ANZEIGE

Goldpreise stabilisieren sich nach starkem Ausverkauf

US-Arbeitsmarktdaten und bevorstehende Fed-Sitzung beeinflussen Marktstimmung

2 Min
Goldpreise stabilisieren sich nach starkem Ausverkauf

Goldpreise haben sich am Montag nach einem deutlichen Ausverkauf in der vorherigen Sitzung stabilisiert. Der scharfe Rückgang wurde durch stärker als erwartete US-Arbeitsmarktdaten ausgelöst. Investoren warten nun auf die Sitzung der Federal Reserve in dieser Woche, um weitere Richtungen abzuleiten. Spotgold stieg um 0,1 % auf 2.295,29 US-Dollar pro Unze, während die US-Gold-Futures um 0,5 % auf 2.312,20 US-Dollar fielen.

Am Freitag verzeichnete Gold mit einem Rückgang von 3,5 % den größten Tagesverlust seit November 2020. Dies geschah nach dem US-Arbeitsmarktbericht und Daten aus China, die zeigten, dass der weltweit größte Konsument im Mai nach 18 aufeinanderfolgenden Monaten des Kaufs den Goldkauf eingestellt hatte. Der Marktanalyst Kelvin Wong von OANDA bemerkte, dass der mittelfristige Aufwärtstrend von Gold nun aus technischer Sicht beschädigt werden könnte.

Der Arbeitsmarktbericht führte dazu, dass Händler ihre Erwartungen bezüglich der Zinssenkungen der Federal Reserve änderten. Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im September liegt nun bei etwa 50 %, verglichen mit rund 70 % Ende Donnerstag. Es wird nicht erwartet, dass die Fed bei ihrer Sitzung die Geldpolitik ändert, aber der Fokus wird auf den Kommentaren von Fed-Vorsitzendem Jerome Powell und den aktualisierten Wirtschaftsprojektionen der Entscheidungsträger liegen. Zudem werden am Mittwoch Inflationsdaten aus den USA veröffentlicht.

Wong erklärte, dass, falls die Projektionen der Fed keine Zinssenkungen in diesem Jahr beinhalten, dies zu einem drastischen Ausverkauf bei Gold führen könnte, da dies die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen in die Höhe treiben würde. Der Dollar erreichte ein mehr als einwöchiges Hoch gegenüber seinen Konkurrenten, während die Renditen der 10-jährigen US-Staatsanleihen ihren höchsten Stand seit dem 3. Juni erreichten.

Neben Gold verzeichneten auch andere Edelmetalle Kursgewinne. Spot-Silber stieg um 0,9 % auf 29,43 US-Dollar pro Unze, Platin legte um 0,8 % auf 971,10 US-Dollar zu und Palladium gewann 1,1 % auf 922,38 US-Dollar.

Die bevorstehenden wirtschaftlichen Ereignisse und Datenveröffentlichungen dürften die Finanzmärkte weiterhin beeinflussen. Der Beginn der Sitzung des Federal Open Market Committee am Dienstag und die Veröffentlichung der US-Verbraucherpreisdaten am Mittwoch sind von zentraler Bedeutung für die zukünftigen Entwicklungen im Edelmetallmarkt. Investoren beobachten diese Indikatoren genau, um ihre Anlagestrategien entsprechend anzupassen. Die Marktteilnehmer bleiben vorsichtig, da politische und wirtschaftliche Unsicherheiten nach wie vor die Marktstimmung bestimmen.

Gold

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Marktdissonanz: Die historische Umschichtung von Anleihen in Aktien

Disclaimer