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Huthi-Angriff auf Riad: 12 Tote, weitere Attacken angedroht

Nach dem schwersten Angriff auf Saudi-Arabien seit einem Jahrzehnt drohen die Huthis mit weiteren Attacken auf saudi-arabische Flughäfen.

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Huthi-Angriff auf Riad: 12 Tote, weitere Attacken angedroht

Nach einem verheerenden Raketenangriff auf den internationalen Flughafen King Khalid in Riad haben die jemenitischen Huthi-Rebellen ihre Drohungen gegen Saudi-Arabien massiv verschärft. Bei dem Anschlag am Samstag kamen 12 Menschen ums Leben, mehr als 300 wurden verletzt. Der Angriff gilt als der schwerste innerhalb des Königreichs seit über einem Jahrzehnt.

Unter den Todesopfern befanden sich vier Saudis, zwei Bangladescher sowie Staatsangehörige aus den USA, Jordanien, Palästina, Syrien, dem Sudan und Ägypten. Die internationale Dimension des Anschlags unterstreicht die Gefahr, die von den vom Iran unterstützten Rebellen für die gesamte Region ausgeht.

Huthis erklären saudi-arabische Flughäfen zum Operationsgebiet

Die Huthi-Miliz forderte Fluggesellschaften, Reisende und Flughafenpersonal auf, saudi-arabische Flughäfen und den Luftraum des Königreichs zu meiden. Diese gelten nun offiziell als „Operationsgebiet" der Rebellen. Ausgenommen von dieser Warnung sind lediglich die Flughäfen in den heiligen Städten Mekka und Medina.

Es war nicht der erste Angriff dieser Art: Bereits in der vergangenen Woche hatte es zwei Attacken auf den Flughafen Riad gegeben, bei denen vier Menschen starben und ein Verkehrsflugzeug schwer beschädigt wurde. Zusätzlich meldete die von Saudi-Arabien geführte Koalition einen weiteren Projektileinschlag nahe dem King Fahd International Airport in Dammam sowie die Abwehr einer Drohne am Sonntag.

USA und Großbritannien prüfen Unterstützung für Riad

US-Präsident Donald Trump erklärte, er prüfe eine mögliche militärische Unterstützung Saudi-Arabiens bei Vergeltungsschlägen gegen die Huthis. „Wir werden es prüfen", sagte Trump vor dem Weißen Haus. Saudi-arabische Regierungsvertreter bestätigten gegenüber Medien, dass Riad um „dringende Verteidigungsunterstützung" gebeten habe.

Auch der britische Verteidigungsminister Wes Streeting betonte, man prüfe Möglichkeiten zur Unterstützung Riads, schloss jedoch eine direkte Beteiligung an offensiven Operationen derzeit aus. Analysten warnen, dass ein direktes militärisches Eingreifen der USA die bereits durch den Konflikt mit dem Iran beanspruchten Ressourcen weiter strapazieren könnte.

Trotz der angespannten Sicherheitslage hält Saudi-Arabien an geplanten Großveranstaltungen fest. Der fünftägige „WPC Energy Congress", an dem über 70 Minister und zahlreiche Wirtschaftsvertreter teilnehmen, findet wie geplant in einem Konferenzzentrum in der Nähe des Flughafens Riad statt. Auch ein Treffen des Internationalen Energieforums soll unter Ausschluss der Öffentlichkeit fortgesetzt werden. Als Vorsichtsmaßnahme ordneten die Behörden an, dass der Schulunterricht bis Donnerstag ausschließlich digital stattfinden soll.

Milliardenschwere Rüstungsdeals im Hintergrund

Die militärische Lage bleibt insgesamt angespannt. Während die Huthis versuchen, den Öltransport durch das Rote Meer zu blockieren, hat die US-Regierung kürzlich den möglichen Verkauf von F-35-Kampfjets an Saudi-Arabien im Wert von 24,3 Milliarden US-Dollar genehmigt, der derzeit vom Kongress geprüft wird.

Experten des „Critical Threats Project" warnen jedoch vor übertriebenen Erwartungen an eine rein militärische Lösung: Die Huthis hätten nach sieben Monaten Krieg trotz früherer Offensiven ihre Kapazitäten wieder aufbauen können. Dies stellt die Wirksamkeit weiterer Militärschläge grundsätzlich infrage und deutet auf einen anhaltenden Konflikt hin, der auch die globalen Energiemärkte und den Schiffsverkehr im Roten Meer weiter belasten dürfte.

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