Kirin verkauft Four Roses Bourbon für 775 Millionen Dollar
Japanischer Brauereikonzern trennt sich von Kentucky-Marke und konzentriert sich auf Kerngeschäft

Der japanische Getränkekonzern Kirin Holdings verkauft seine amerikanische Bourbon-Marke Four Roses für bis zu 775 Millionen Dollar an das kalifornische Weingut E&J Gallo Winery. Die Transaktion soll im zweiten Quartal 2025 abgeschlossen werden.
Kirin hatte die traditionsreiche Kentucky-Bourbon-Marke im Jahr 2002 übernommen. Seitdem verzeichnete Four Roses vor allem auf dem US-Markt ein starkes Wachstum. Dennoch entschied sich der japanische Konzern nun für einen Verkauf, um seine strategische Neuausrichtung voranzutreiben.
Fokus auf Kernkompetenzen
Mit dem Verkaufserlös will Kirin "seine Ressourcen auf Geschäftsbereiche umschichten, die durch die Nutzung der eigenen organisatorischen Kompetenzen weiter wachsen könnten", wie das Unternehmen mitteilte. Konkrete Details zu den geplanten Investitionsschwerpunkten nannte Kirin zunächst nicht.
Laut einem Bericht der Financial Times vom Oktober plant Kirin, sich vom schwächelnden Spirituosengeschäft in Japan abzuwenden. Stattdessen soll der Fokus verstärkt auf dem Gesundheitssektor liegen. Neben dem traditionellen Getränke- und Biergeschäft betreibt Kirin bereits die Pharma-Tochtergesellschaft Kyowa Kirin.
Kontinuität für Four Roses
Für die Marke Four Roses selbst soll sich durch den Eigentümerwechsel wenig ändern. Ein Sprecher von E&J Gallo Winery versicherte, dass keine Änderungen an Betrieb, Produktion oder Vertrieb geplant seien. Die Destillerie in Kentucky wird somit weiterhin ihren charakteristischen Bourbon nach bewährtem Rezept herstellen.
Der Deal unterstreicht die anhaltende Konsolidierung im globalen Spirituosenmarkt. Während große Konzerne ihre Portfolios bereinigen und sich auf profitable Kernmärkte konzentrieren, nutzen spezialisierte Anbieter wie Gallo die Gelegenheit, ihre Position in lukrativen Nischensegmenten auszubauen.
