ANZEIGE

Howard Buffett wird neuer Vorsitzender von Berkshire Hathaway

Howard Buffett übernimmt den Vorsitz von Berkshire Hathaway von seinem Vater Warren.

2 Min
Howard Buffett wird neuer Vorsitzender von Berkshire Hathaway

Die Ära Warren Buffett bei Berkshire Hathaway geht endgültig zu Ende. Der 96-jährige Investor und langjährige Chef des Konglomerats hat den Vorsitz des Aufsichtsrats an seinen Sohn Howard Buffett übergeben. Warren Buffett selbst übernimmt die neu geschaffene Position des Ehrenvorsitzenden. Die Entscheidung ist Teil eines seit Langem geplanten Nachfolgeprozesses bei dem Unternehmen, das Buffett über sechs Jahrzehnte hinweg von einem angeschlagenen Textilhersteller zu einem 1,1 Billionen Dollar schweren Mischkonzern geformt hat.

Bereits im Januar hatte Greg Abel Warren Buffett als Chief Executive abgelöst. Nun folgt mit Howard Buffett der nächste Schritt in der Führungsstruktur. Der 71-Jährige, das zweite von Warren Buffetts drei Kindern, ist seit 1993 Mitglied des Berkshire-Verwaltungsrats und leitet zudem seine eigene gemeinnützige Stiftung. In einem am Freitag veröffentlichten Aktionärsbrief stellte Warren Buffett die neue Aufgabenverteilung klar: „Greg führt das Unternehmen; Howard wird seine Kultur und Werte schützen – beides ist mehr wert als alles auf unserer Bilanz.“ Der Altmeister bleibt dem Gremium als einfaches Mitglied erhalten.

Ein Vermächtnis von sechs Jahrzehnten

Warren Buffett übernahm Berkshire Hathaway im Jahr 1965, als das Unternehmen ein kämpfender Textilhersteller aus Neuengland war. Aus diesem bescheidenen Anfang schuf er eines der bekanntesten und wertvollsten Konglomerate der Welt. Heute erwirtschaftet Berkshire den Großteil seines Umsatzes mit seinem umfangreichen Versicherungsgeschäft, zu dem bekannte Marken wie Geico gehören. Das ursprüngliche Textilgeschäft wurde bereits 1985 eingestellt. Das Portfolio umfasst zudem Beteiligungen an Eisenbahnen, Versorgungsunternehmen und zahlreichen weiteren Industrien.

Die Ernennung Howards zum Vorsitzenden folgt dem langjährigen Nachfolgeplan des Unternehmens. Berkshire betonte, dass dieser Schritt seit jeher vorgesehen war. Howard Buffett bringe die nötige Sorgfalt, Disziplin und ein tiefes Verständnis für das Unternehmen mit, das er nun in seiner neuen Rolle einbringen werde, hieß es.

Greg Abel setzt erste Akzente

Seit seinem Amtsantritt als Chief Executive im Januar hat Greg Abel bereits begonnen, die gewaltigen Finanzreserven von Berkshire gewinnbringend einzusetzen. Das Unternehmen verfügt über Kassenbestände in Höhe von 1,365 Milliarden US-Dollar. Abel investierte unter anderem 1,10 Milliarden US-Dollar in Aktien von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, dem Mutterkonzern von Google. Im Mai einigte sich Berkshire zudem auf die Übernahme des US-Bauunternehmens Taylor Morrison für 8,5 Milliarden US-Dollar.

Abel zeigte sich am Freitag erfreut über die Ernennung Howards: „Wir sind Howard dankbar für die Sorgfalt, Disziplin und das tiefe Verständnis von Berkshire, das er in seine neue Rolle einbringen wird.“ Susan Decker behält ihre Funktion als führende unabhängige Direktorin des Unternehmens bei.

Die Aktien von Berkshire, das seinen Sitz in Omaha, Nebraska, hat, reagierten am Freitag im vorbörslichen Handel mit einem Minus von 0,9 Prozent auf die Bekanntgabe. Für Anleger dürfte die Nachricht jedoch kaum überraschend kommen – der Nachfolgeplan war seit Jahren bekannt und wird nun Schritt für Schritt umgesetzt. Mit Howard Buffett an der Spitze des Aufsichtsrats und Greg Abel als Chief Executive ist die Führung des Konglomerats für die nächste Generation gesichert.

Berkshire HathawayWarren BuffettHoward BuffettGreg AbelNachfolgeKonglomeratAufsichtsratOmaha

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer