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Hoffnung auf sinkende Inflation im Euroraum

Überraschender Rückgang der Geldmenge M3 und Verlangsamung des Kreditwachstums als positive Indikatoren

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Hoffnung auf sinkende Inflation im Euroraum

Signale für eine abnehmende Inflation im Euroraum verdichten sich. Laut der Europäischen Zentralbank (EZB) ist die Geldmenge M3 im Juli überraschend um 0,4 Prozent gesunken. Dies ist der erste Rückgang dieser Art seit 2010. Experten, die von der Nachrichtenagentur Reuters befragt wurden, hatten eigentlich eine stagnierende Geldmenge erwartet. Die Geldmenge M3 umfasst neben Bargeld und Einlagen auf Girokonten auch Geldmarktpapiere sowie Schuldverschreibungen und gilt als wichtiger Indikator für die künftige Inflationsentwicklung.

Parallel dazu verzeichnete der Euroraum im Juli eine Verlangsamung des Kreditwachstums auf 2,2 Prozent. Im Vormonat Juni hatten die Banken noch 3,0 Prozent mehr Kredite an Unternehmen vergeben als im Vorjahr. "Das monetäre Umfeld spricht für einen deutlich nachlassenden Inflationsdruck", kommentierte Ralf Umlauf von der Helaba. Beide Kennzahlen, sowohl die Geldmenge als auch das Kreditwachstum, spielen eine entscheidende Rolle für die Geldpolitik der EZB.

Die nächste Sitzung der EZB ist für den 14. September angesetzt. Dort wird über den Leitzins entschieden, der seit dem Sommer 2022 bereits neun Mal erhöht wurde und aktuell bei 4,25 Prozent liegt. EZB-Präsidentin Christine Lagarde ließ offen, ob weitere Zinserhöhungen oder eine Zinspause anstehen könnten. Zuletzt hatten auch sinkende Erzeugerpreise in Deutschland auf einen nachlassenden Inflationsdruck hingedeutet.

Für den kommenden Donnerstag werden die aktuellen Inflationsdaten für den Euroraum erwartet. Experten prognostizieren, dass die Verbraucherpreise im August um 5,1 Prozent gestiegen sein könnten. Dies wäre ein leichter Rückgang im Vergleich zum Juli, als die Teuerungsrate noch bei 5,3 Prozent lag. Die EZB strebt jedoch eine Inflationsrate von 2,0 Prozent an.

Die neuen Daten könnten somit eine wichtige Rolle bei der anstehenden Entscheidung der EZB über den geldpolitischen Kurs spielen. Sie könnten auch für Verbraucher und Investoren ein Zeichen sein, dass der Höhepunkt der Inflation überschritten sein könnte und eine Entspannung der wirtschaftlichen Lage in Sicht ist.

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