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Glencore und Yancoal dürfen Kohleminen in Australien bis 2045 betreiben

Die australische Genehmigungsbehörde erlaubt die Verlängerung des Hunter-Valley-Projekts und ermöglicht den Abbau von 430 Millionen Tonnen Kohle.

• 2 Min
Glencore und Yancoal dürfen Kohleminen in Australien bis 2045 betreiben

Der Bergbaukonzern Glencore und Yancoal Australia haben die behördliche Genehmigung erhalten, ihre gemeinsamen Kohleminen im Hunter Valley im australischen Bundesstaat New South Wales bis zum Jahr 2045 weiterzubetreiben. Die Entscheidung der Independent Planning Commission des Bundesstaates beendet damit einen sechsjährigen Genehmigungsprozess für das sogenannte „Hunter Valley Operations Continuation Project".

Durch die Laufzeitverlängerung wird die Förderung von weiteren 430 Millionen Tonnen Kohle ermöglicht. Derzeit produzieren die Minen jährlich etwa 42 Millionen Tonnen, die vorwiegend für den Export an Kraftwerke und Stahlwerke bestimmt sind. An den Anlagen hält Glencore einen Anteil von 49 Prozent, während Yancoal die restlichen 51 Prozent besitzt.

Wirtschaftliche Vorteile überwiegen laut Kommission

Die Kommission begründete ihre Entscheidung damit, dass die wirtschaftlichen Vorteile die ökologischen Auswirkungen überwiegen. Zu den genannten Vorteilen zählen die Sicherung von Arbeitsplätzen für 1.500 Beschäftigte, die Unterstützung lokaler Unternehmen sowie Einnahmen durch Lizenzgebühren und Steuern. Dave Foster, General Manager der Hunter-Valley-Betriebe von Glencore, bedankte sich bei der Belegschaft und der lokalen Gemeinschaft für die Unterstützung.

Um die Umweltauswirkungen zu begrenzen, hat die Kommission strenge Auflagen erteilt. So darf Kohle künftig nur noch in Länder exportiert werden, deren Klimapolitik mit den Zielen des Pariser Abkommens vereinbar ist. Zudem müssen die Betreiber den Einsatz erneuerbarer Energien in den Minen maximieren und zusätzliche CO2-Kompensationsmaßnahmen ergreifen.

Scharfe Kritik von Umweltschützern

Die Entscheidung stößt auf scharfe Kritik von Umweltschützern. Organisationen wie „Lock the Gate" und der „Climate Council" warnten, dass die Fortführung des Projekts Australiens Bemühungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen untergrabe. Greg Mullins vom Climate Council betonte, dass die durch den Kohleexport verursachten Klimaschäden, wie Waldbrände und Dürren, nicht an nationalen Grenzen haltmachen würden.

Australien, das weltweit zu den größten Kohleproduzenten pro Kopf zählt, hat sich offiziell verpflichtet, bis 2050 Netto-Null-Emissionen zu erreichen, investiert jedoch gleichzeitig massiv in den Ausbau erneuerbarer Energien. Die Genehmigung im Hunter Valley verdeutlicht den Zielkonflikt zwischen wirtschaftlichen Interessen und Klimaschutz, mit dem das Land konfrontiert ist.

Für Anleger ist die Entscheidung ein Signal für die längerfristige Planungssicherheit der beteiligten Rohstoffkonzerne. Glencore und Yancoal können ihre Exportaktivitäten in einer der bedeutendsten Kohleregionen Australiens über die kommenden zwei Jahrzehnte fortsetzen. Zugleich zeigen die strengen Auflagen, dass Genehmigungen für fossile Projekte zunehmend an klima- und exportpolitische Bedingungen geknüpft werden.

  • Laufzeitverlängerung der Hunter-Valley-Minen bis 2045
  • Zusätzliche Fördermenge: 430 Millionen Tonnen Kohle
  • Aktuelle Jahresproduktion: rund 42 Millionen Tonnen
  • Anteile: Glencore 49 Prozent, Yancoal 51 Prozent
  • Betroffene Arbeitsplätze: 1.500 Beschäftigte
  • Auflage: Export nur in Länder mit Paris-konformer Klimapolitik
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