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Japans Notenbank setzt auf stabile Zinsen

Optimistische Prognosen und ein dynamisches Wirtschaftswachstum trotz globaler Marktunruhen

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Japans Notenbank setzt auf stabile Zinsen

Die Bank of Japan (BoJ) hat beschlossen, den Leitzins bei 0,25 Prozent zu belassen, was an den asiatischen Märkten für Beruhigung sorgte. Dieser Entscheid fiel kurz nach der Zinssenkung der US-Notenbank auf 4,25 Prozent, die jedoch mit der Aussicht auf eine begrenzte Zahl künftiger Zinssenkungen Unruhe an den internationalen Börsen auslöste. Während der Dow Jones um 2,6 Prozent fiel, stabilisierte sich der Nikkei-225-Index nach anfänglichen Verlusten von über zwei Prozent im Tagesverlauf und schloss mit einem moderaten Minus von weniger als einem Prozent. Der breitere Topix-Index erreichte das Niveau des Vortags.

Die BoJ zeigt sich optimistisch für die japanische Wirtschaft und hält an ihrem Kurs der Zinswende fest, der im März dieses Jahres begonnen hatte. Nach einer Phase der Negativzinspolitik hatte sie damals erstmals seit 17 Jahren die Zinsen erhöht. Im Gegensatz zu anderen Zentralbanken, die ihre Zinsen im Kampf gegen die Inflation anheben, setzte die BoJ auf stabile Zinsen und plant nun Erhöhungen, während andere Länder Zinssenkungen anstreben.

Die Prognosen der BoJ deuten auf ein anhaltend dynamisches Wachstum der japanischen Wirtschaft hin. Für das dritte Quartal 2024 wurde das Bruttoinlandsprodukt von ursprünglich 0,9 Prozent auf 1,2 Prozent (annualisiert) nach oben korrigiert. Sowohl die privaten Investitionen als auch die Exporte zeigten sich stärker als erwartet. Gleichzeitig bleibt die Inflation mit 2,3 Prozent nahe dem Preisstabilitätsziel der BoJ, während die Löhne um 2,8 Prozent gestiegen sind. Allerdings spiegeln sich diese höheren Gehälter bisher nicht in einem stärkeren privaten Konsum wider, da die Ausgaben der privaten Haushalte im Oktober um 1,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen.

Notenbankchef Kazuo Ueda äußerte sich kürzlich dahingehend, dass die wirtschaftliche Entwicklung den Erwartungen der BoJ entspreche und eine weitere Zinserhöhung in absehbarer Zeit bevorstehe. Die BoJ hat außerdem eine Bewertung der fast 30-jährigen Null- und Negativzinspolitik vorgenommen. Zwar trugen die geldpolitischen Maßnahmen zur Ankurbelung der Wirtschaftsaktivität und des Preisniveaus bei, die Ergebnisse blieben jedoch hinter den ursprünglichen Zielen zurück. Niedrige Kreditzinsen belasteten die Margen der Banken und erhöhten die Risiken für Finanzkrisen.

Die Bank will künftig ihre Geldpolitik flexibel an das Inflationsziel von zwei Prozent anpassen. Experten wie Stefan Angrick von Moody’s Analytics erwarten, dass die BoJ bis 2025 zwei weitere Zinserhöhungen vornehmen wird.

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