Jefferies-Aktie springt 9 Prozent: Japanische SMFG plant Übernahme
Die Sumitomo Mitsui Financial Group bereitet offenbar ein Übernahmeangebot für die US-Investmentbank Jefferies vor.

Die Aktie der Jefferies Financial Group ist am Donnerstag vorbörslich um 9,2 Prozent auf 43,20 US-Dollar in die Höhe geschossen. Auslöser war ein Bericht der Financial Times, wonach Japans zweitgrößter Kreditgeber, die Sumitomo Mitsui Financial Group (SMFG), ein Übernahmeangebot für die New Yorker Investmentbank vorbereitet.
Laut dem Bericht beobachtet SMFG den Aktienkurs von Jefferies genau und will aktiv werden, sobald sich eine günstige Gelegenheit bietet. Die japanische Großbank ist bereits an Jefferies beteiligt: Ihre Tochtergesellschaft Sumitomo Mitsui Banking Corp. hält laut Daten des Finanzdienstleisters LSEG einen Anteil von 4,48 Prozent an der Investmentbank – im Wert von rund 573 Millionen US-Dollar.
Jefferies nach schwerem Börsenjahr im Übernahmefokus
Die Jefferies-Aktie hatte in diesem Jahr erheblich an Wert verloren. Seit Jahresbeginn büßte das Papier rund 36 Prozent ein – vor allem wegen Bedenken der Investoren über das Engagement des Unternehmens im Bereich Private Credit. Dieser Kursrückgang könnte SMFG nun als Einstiegsgelegenheit erscheinen.
Eine Übernahme von Jefferies würde SMFG einen deutlichen Ausbau seiner Investmentbanking-Kapazitäten in den USA ermöglichen. Japanische Finanzkonzerne suchen seit Jahren nach Wegen, ihr internationales Geschäft zu stärken und die Abhängigkeit vom stagnierenden Heimatmarkt zu reduzieren.
Weder Jefferies noch SMFG haben sich bislang offiziell geäußert. Jefferies reagierte nicht auf eine Anfrage zur Stellungnahme, ein Sprecher der SMFG lehnte einen Kommentar ab. Anleger warten nun auf offizielle Bestätigungen oder Dementis beider Seiten.
