Green Bridge Metals startet Phase 2 des Diamantbohrprogramms am Titac-Projekt
Das kanadische Explorationsunternehmen Green Bridge Metals nimmt sechs Diamantkernbohrungen mit rund 2.600 Metern Gesamtlänge am Titac North in Minnesota auf.

Green Bridge Metals Corporation (CSE: GRBM) (OTCQB: GBMCF) (FWB: J48) (WKN: A3EW4S) hat die Aufnahme eines Phase-2-Diamantkernbohrprogramms am Titac-Projekt bekannt gegeben. Das Unternehmen meldete dies am 21. Oktober 2026 aus Vancouver. Das Titac-Projekt ist Teil des South Contact District von Green Bridge im nordöstlichen Minnesota, USA.
Nach Abschluss des Bohrprogramms mit sechs Bohrlöchern beabsichtigt das Unternehmen, sein Titan-Ressourcenmodell zu aktualisieren und gleichzeitig das damit verbundene Kupfer- und Vanadiumpotenzial zu bewerten. Ziel ist es, Daten zu generieren, die den Weg zu einer vorläufigen Wirtschaftlichkeitsstudie (Preliminary Economic Assessment, PEA) ebnen sollen.
Im Fokus steht das Vorkommen Titac North. Am Titac South befindet sich eine bestehende Mineralressource an Titandioxid, wie im NI-43-101-Technikbericht vom 18. September 2024 dargelegt, der für das Unternehmen von Apex Geoscience erstellt wurde und im Unternehmensprofil auf www.sedarplus.ca verfügbar ist. Das Unternehmen weist ausdrücklich darauf hin, dass abgeleitete (inferred) Mineralressourcen mit erheblicher Unsicherheit hinsichtlich ihrer Existenz und ihrer wirtschaftlichen Gewinnbarkeit behaftet sind; es könne nicht angenommen werden, dass sie ganz oder teilweise in eine höhere Kategorie überführt werden, und Mineralressourcen, die keine Mineralreserven sind, hätten keine nachgewiesene Wirtschaftlichkeit.
„Der Beginn der Phase-2-Bohrungen am Titac ist ein wichtiger Meilenstein für Green Bridge und knüpft an den Erfolg unseres Phase-1-Programms am Titac South an", erklärte David Suda, Präsident und Chief Executive Officer des Unternehmens. „Wir setzen weiterhin das kürzlich aufgebrachte Kapital durch die Bohrkrone ein, um Titac voranzubringen, indem wir nach erhöhten Tonnenwerten suchen, mit dem Ziel, Kupfer in die Ressource einzubeziehen, während wir auf eine PEA hinarbeiten."
Die Details
Das Phase-2-Programm umfasst sechs Diamantkernbohrungen mit einer Gesamtlänge von etwa 2.600 Metern in einem zaunartigen Abschnitt über dem Titac-North-Vorkommen. Die zentralen Parameter lauten:
- Geplante Bohrungen: sechs Diamantkernbohrungen
- Zieltiefe: rund 400 Meter
- Gesamtplanung: etwa 2.600 Meter
- Durchschnittlicher Bohrlochabstand: etwa 125 Meter
- Bohrkonfiguration: zaunartiger Abschnitt über dem Titac-North-Vorkommen
Das Unternehmen nennt fünf primäre Ziele: Das Titac-North-System soll auf sein Potenzial getestet werden, um die bestehende Titac-South-Inferred-Mineral-Resource neu zu bewerten. Zudem will Green Bridge geologische und strukturelle Kontrollfaktoren für disseminierte Kupfer- und Vanadiummineralisierung am Titac North definieren. Weiter soll die räumliche Beziehung zwischen Mineralisierung und geophysikalischen Anomalien getestet werden, die durch jüngste Interpretationen historischer Assay-Daten und moderner geophysikalischer Surveys identifiziert wurden. Schließlich soll das geologische Modell verfeinert, nachfolgende Bohrphasen über das gesamte Titac-Eigentum gesteuert und wichtige technische Daten für künftige Ressourcen- und Wirtschaftlichkeitsstudien generiert werden.
Die Planung basiert auf einer VTEM-Luftgeophysik-Survey aus dem Jahr 2024 sowie modernen 3D-Inversionen von Magnetismus und Leitfähigkeit, die mit historischen Bohrungen integriert wurden. Im Jahr 2025 schloss Green Bridge eine umfassende Interpretation neu gesammelter geophysikalischer Daten über das Titac-Projekt ab. Dazu zählten eine VTEM-Luftleitfähigkeits-Survey aus dem Jahr 2025, der Abschluss moderner 3D-Inversionen von Magnetismus und Leitfähigkeit sowie die Modellierung der Inversionsdaten mit historischen Bohrungen und Titandioxid-Hüllen. Diese Datensätze haben die Untergrundzielbestimmung in Bereichen erheblich verbessert, in denen die Oberflächenexposition durch glaziale Geschiebe und Deckgebirge begrenzt ist.
Kupfermineralisierung am Titac tritt hauptsächlich als Chalkopyrit auf, mit geringen Anteilen an Bornit, Talnakhit und Kubanit – alles Minerale mit moderater elektrischer Leitfähigkeit. Magnetische Antworten werden so interpretiert, dass sie das Vorhandensein eisenhaltiger Minerale einschließlich Ilmenit, Magnetit und Titanomagnetit widerspiegeln. Die Bohrziele für das Titac-North-Programm wurden dort priorisiert, wo leitfähige und magnetische Anomalien überlappen – eine geophysikalische Signatur, die mit bekannten Mineralisierungen korreliert, die im früheren Bohrprogramm von 2026 am Titac South, in historischen Bohrungen und in Ressourcenmodellen identifiziert wurden. Die begleitenden Schnittdarstellungen zeigen einen südostwärts orientierten Schnitt mit einem Einfallen von 45 Grad sowie einen süd-südostwärts orientierten Schnitt mit ebenfalls 45 Grad Einfallen am Titac North, inklusive modellierter VTEM-Leitfähigkeits- und Magnet-Anomalien sowie historischer Bohrlöcher, annotiert für die Bohrlochnummern 001 bis 003 und 004 bis 006.
Das Titac-Projekt befindet sich nahe dem südlichen Ende des South Contact District und umfasst die Titac-South-Lagerstätte, die eine bestehende Mineralressource von 46,6 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 15 % TiO₂ beherbergt. Dies ist im NI-43-101-Technikbericht offengelegt, den das Unternehmen mit Stichtag 18. September 2024 veröffentlicht hat und der auf SEDAR+ verfügbar ist. George Hudak, Chefgeologe von Green Bridge Metals und als Qualifizierte Person gemäß National Instrument 43-101 definiert, hat die wissenschaftlichen und technischen Informationen der Mitteilung überprüft und genehmigt.
Hintergrund: Was bisher geschah
Phase-2-Programme bei kanadischen Explorern sind derzeit ein häufiges Muster. Bereits am 07.10.2026 berichtete aktien.news, dass ONGold Resources Ltd. (TSXV: ONAU) (OTCQB: ONGRF) sein Phase-2-Erkundungsprogramm mit Diamantbohrungen am Projekt Ti-pi-ha-kaa-ning in Nordontario aufgenommen hat; das Programm sollte bis Ende November 2026 andauern, und das Projekt liegt im Netz der Winterstraßen der regionalen Gemeinden.
Am 05.05.2026 meldete aktien.news den Start der Bohrarbeiten von Brixton Metals Corporation (TSX-V: BBB, OTCQX: BBBXF) auf dem Projekt Atlin Goldfields im Nordwesten von British Columbia. Die Ziele lagen im Gebiet Yellowjacket außerhalb der bisher getesteten Bereiche bei Pine Creek; Hintergrund war eine Earn-in-Optionsvereinbarung mit Eldorado Gold, die einen Pfad zum Erwerb einer 100-prozentigen Beteiligung vorsieht und bereits im Juli 2024 bekanntgegeben worden war.
Am 05.10.2026 berichtete aktien.news über neue Ergebnisse von Osisko Gold Group Inc. (NYSE: OGG, TSXV: OGG) aus dem Infill-Bohrprogramm in der Lowhee-Zone des Cariboo-Goldprojekts: 3.933 Meter in 36 Bohrungen vom Niveau 1290 Meter, mit dem herausragenden Abschnitt von 7,28 g/t Gold über 16,15 Meter in Bohrloch BMU-26-121 bei rund 105 Metern vertikaler Tiefe. Am 29.09.2026 folgte der Bericht über die abschließenden Bohrergebnisse von Brixton Metals aus dem Hochsulfid-Zielgebiet Camp Creek auf dem Thorn-Projekt in Nordwest-British Columbia mit vierzehn Bohrlöchern, die zusammen mit Bohrloch THN26-372 die fünfzehn Bohrungen umfassende Kampagne des Jahres 2026 ergänzten.
Was das für Anleger bedeutet
Green Bridge Metals positioniert sich als Explorer kritischer Mineralien in etablierten Bergbauregionen. Der South Contact District beherbergt nach Unternehmensangaben Kupfer-, Nickel-, Titan-, Vanadium- und Platingruppenmetall-Mineralisierungen, die mit dem Duluth-Komplex verbunden sind – also ein Rohstoffmix, der für die europäische und nordamerikanische Industrie strategisch relevant ist.
Entscheidend für die Bewertung ist der Zwischenschritt vor einer PEA: Zunächst müssen die Bohrergebnisse zeigen, ob sich die geologischen Kontrollfaktoren der Kupfermineralisierung am Titac North auflösen lassen und ob Kupfer überhaupt in eine künftige Ressource einbezogen werden kann. Anleger sollten beachten, dass es sich bei der bestehenden Ressource um eine abgeleitete (inferred) Mineralressource handelt, der ausdrücklich keine nachgewiesene Wirtschaftlichkeit zugeschrieben wird. Der Hinweis auf das „kürzlich aufgebrachte Kapital" deutet darauf hin, dass die Finanzierung der Arbeiten bereits gesichert ist; eine Aussage über die Höhe dieser Mittel enthält die Mitteilung nicht.
Ausblick
Abhängig von den Ergebnissen des laufenden Programms nennt das Unternehmen drei mögliche nachfolgende Schritte: Auffüllbohrungen am Titac South, um Kontinuität und Ausdehnung der Kupfermineralisierung in der Tiefe zu testen und ausreichende Abstände für eine PEA zu etablieren; erste Bohrtests ähnlicher geophysikalischer Anomalien an anderen Zielen wie Titac East; sowie nachfolgende Bohrtests einer neu identifizierten tiefen leitfähigen und magnetischen Anomalie südlich von Titac South.
Green Bridge betont einschränkend, dass keine Zusicherung gegeben werden kann, dass das Phase-2-Programm wie geplant abgeschlossen wird, dass seine Ergebnisse eine aktualisierte oder erweiterte Mineralressource stützen oder dass eine Mineralressource in eine Mineralreserve umgewandelt wird. Die Canadian Securities Exchange hat die Pressemitteilung nicht geprüft. Für Rückfragen nennt das Unternehmen David Suda unter der Telefonnummer 604-928-3101 und die E-Mail-Adresse investors@greenbridgemetals.com.
Kurz erklärt
- Diamantkernbohrung: Bohrverfahren, bei dem mit einem ringförmigen Diamantmeißel ein zylindrischer Gesteinskern gewonnen wird, der die Schichtfolge im Untergrund zeigt.
- Inferred Mineral Resource: am wenigsten sichere Kategorie einer Mineralressource, deren Existenz und wirtschaftliche Gewinnbarkeit mit erheblicher Unsicherheit behaftet sind.
- PEA: vorläufige Wirtschaftlichkeitsstudie, die technische und ökonomische Kennzahlen eines Projekts überschlägig bewertet, ohne bereits eine Reserve auszuweisen.
- VTEM-Survey: Hubschraubergestützte geophysikalische Messung, die elektrisch leitfähige Gesteinsbereiche im Untergrund sichtbar macht.
