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Großbritannien genehmigt 2-Gigawatt-Seekabel zwischen Suffolk und Kent

Die britische Regierung hat am Freitag eine 2-Gigawatt-Stromverbindung genehmigt, die Suffolk mit Kent verbindet.

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Großbritannien genehmigt 2-Gigawatt-Seekabel zwischen Suffolk und Kent

Die britische Regierung hat am Freitag die Entwicklung einer 2 Gigawatt starken unterseeischen Stromverbindung genehmigt. Die Leitung wird Suffolk im Osten Englands mit Kent im Südosten des Landes verbinden. Nach Angaben aus der Bekanntmachung soll die Verbindung genug Strom transportieren können, um etwa 2 Millionen Haushalte zu versorgen. Ein Gigawatt entspricht dabei 1.000 Megawatt.

Das Ministerium für Energiesicherheit und Netto-Null-Emissionen erklärte, das Projekt werde die Energieversorgungssicherheit des Landes stärken und das Stromnetz widerstandsfähiger machen. Zugleich solle es verschwendete Energie reduzieren und zur Senkung der Kosten beitragen. Mit der Genehmigung ordnet die Regierung das Vorhaben ausdrücklich in ihre Strategie für eine sichere und zugleich klimafreundlichere Stromversorgung ein.

Das Ministerium verbindet mit dem Projekt also mehrere Ziele: eine höhere Versorgungssicherheit, ein widerstandsfähigeres Netz, weniger verschwendete Energie und niedrigere Kosten. Diese Punkte nennt die Bekanntmachung ausdrücklich als erwartete Effekte der neuen Leitung.

Für die Umsetzung ist National Grid verantwortlich. Das Unternehmen entwickelt das 138 Kilometer lange Projekt. Das Unterseekabel wird von Sumitomo Electric in einer Fabrik im Wert von 350 Millionen Pfund am Hafen von Nigg in Schottland hergestellt, wie National Grid in einer Erklärung mitteilte. Der Baubeginn ist für Anfang 2027 vorgesehen.

National Grid plant den Baubeginn für Anfang 2027

Das Projekt ist bis in die 2030er Jahre angelegt, steht aber unter dem Vorbehalt detaillierter Bauplanungen und entsprechender Bauvereinbarungen. Das geht aus der Mitteilung von National Grid hervor. Angaben zu einem konkreten Fertigstellungstermin oder zu einzelnen Bauabschnitten machte das Unternehmen nicht.

Der Netzbetreiber beziffert den Investitionsbedarf auf 89 Milliarden Pfund

Der Nationale Betreiber des Energiesystems hatte bereits in diesem Jahr erklärt, dass Großbritannien bis in die 2030er Jahre rund 89 Milliarden Pfund investieren muss, um sein Stromnetz zu modernisieren. Die Investitionen zielen darauf ab, die alternde Infrastruktur zu stärken, die steigende Nachfrage zu decken und mehr erneuerbare Energien einzubinden. Die nun genehmigte Seekabelverbindung ist damit Teil eines deutlich größeren Modernisierungsprogramms.

Für deutsche Anleger und Beobachter des europäischen Energiemarkts ist die Entscheidung vor allem ein Signal für die Richtung der britischen Energiepolitik. Der Ausbau der Übertragungsnetze bleibt dort ein zentraler Baustein. Zu den beteiligten Unternehmen zählen nach den vorliegenden Angaben National Grid als Entwickler und Sumitomo Electric als Hersteller des Kabels.

Die Mitteilung nennt weder die Gesamtkosten der Verbindung noch einen verbindlichen Termin für die Inbetriebnahme. Klar ist bislang nur der geplante Baustart Anfang 2027 sowie der Zeitrahmen bis in die 2030er Jahre. Beide Angaben stehen unter dem Vorbehalt weiterer Planungs- und Bauvereinbarungen. Die Quelle des Berichts ist eine Meldung von Investing.com.

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