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Goldpreis steigt auf Rekordniveau

Zinssenkungserwartungen und US-Regierungskrise treiben Anleger in sichere Häfen

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Goldpreis steigt auf Rekordniveau

Der Goldpreis ist zu Wochenbeginn deutlich gestiegen und legte um mehr als zwei Prozent zu. Händler begründeten den Anstieg mit der Erwartung weiterer Zinssenkungen in den Vereinigten Staaten sowie mit anhaltender Nachfrage nach sicheren Anlageformen. Investoren warteten zugleich auf neue Signale aus den anstehenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China sowie auf frische Inflationsdaten aus Washington. Am Montagnachmittag notierte der Spotpreis für Gold bei 4.346,39 US-Dollar je Feinunze, ein Plus von 2,3 Prozent. Die Dezember-Futures an der US-Börse schlossen 3,5 Prozent höher bei 4.359,40 Dollar.

In der Vorwoche hatte der Goldpreis ein Rekordhoch von 4.378,69 Dollar erreicht, war danach jedoch um 1,8 Prozent gefallen – der stärkste Rückgang seit Mitte Mai. Auslöser für die Korrektur waren Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, die Befürchtungen über eine weitere Eskalation im Handelskonflikt mit China etwas abschwächten. Nach Einschätzung von Marktbeobachtern treiben nun politische und wirtschaftliche Unsicherheiten die Preise erneut nach oben. Jeffrey Christian, Managing Partner der CPM Group, erklärte, man rechne mit weiter steigenden Kursen in den kommenden Wochen und Monaten. Ein Preisniveau von 4.500 Dollar je Unze sei dabei nicht ausgeschlossen.

Der anhaltende Stillstand im US-Regierungsapparat trägt ebenfalls zur Nervosität an den Märkten bei. Der sogenannte Shutdown dauert inzwischen den 20. Tag, nachdem der Senat vergangene Woche erneut vergeblich versucht hatte, die Blockade zu beenden. Die Situation hat auch die Veröffentlichung wichtiger Wirtschaftsdaten verzögert, wodurch Investoren und die US-Notenbank vor dem nächsten Zinsentscheid in der kommenden Woche weitgehend im Dunkeln tappen. Die für Freitag geplanten Daten zum Verbraucherpreisindex, die wegen des Shutdowns verschoben wurden, sollen nun neue Hinweise auf die Inflationsentwicklung geben.

Laut Markterwartungen liegt die Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der Federal Reserve in der kommenden Woche bei nahezu 99 Prozent, ein weiterer Schritt im Dezember gilt ebenfalls als wahrscheinlich. In einem Umfeld sinkender Zinsen profitiert Gold, das selbst keine laufenden Erträge abwirft, in der Regel besonders stark.

Parallel zum Goldpreis legten auch andere Edelmetalle leicht zu. Der Silberkurs stieg um 0,6 Prozent auf 52,17 Dollar je Unze, nachdem das Metall am Freitag nach einem Rekordhoch von 54,47 Dollar um 4,4 Prozent eingebrochen war. Platin verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 1.640,90 Dollar, während Palladium um 1,5 Prozent auf 1.496,59 Dollar kletterte.

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