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Hua Hong bereitet 7-nm-Chipproduktion vor – Chinas zweiter Hersteller

Chinas zweitgrößter Chiphersteller Hua Hong entwickelt 7-Nanometer-Technologie und stärkt Pekings technologische Eigenständigkeit.

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Hua Hong bereitet 7-nm-Chipproduktion vor – Chinas zweiter Hersteller

Chinas zweitgrößter Chiphersteller Hua Hong Group hat fortschrittliche Technologien zur Herstellung von 7-Nanometer-Chips entwickelt. Dies berichten vier mit der Angelegenheit vertraute Personen gegenüber Reuters. Die Auftragsfertigungssparte Huali Microelectronics bereitet in ihrem Shanghaier Werk die entsprechende Produktion vor – ein bedeutender Meilenstein für Pekings Streben nach technologischer Unabhängigkeit.

Bislang war SMIC der einzige chinesische Chiphersteller, der 7-nm-Chips produzieren kann. Mit Hua Hong würde ein zweiter inländischer Produzent diese Fähigkeit erlangen. Huali plant bis Ende des Jahres eine anfängliche Kapazität von einigen tausend Wafern pro Monat, mit dem Ziel, diese schrittweise auszubauen.

Huawei als wichtiger Partner

Bei der Entwicklung der 7-nm-Technologie arbeitet Huawei Technologies eng mit Hua Hong zusammen, wie drei der Quellen bestätigen. Auch das von Huawei unterstützte Unternehmen SiCarrier ist beteiligt: Es liefert inländische Fertigungsausrüstung und testete seine Anlagen bereits im vergangenen Jahr in einer Einrichtung in Shenzhen. Alle Quellen lehnten es ab, namentlich genannt zu werden, da die Informationen nicht für die Öffentlichkeit bestimmt sind.

Die Hua Hong Fab 6 in Shanghai ist die fortschrittlichste der sieben Foundries innerhalb der Gruppe. Derzeit fertigt sie Logikchips mit 22-nm- und 28-nm-Prozessknoten. Der Sprung auf 7 nm wäre damit ein erheblicher technologischer Fortschritt für das Unternehmen.

Biren nutzt neue Fertigungslinie für Chip-Prototypen

Der chinesische Grafikprozessor-Entwickler Biren nutzt die neue 7-nm-Linie von Huali bereits für das sogenannte Tape-out – dabei wird ein Chipdesign vor der Massenproduktion in einen physischen Prototyp umgesetzt. Biren war 2023 auf eine US-Handelsliste gesetzt worden und verlor daraufhin den Zugang zum taiwanischen Auftragsfertigungsriesen TSMC. Für das Unternehmen könnte Huali damit zu einem entscheidenden Fertigungspartner werden.

Im Dezember hatte Hua Hong Semiconductor angekündigt, eine Mehrheitsbeteiligung an Huali zu erwerben und weitere 7,56 Milliarden Yuan (rund 1,1 Milliarden US-Dollar) für technologische Modernisierungen und Forschung bereitzustellen. Diese Investition unterstreicht den strategischen Stellenwert der 7-nm-Entwicklung für den Konzern.

Kontext: US-Exportkontrollen und Chinas Eigenständigkeit

Die Entwicklung erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender geopolitischer Spannungen im Halbleitersektor. Washington hatte zuletzt einige Exportkontrollen gelockert, was Nvidia erlaubte, seine zweitstärksten KI-Chips nach China zu verkaufen. Dennoch ermutigt Peking inländische Firmen ausdrücklich dazu, heimische Alternativen zu bevorzugen, um die Abhängigkeit von ausländischen Lieferanten zu reduzieren.

Wie Hua Hong die fortschrittliche Fertigungskapazität technisch erreicht hat, welche Ausbeute (Yield) erzielt wird und welche weiteren Ausrüstungsanbieter beteiligt sind, konnte Reuters nicht ermitteln. Zum Vergleich: SMIC setzt für seine 7-nm-Produktion auf Immersionslithografie-Systeme des niederländischen Branchenführers ASML – allerdings mit bislang schwacher Ausbeute, wie Analysten berichten. Hua Hong, Huali, Huawei, SiCarrier und Biren reagierten nicht auf Anfragen zur Stellungnahme.

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