Graycliff Exploration meldet hochgradige Goldfunde aus fünf Bohrungen
Das kanadische Explorationsunternehmen trifft am Shakespeare-Projekt bei Sudbury auf bis zu 551,00 Gramm Gold pro Tonne über einen Meter.

Graycliff Exploration Limited (CSE: GRAY) (OTCQB: GRYCF) (FSE: GE0) hat neue Analyseergebnisse aus seiner laufenden Explorationsbohrkampagne am zu 100 Prozent gehörenden Shakespeare-Goldprojekt nahe Sudbury in Ontario veröffentlicht. Die Mitteilung umfasst das vierte große metallurgische Bohrloch D-26 sowie die vier darauffolgenden Bohrungen J-62-26 bis J-65-26. Nach Angaben des Unternehmens schnitten alle fünf Bohrungen hohe Goldgehalte an.
Der auffälligste Abschnitt stammt aus Bohrloch J-62-26: 115,25 Gramm Gold pro Tonne (g/t Gold) über 6,0 Meter in einer Bohrlochtiefe von 118 Metern, einschließlich 551,00 g/t Gold über 1,0 Meter. Das Unternehmen stuft diesen Bereich als extrem hochgradig ein. Bruce Durham, qualifizierte Person und Direktor von Graycliff, rechnete den Wert in seiner Stellungnahme um: „Es ist erwähnenswert, dass der extrem hochgradige Abschnitt in Bohrloch 62 mehr als 16 Feinunzen Gold pro Tonne über einen Meter entspricht."
Durham äußerte sich in der Mitteilung grundsätzlich zuversichtlich: „Wir sind sehr ermutigt von diesen Ergebnissen mit sehr hohem Gehalt, während wir weiterhin die Lage, Mächtigkeit und den Gehalt dieses Bereichs mit hohem bis hin zu extrem hohem Goldgehalt definieren, der sich in der Nähe, aber überwiegend unterhalb der historischen Bergbauarbeiten befindet."
Vier weitere Bohrungen liefern ebenfalls hochgradige Abschnitte
Neben J-62-26 meldete das Unternehmen aus dem laufenden Programm fünf weitere Abschnitte. Bohrloch D-26 durchteufte 26,48 g/t Gold über 4,0 Meter in einer Tiefe von 157 Metern, einschließlich 75,25 g/t Gold über 1,0 Meter. Bohrloch J-63-26 lieferte zwei Abschnitte: 4,13 g/t Gold über 4,0 Meter in 104 Metern Tiefe, einschließlich 9,95 g/t Gold über 1,0 Meter, sowie 16,19 g/t Gold über 6,0 Meter in 119 Metern Tiefe, einschließlich 68,20 g/t Gold über 1,0 Meter.
Bohrloch J-64-26 schnitt 7,15 g/t Gold über 1,5 Meter in einer Tiefe von 75 Metern, einschließlich 8,26 g/t Gold über 0,5 Meter. Bohrloch J-65-26 erreichte 8,09 g/t Gold über 10,0 Meter in 85 Metern Tiefe, einschließlich 19,00 g/t Gold über 4,0 Meter. Damit stammen die berichteten Werte aus allen fünf Bohrungen, die Gegenstand dieser Meldung sind.
Bohrloch D-26 sollte die Fortsetzung der Hauptgoldzone 40 Meter unterhalb von A-22 prüfen
Das als metallurgisches Bohrloch mit großem Durchmesser (HQ-Kern) angelegte Bohrloch D-26 wurde gezielt abgeteuft, um die flächenhafte Fortsetzung der Hauptgoldzone etwa 40 Meter unterhalb von Bohrloch A-22 zu testen. A-22 hatte nach Unternehmensangaben einen hochgradigen Abschnitt von 3.030 g/t Gold über 1,0 Meter in einer Tiefe von 124 Metern aufgewiesen, über den am 2. Juni 2026 berichtet wurde. Die Ergebnisse aus D-26 zeigen aus Sicht des Unternehmens das Potenzial, hochgradige Goldmineralisationen in der Tiefe weiter zu definieren.
