US-Gesetzgeber warnen Intel vor Sicherheitsrisiken durch chinesischen Chipausrüster
Ein parteiübergreifendes Bündnis amerikanischer Senatoren richtet scharfe Kritik an Intel-CEO Lip-Bu Tan.

Demokraten und Republikaner im US-Kongress haben gemeinsam ernsthafte Sicherheitsbedenken gegenüber Intel geäußert. In einem Brief an Intel-Chef Lip-Bu Tan kritisieren Senatoren wie Elizabeth Warren (Demokratin) und Tom Cotton (Republikaner) die Zusammenarbeit des Chipriesen mit ACM Research (ACMR). Das in Fremont, Kalifornien ansässige Unternehmen unterhält enge operative Verbindungen nach China.
Der Kern des Problems: ACM Research beliefert mehrere bereits sanktionierte chinesische Unternehmen mit Halbleiterfertigungsausrüstung. Zu den Kunden zählen Yangtze Memory Technologies Co. (YMTC), China Resources Microelectronics (CXMT) und Semiconductor Manufacturing International Corporation (SMIC) – allesamt Unternehmen auf US-Sanktionslisten. Die Gesetzgeber befürchten, dass ACM als Kanal für sensible Technologietransfers dienen könnte.
Die Abgeordneten sorgen sich konkret darum, dass ACM durch den Einsatz seiner Testwerkzeuge in Intel-Anlagen Einblicke in modernste Halbleiterfertigungsprozesse gewinnen könnte. Dieses Wissen könnte anschließend an chinesische Militärunternehmen weitergegeben werden und deren technologische Wettbewerbsfähigkeit erheblich steigern.
Streit um Testgeräte und Produktionsprozesse
Intel reagierte auf die Vorwürfe mit einer offiziellen Stellungnahme. Der Konzern betonte, die ACM-Werkzeuge würden „nicht in Intels Halbleiterproduktionsprozessen eingesetzt
