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GPU-Assets überholen Immobilien als beliebteste Alternative Anlage

Laut einer neuen KPMG-Studie setzen 75% der befragten Investoren auf GPU-Assets – getrieben von Kapitalzuwachs und Diversifizierung.

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GPU-Assets überholen Immobilien als beliebteste Alternative Anlage

Technologie-Assets haben Immobilien und Private Equity als beliebtesten Bereich innerhalb alternativer Anlageportfolios überholt. Das zeigt eine neue Studie von KPMG und Nuway Capital, die am Dienstag veröffentlicht wurde. Befragt wurden 120 vermögende Privatpersonen (High-Net-Worth Individuals), Family Offices und Vermögensverwalter in zehn internationalen Märkten.

Das zentrale Ergebnis: 75% der Befragten sind optimistisch in Bezug auf GPU-Assets. Als Hauptmotive nennen die Investoren Kapitalzuwachs (70%) und Portfoliodiversifizierung (54%) – noch vor dem allgemeinen Interesse an Technologie und Innovation (47%).

Technologie schlägt Immobilien und Private Equity

Technologiebezogene Vermögenswerte haben sich zum am weitesten verbreiteten Themenbereich innerhalb alternativer Portfolios entwickelt. 72% der Befragten gaben an, in den letzten drei Jahren in Technologie-Assets investiert oder dazu beraten zu haben. Damit liegen sie knapp vor Immobilien mit 71% und Private Equity beziehungsweise Venture Capital mit 61%.

GPU-Assets – also Vermögenswerte, die auf Grafikprozessoren basieren und zunehmend als Infrastruktur für Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen genutzt werden – gewinnen dabei auf Basis konventioneller Anlagekriterien an Bedeutung. Investoren bewerten sie demnach nicht mehr allein als Technologie-Wette, sondern als eigenständige Anlageklasse mit messbaren Renditemerkmalen.

Colin Bosher, Gründer von Nuway Capital, erklärt den Wandel in der Wahrnehmung: „Investoren betrachten GPUs nicht mehr rein als Technologie-Investment. Sie wenden dieselben strengen Kriterien an, die auch zur Bewertung von Infrastruktur oder Private Credit herangezogen werden: Beständigkeit der Nachfrage, Zyklusfestigkeit und das Potenzial für differenzierte Renditen."

Noch frühe Phase – aber Allokationen sollen steigen

Trotz des wachsenden Interesses befinden sich die aktuellen Portfolioallokationen in GPU-bezogene Assets noch in einem frühen Stadium. Ein erheblicher Teil der Befragten gab an, noch kein Engagement in dieser Anlageklasse zu haben. Die Daten zeigen jedoch eine erwartete Zunahme der Gewichtungen im Allokationsbereich von 11 bis 20%.

Gleichzeitig identifiziert der Bericht klare Hürden für eine breitere Akzeptanz. Über die Hälfte der Befragten – konkret 58% – nannten Schwierigkeiten bei der Verwaltung oder dem Verständnis von GPU-Assets als Hindernis. 43% gaben zudem ein mangelndes Vertrauen in die aktuelle Anlageklasse an.

Was die Akzeptanz beschleunigen würde

Die Befragten nannten konkrete Maßnahmen, die das Wachstum dieser Anlageklasse fördern könnten:

  • Größere Verfügbarkeit strukturierter Produkte wie ETFs und Fonds: 68%
  • Zusammenarbeit mit etablierten Finanzinstituten: 67%
  • Klarere Ausrichtung auf KI- und Machine-Learning-Trends: 58%

Für deutsche Privatanleger ist die Entwicklung bemerkenswert: GPU-Assets sind bislang vor allem institutionellen Investoren und vermögenden Privatpersonen zugänglich. Die Nachfrage nach strukturierten Produkten wie ETFs deutet jedoch darauf hin, dass die Anlageklasse mittelfristig auch für ein breiteres Publikum zugänglich werden könnte – sofern Anbieter entsprechende Vehikel entwickeln und regulatorische Rahmenbedingungen dies erlauben.

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