Die Bohrungen J-62-26 und J-63-26 wurden im selben Bohrabschnitt wie die vier vorherigen metallurgischen Bohrungen A-22, B-23, C-23 und D-26 abgeteuft, um weitere geologische Daten und Analysenergebnisse für diesen Abschnitt zu gewinnen. Die Bohrungen J-64-26 und J-65-26 wurden parallel zu J-62-26 und J-63-26 in einem Abschnitt 12,5 Meter östlich davon angesetzt, um zusätzliche Details zur Ausdehnung und zum Gehalt der Hauptzone hochgradiger Goldmineralisation zu erhalten. J-64-26 wurde in einem Winkel von -45 Grad gebohrt und schnitt einen 1,5 Meter langen Abschnitt mit 7,15 g/t Gold an, bevor die Bohrung auf historische Bergbauarbeiten traf, bei denen die Hauptgoldzone möglicherweise zwischen 1903 und 1907 entfernt wurde.
Alle fünf Bohrungen starteten auf rund 231 Metern Höhe mit Azimut 330 Grad
Zu den technischen Parametern macht die Mitteilung präzise Angaben: Alle fünf Bohrungen wurden aus einer Höhe von circa 231 Metern mit einer Azimutrichtung von 330 Grad abgeteuft. Bohrloch D-26 sowie J-62-26 und J-63-26 befanden sich an den Koordinaten 433802 E und 5126912 N. Bohrloch D wies einen Winkel von -83 Grad bis zu einer Tiefe von 181,0 Metern auf, Bohrloch 62 einen Winkel von -78 Grad bis 159,5 Meter und Bohrloch 63 einen Winkel von -76 Grad bis 139,0 Meter. Die Bohrungen J-64-26 und J-65-26 lagen an den Koordinaten 433824 E und 5126903 N; Bohrloch 64 hatte einen Winkel von -45 Grad bis 76,5 Meter, Bohrloch 65 einen Winkel von -55 Grad bis 127,9 Meter.
Für die Qualitätssicherung beschreibt das Unternehmen ein mehrstufiges Protokoll. Proben werden in der Regel in Intervallen von 0,5 bis 1,5 Metern entnommen, abhängig von Lithologie und Art der Mineralisation. Der Bohrkern wird mit einer Diamantsäge halbiert, eine Hälfte kommt in Probenbeutel, die andere wird in Kernkästen außerhalb der Anlage gelagert. Die Probenchargen enthalten mindestens einen kommerziell vorbereiteten Standard sowie Blindmaterial und werden von Mitarbeitern des Unternehmens direkt an AGAT geliefert. Analysiert wird bei AGAT Laboratories Ltd. in Thunder Bay, Ontario, die nach ISO 17025 durch den Standards Council of Canada akkreditiert ist. Nach Trocknen, Brechen und Mahlen erfolgt die Analyse mittels Bleischmelz-Feuerassay mit Atomabsorptionsspektroskopie (AAS) auf PerkinElmer AAnalyst 400-Geräten. Bei sichtbarem oder vermutetem Gold kommt eine Screen-Metallic-Gold-Analyse zum Einsatz, die einen gewichteten Durchschnitt aus der Feuerassay-Analyse der gesamten +75-Mikron-Fraktion und drei 30-Gramm-Proben der -75-Mikron-Fraktion aus einer 500-Gramm-Probe liefert. Die Bohrungen 63, 64 und 65 wurden von Activation Laboratories Ltd. nach einem nahezu identischen Protokoll analysiert.
Bereits am 23. September 2026 berichtete aktien.news über fünf abgeschlossene Bohrungen
Der aktuelle Bericht reiht sich in eine Serie von Zwischenmeldungen ein. Bereits am 23. September 2026 berichtete aktien.news, dass Graycliff seit dem letzten Update vom 26. August 2026 fünf weitere Kernbohrungen am Shakespeare-Goldprojekt erfolgreich abgeschlossen hatte. Der Fokus lag damals wie heute auf der Bewertung hochgradiger Goldmineralisierung proximal zu und unterhalb der historischen untertägigen Abbauarbeiten. In der damaligen Meldung äußerte sich James Macintosh, Vorsitzender des Vorstands, zuversichtlich über den Fortgang der Arbeiten; zudem notierte die Aktie zum damaligen Zeitpunkt bei 0,30 CAD. Die nun vorgelegten Analyseergebnisse betreffen genau jene Bohrungen, deren Abschluss im September gemeldet worden war.
