Ifo-Geschäftsklimaindex steigt im Februar auf höchsten Stand seit August
Die Stimmung in der deutschen Wirtschaft hellt sich auf – trotz drohender Unsicherheit durch neue Zölle.

Der Ifo-Geschäftsklimaindex ist im Februar 2026 auf 88,6 Punkte gestiegen, nach 87,6 Punkten im Januar. Das entspricht dem höchsten Stand seit August und signalisiert eine spürbare Verbesserung der Unternehmensstimmung. Das Münchner Ifo-Institut ermittelt den Index monatlich auf Basis der Meldungen von rund 9.000 Unternehmen aus verschiedenen Branchen.
Als wesentlicher Treiber der verbesserten Stimmung gilt die zunehmende Umsetzung staatlicher Konjunkturmaßnahmen. Investitionen und fiskalpolitische Impulse scheinen bei den Unternehmen anzukommen und das Vertrauen in die wirtschaftliche Entwicklung zu stärken. Der Anstieg des Indexes deutet darauf hin, dass Firmen ihre aktuelle Lage und die kurzfristigen Aussichten positiver einschätzen als noch zu Jahresbeginn.
Zollrisiken trüben den Ausblick
Trotz der positiven Entwicklung bleibt die Unsicherheit ein wichtiger Faktor. Neue Zolldrohungen – vor allem aus den USA – könnten den Erholungskurs bremsen und die exportabhängige deutsche Wirtschaft erneut unter Druck setzen. Für Anleger und Unternehmen bleibt die handelspolitische Lage damit ein zentrales Risiko in den kommenden Monaten.
Der Ifo-Geschäftsklimaindex gilt als einer der wichtigsten Frühindkatoren für die Konjunktur in Deutschland. Ein Wert unter 100 signalisiert dabei grundsätzlich eine verhaltene wirtschaftliche Stimmung, auch wenn die Richtung des Trends entscheidend ist. Der Anstieg auf 88,6 Punkte wird von Ökonomen als vorsichtiges, aber ermutigendes Signal gewertet.
