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Bayan Resources hebt Force Majeure nach neuen Kohlequoten auf

Bayan Resources hebt Force Majeure auf, nachdem Indonesien zusätzliche Produktionsquoten von 15 bis 20 Millionen Tonnen genehmigt hat.

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Bayan Resources hebt Force Majeure nach neuen Kohlequoten auf

Der indonesische Kohlebergbaukonzern Bayan Resources hat die Force-Majeure-Erklärung für seine Kohlelieferverträge aufgehoben. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, reagiert es damit auf die Zusage der Regierung, ihm zusätzliche Produktionsquoten für das laufende Jahr zu gewähren. Damit endet ein kurzer, aber folgenschwerer Lieferstopp, der den Markt für Kraftwerkskohle in Südostasien aufmerksam gemacht hatte.

Bayan und drei seiner Tochterunternehmen hatten erst in der vergangenen Woche Force Majeure für ihre Kohlelieferungsverpflichtungen ausgerufen. Als Begründung nannte der Konzern, dass die vorgeschlagenen Änderungen an ihren Bergbaulizenzen noch nicht offiziell ausgegeben worden seien. Ohne gültige, angepasste Genehmigungen sahen sich die Gesellschaften außerstande, ihre vertraglichen Lieferzusagen zu erfüllen.

Quotenüberarbeitung am 23. September

Die Überarbeitung der Produktionsquoten der betroffenen Unternehmen sei am 23. September erfolgt, teilte Bayan in einer Meldung an die Börse mit. Das Unternehmen gab an, damit zu rechnen, dass die Tochtergesellschaften den Betrieb bald wieder aufnehmen werden. Für die Abnehmer von Bayan-Kohle bedeutet das eine spürbare Entlastung, nachdem die Force-Majeure-Erklärung die Versorgungslage kurzfristig verunsichert hatte.

Nach Angaben eines Beamten des indonesischen Bergbauministeriums hatte der Staat den drei Einheiten von Bayan zusätzliche Quoten von rund 15 Millionen bis 20 Millionen metrischen Tonnen gewährt. Diese Zahl hatte der Ministeriumsvertreter bereits zu Beginn der Woche genannt. Die zusätzlichen Mengen sind erheblich, gemessen an der bisherigen Förderleistung des Konzerns.

Im ersten Halbjahr dieses Jahres förderte Bayan 32,9 Millionen Tonnen Kohle. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es 27,7 Millionen Tonnen. Die Produktion liegt damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres, was die Bedeutung der nun genehmigten Zusatzquoten für die Geschäftsentwicklung unterstreicht.

Bedeutende Aktionärstransaktion

Parallel zur Quotenfrage bewegt den Konzern eine große Aktionärstransaktion. Bayan hatte letzte Woche bekanntgegeben, dass seine größten Aktionäre, Low Tuck Kwong und Elaine Low, eine bedingte Vereinbarung zur Veräußerung von 10 Milliarden Aktien an Jhonlin Baratama unterzeichnet hätten. Jhonlin Baratama wird von dem Milliardär Haji Isam kontrolliert. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Erfüllung bestimmter Bedingungen.

Für deutsche Anleger ist der Vorgang vor allem deshalb relevant, weil er zeigt, wie stark regulatorische Entscheidungen den Geschäftsverlauf von Rohstoffproduzenten in Schwellenländern bestimmen können. Indonesien ist der weltweit größte Exporteur von Kraftwerkskohle, und Genehmigungsfragen haben in der Vergangenheit immer wieder zu kurzfristigen Lieferunterbrechungen geführt. Änderungen an Produktionsquoten wirken sich damit nicht nur auf einzelne Unternehmen aus, sondern können auch die Preise und die Versorgungssicherheit auf den internationalen Kohlemärkten beeinflussen.

Bayan Resources gehört zu den größten Kohleproduzenten Indonesiens. Die nun aufgehobene Force-Majeure-Erklärung war eine Reaktion auf die Verzögerung bei der offiziellen Ausgabe der überarbeiteten Lizenzen. Mit der am 23. September abgeschlossenen Quotenanpassung ist diese Grundlage entfallen. Der Konzern erwartet, dass die betroffenen Tochtergesellschaften ihre Tätigkeit zeitnah wieder aufnehmen.

Ob und wann die geplante Aktienveräußerung an Jhonlin Baratama abgeschlossen wird, ließ das Unternehmen in seiner Mitteilung offen. Klar ist: Für Bayan Resources stehen die Zeichen nach der Quotenzusage zunächst wieder auf Betrieb.

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