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Google sucht den Weg aus der KI-Krise

Neue Produkte, alte Ängste und das Rennen gegen OpenAI & Co.

2 Min
 Google sucht den Weg aus der KI-Krise

Google-CEO Sundar Pichai steht vor einer entscheidenden Phase in der Geschichte des Unternehmens. Während er im August sein zehnjähriges Jubiläum an der Konzernspitze begeht, ist er mit der Herausforderung konfrontiert, den sogenannten Kodak-Effekt zu vermeiden. Dieser Begriff beschreibt das Schicksal der einst führenden Fotomarke, die trotz technologischem Vorsprung den Wandel zur Digitalfotografie verschleppte – mit fatalen Folgen. Ähnlich riskiert Google, seine Pionierrolle im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu verlieren, wenn es nicht gelingt, Forschungserfolge konsequent in marktrelevante Anwendungen zu überführen.

Obwohl Google mit der Entwicklung der Transformer-Architektur durch seine Tochter DeepMind maßgeblich zur Grundlage moderner KI beigetragen hat, überließen Pichai und sein Team die praktische Umsetzung zunächst anderen. Unternehmen wie OpenAI, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Meta, Anthropic, Mistral und das Start-up Perplexity setzten neue Maßstäbe und greifen damit die Vormachtstellung von Googles Internetsuche direkt an. Die Antwort darauf lautet nun: eine umfassende Neugestaltung der Suchfunktion, die auf dem KI-Modell Gemini 2.5 basiert. Nutzer erhalten vollständige Antworten mit Quellenangaben, statt wie bisher auf eine Liste von Links verwiesen zu werden.

Der neue KI-Modus steht derzeit in den USA zur Verfügung und soll bald weltweit ausgerollt werden. Die Funktion analysiert Suchanfragen, zerlegt sie in Unterthemen und kombiniert die Ergebnisse zu einer strukturierten Antwort. Ergänzt wird dies im Sommer durch Deep Search. Diese Entwicklung stößt bei Inhalteanbietern auf Skepsis, da traditionelle Besuchsströme auf ihre Webseiten ausbleiben könnten. Google versucht, dem mit der Behauptung entgegenzutreten, dass KI-Übersichten zu qualitativ hochwertigeren Klicks führen.

Parallel dazu treibt Google die Monetarisierung der KI-Dienste voran. Neben einem Standard-Abo für rund 20 Dollar pro Monat bietet das Unternehmen künftig ein umfangreicheres Paket namens Google AI Ultra für 249 Dollar monatlich an. Dieses enthält zusätzliche Funktionen wie KI-generierte Videos, erweiterte Sprachmodelle, mehr Speicherplatz und YouTube Premium. Weitere bezahlte Anwendungen wie personalisierte E-Mail-Antworten und simultane Übersetzung in Google Meet sind für den Sommer geplant.

Zudem wurde auf der Entwicklerkonferenz eine neue Videoplattform namens Google Beam vorgestellt, die mithilfe von KI aus 2D-Videos dreidimensionale Darstellungen erzeugt. Gemeinsam mit Hewlett Packard soll sie ab Sommer in den Handel kommen. Für 2026 plant Google schließlich die Einführung von Android-XR-Brillen, die Informationen direkt ins Sichtfeld projizieren.

GoogleKünstliche IntelligenzManagement

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