Indiens EPL und Indovida fusionieren zu 2-Milliarden-Dollar-Verpackungsriesen
Der indische Verpackungshersteller EPL schließt sich mit Indovida zusammen – ein Deal mit gewaltiger Strahlkraft für den asiatischen Markt.

Zwei bedeutende Akteure der indischen Verpackungsindustrie rücken zusammen: EPL Limited und Indovida, das Kunststoffunternehmen des thailändischen Chemiekonzerns Indorama Ventures, fusionieren in einem Megadeal mit einem kombinierten Unternehmenswert von rund 2 Milliarden US-Dollar. Der zusammengeschlossene Konzern wird das Verpackungsgeschäft von EPL mit dem Kunststoffportfolio von Indovida vereinen und so einen schlagkräftigen Player im asiatischen Verpackungsmarkt schaffen.
EPL wird im Rahmen der Transaktion mit etwa 1,2 Milliarden US-Dollar bewertet, was einem Aktienkurs von 339 Indischen Rupien – umgerechnet rund 3,58 US-Dollar – entspricht. Indovida bringt eine Bewertung von etwa 700 Millionen US-Dollar in die Fusion ein. Zusammen entsteht damit ein Konzern mit einem Gesamtwert von annähernd 2 Milliarden US-Dollar.
Neue Eigentümerstruktur nach der Fusion
Nach dem Zusammenschluss wird Indorama Ventures mit einer Beteiligung von 51,8 Prozent zum Mehrheitseigner des neuen Unternehmens. Der US-amerikanische Finanzinvestor Blackstone, der bislang EPL unterstützt, behält eine Minderheitsbeteiligung von rund 16,6 Prozent. Damit bleibt Blackstone als bedeutender Aktionär an Bord, gibt jedoch die Kontrolle an Indorama ab.
An der Führungsspitze des fusionierten Konzerns ändert sich wenig: EPL-Chef Hemant Bakshi übernimmt die Rolle des Gruppen-CEO und steuert damit das Gesamtunternehmen. Indovida-CEO Sunil Marwah wird das Indovida-Geschäft eigenständig weiterführen. Diese Doppelspitze soll Kontinuität und operative Stärke in beiden Geschäftsbereichen sicherstellen.
Abschluss der Transaktion erwartet
Die Fusion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung von Regulierungsbehörden, Aktionären und Gerichten in den relevanten Märkten. Der Abschluss der Transaktion wird innerhalb eines Jahres erwartet. Für deutsche Investoren, die in Schwellenländer oder den asiatischen Verpackungssektor investiert sind, ist dieser Deal ein deutliches Signal für die fortschreitende Konsolidierung der Branche.
