von 0,3 Prozent verzeichnet wurde.

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