Zum Unternehmensprofil: Graycliff Exploration konzentriert sich auf 1.366 Hektar prospektive Flächen etwa 88 Kilometer westlich von Sudbury auf dem produktiven kanadischen Schild. Das Shakespeare-Projekt umfasst eine krönungspatentierte Pacht, zwei Kronpachten und 82 Claims auf einem Grundstück, das die historische Shakespeare-Goldmine einschließt, die von 1903 bis 1907 betrieben wurde. Nach eigenen Angaben hat das Unternehmen über 13.600 Meter gebohrt und dabei in zahlreichen Bohrlöchern sichtbare Goldmineralisationen sowie signifikante Goldanalyseabschnitte gefunden.
Anleger sollten die berichteten Abschnitte als Bohrlochlängen lesen
Für die Einordnung der Zahlen ist ein Hinweis aus der Mitteilung zentral: Die berichteten Abschnitte sind Bohrlochlängen und keine wahren Mächtigkeiten. Die tatsächlichen Breiten der Mineralisation können nach Angaben des Unternehmens aufgrund des frühen Stadiums des Programms derzeit nicht bestimmt werden. Zudem werden die längengewichteten Durchschnittsgehalte unter Verwendung ungesperrter Goldanalysedaten berechnet – der Einzelmeterwert von 551,00 g/t fließt also ungekürzt in den Durchschnitt von 115,25 g/t über 6,0 Meter ein. Solche Spitzenwerte sind typisch für hochgradige Goldsysteme, sagen für sich genommen aber nichts über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts aus.
Hinzu kommt: Die Meldung enthält keine Ressourcenschätzung und keine Angaben zu Produktionskosten, sondern ausschließlich Explorationsdaten. Die historische Mine wurde zwischen 1903 und 1907 betrieben; in Bohrloch J-64-26 stieß das Unternehmen auf alte Bergbauarbeiten, in deren Bereich die Hauptgoldzone möglicherweise bereits abgebaut wurde. Das Unternehmen ist an der Canadian Securities Exchange, im US-Freiverkehrshandel und in Frankfurt gelistet, was für deutsche Anleger einen direkten Handel in Euro ermöglicht. Eine Bewertung der Ergebnisse ist ohne weitere Bohrdaten und ohne Ressourcenmodell nicht möglich.
Die verbleibenden Kernproben werden derzeit bei Activation Laboratories aufbereitet
Die Dokumentation und Aufbereitung der Bohrkernproben läuft nach Angaben des Unternehmens noch. Alle verbleibenden Proben aus diesem Bohrprogramm werden von Activation Laboratories Ltd. verarbeitet. Der Schwerpunkt des aktuellen Programms liegt darauf, Lage, Ausdehnung und Gehalt der hochgradigen Goldzone weitgehend unterhalb der historischen Arbeiten der Shakespeare-Goldmine zu detaillieren, die vor mehr als 120 Jahren erstmals erschlossen wurde. Weitere Ergebnisse will das Unternehmen nach Abschluss der Analysen vorlegen; einen konkreten Termin nennt die Mitteilung nicht. Bruce Durham, P. Geo. und qualifizierte Person gemäß National Instrument 43-101, hat den technischen Inhalt der Meldung geprüft und genehmigt.
Drei Fachbegriffe ordnen die Bohrergebnisse ein
- g/t Gold: Gramm Gold pro Tonne Gestein, die übliche Maßeinheit für Goldgehalte in Bohrkernen und Ressourcenschätzungen.
- Feuerassay: Analyseverfahren, bei dem Gold in einem Schmelzprozess aus der Gesteinsprobe abgetrennt und anschließend spektroskopisch gemessen wird.
- Qualifizierte Person (QP): Fachlich anerkannte Person, die technische Angaben in kanadischen Explorationsberichten nach National Instrument 43-101 prüft und freigibt.
