Ungarns Zentralbank könnte Zinssenkungskurs diese Woche wieder aufnehmen
Die Magyar Nemzeti Bank trifft sich zur Zinssitzung – eine Lockerung ist möglich, aber nicht das Basisszenario.

Die ungarische Zentralbank steht vor einer richtungsweisenden Entscheidung. Laut der Erste Group könnte das Institut seinen geldpolitischen Lockerungskurs in dieser Woche wieder aufnehmen. Das Basisszenario der Analysten für Februar zeigt jedoch eher in Richtung stabiler Zinssätze.
Ungarn veröffentlicht gegen Ende der Woche zudem wichtige Wirtschaftsdaten. Dazu gehören die aktuelle Arbeitslosenquote sowie die Erzeugerpreise. Diese Daten dürften die Erwartungen an die künftige Geldpolitik weiter beeinflussen.
Kroatien mit solidem Wachstum erwartet
Auch aus Kroatien kommen diese Woche relevante Konjunkturdaten. Das Land veröffentlicht die BIP-Zahlen für das vierte Quartal 2024 inklusive der detaillierten Wachstumsstruktur. Erste erwartet dabei eine solide Wachstumsdynamik von rund 3 Prozent.
Darüber hinaus gibt Kroatien detaillierte Inflationsdaten, die Arbeitslosenquote und die Erzeugerpreise bekannt. Diese Zahlen liefern ein umfassendes Bild der wirtschaftlichen Lage des EU-Mitglieds, das seit 2023 zur Eurozone gehört.
Serbiens Industrie unter Druck
In Serbien richtet sich der Blick auf die Entwicklung von Industrie und Einzelhandel im Januar. Laut Erste wurde die Industrieproduktion höchstwahrscheinlich stark von der Schließung des Energiekonzerns NIS beeinträchtigt. Die Einzelhandelsumsätze hingegen dürften zum Jahresauftakt zugelegt haben.
Zusätzlich stehen in Serbien Erzeugerpreise und Daten zum Lohnwachstum auf dem Programm. Für Anleger mit Interesse an Schwellenmärkten in Osteuropa bieten diese Veröffentlichungen wichtige Hinweise auf die regionale Konjunkturentwicklung.
