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Japan will bei Wasserstoff Vorreiterrolle annehmen

Das asiatische Land will seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen stark verringern.

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Japan will bei Wasserstoff Vorreiterrolle annehmen

Japan plant, seine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern, indem es diese durch Wasserstoff ersetzt, berichtet Bloomberg unter Berufung auf ein Projekt von Kawasaki Heavy Industries - dem einzigen japanischen Unternehmen, das an einer Wasserstoffversorgungskette arbeitet. Bei der Wasserstoff-Energieversorgungskette handelt es sich jedoch um eine Partnerschaft zwischen KHI und Australien, die den Brennstoff in verflüssigter Form liefern wird, um ihn in Kraftwerken anstelle von fossilen Brennstoffen zu verwenden. Der Wasserstoff wird aus Braunkohle hergestellt. Die Pilotphase des Projekts wird 364,35 Millionen Dollar (500 Millionen AUD) kosten, berichtete AFP letzte Woche. Das Projekt ist eine der wenigen Möglichkeiten, die Japan zur Dekarbonisierung seiner Wirtschaft nutzen könnte. Im Gegensatz zu Europa oder den Vereinigten Staaten ist das Land aufgrund des schieren Mangels an Land nicht gut für groß angelegte Solar- und Windenergieprojekte geeignet. Es ist auch ein ressourcenarmes Land, was es von der Einfuhr fossiler Brennstoffe abhängig macht. Wasserstoff ist in Japan nichts Neues: Es gibt eine Produktion aus Gas und Öl, und der daraus resultierende Brennstoff wird für Mikrobrennstoffzellen, Brennstoffzellenfahrzeuge und experimentelle Kraftwerke verwendet. Allerdings ist die lokale Produktion teuer, so dass die Alternative des Imports von Wasserstoff, der aus billiger Braunkohle in Australien hergestellt wird, attraktiv erscheint, trotz der zusätzlichen Kosten für die Kühlung des Brennstoffs und den Transport von Australien nach Japan. "Wasserstoff ist für Japan unverzichtbar, um das Null-Emissions-Ziel zu erreichen", sagte der Leiter des Wasserstoffprojekts bei Kawasaki Heavy Industries in einem Interview mit Bloomberg. "Erneuerbare Energie allein reicht nicht aus, um den hohen Energiebedarf der Nation zu decken", fügte Motohiko Nishimura hinzu. Sie wird zusätzlich zum HESC-Projekt erhebliche Investitionen erfordern. Nach Angaben der Asia Investor Group on Climate Change (Asiatische Investorengruppe zum Klimawandel) könnte Japan 425 Milliarden Dollar benötigen, um eine Wasserstoffversorgungsindustrie aufzubauen, die 40 Prozent seines Energiebedarfs decken würde. Die kommerzielle Nutzung von Wasserstoff soll laut Nishimura von KHI im Jahr 2030 beginnen.

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