Franco-Nevada investiert weitere 300 Millionen in australisches Goldprojekt
Gold-Streaming-Riese Franco-Nevada erhöht Royalty-Beteiligung an Bullabulling und stärkt Partnerschaft mit Minerals 260.

Der kanadische Gold-Streaming-Spezialist Franco-Nevada Corporation baut sein Engagement im australischen Goldprojekt Bullabulling massiv aus. Das an der TSX und NYSE notierte Unternehmen hat eine Vereinbarung zur Akquise einer Brutto-Royalty in Höhe von 170 Millionen australischen Dollar (122 Millionen US-Dollar) von Minerals 260 geschlossen. Damit soll die Entwicklung des Goldprojekts in Western Australia weiter vorangetrieben werden.
Zusätzlich hat Franco-Nevada zugesagt, sich mit 30 Millionen australischen Dollar (22 Millionen US-Dollar) an den gewöhnlichen Aktien von Minerals 260 zu beteiligen. Das Unternehmen fungiert dabei als führender Zeichner einer zukünftigen Kapitalerhöhung. Insgesamt hat Franco-Nevada Minerals 260 mittlerweile Unterstützung in Höhe von 420 Millionen australischen Dollar (300 Millionen US-Dollar) gewährt.
Royalty-Anteil deutlich aufgestockt
Die australische Tochtergesellschaft von Franco-Nevada hielt bereits einen bestehenden Brutto-Royalty-Anteil von 2,45 Prozent am Bullabulling-Projekt. Durch die neue Vereinbarung erhöht sich dieser Anteil nun auf 3,90 Prozent auf einem erweiterten Royalty-Landbesitz. Die Transaktion unterstreicht das Vertrauen des Streaming-Unternehmens in das Projekt und das Managementteam.
Franco-Nevadas CEO und Präsident Paul Brink zeigte sich in einer Stellungnahme überzeugt von der Entwicklung: „Das Team von Minerals 260 sowie das Erzkörper-Vorkommen von Bullabulling übertreffen weiterhin die Erwartungen.“ Brink betonte, dass Minerals 260 bei der Projektentwicklung und Finanzierung im Zeitplan voranliege und das Ressourcenpotenzial rasch ausgebaut habe. „Wir freuen uns, diesen nächsten Schritt beim Aufbau unserer Partnerschaft mit dem Unternehmen zu gehen, und sind fest davon überzeugt, dass unsere finanzielle Rückendeckung eine Schlüsselrolle bei der Wertgenerierung für die Aktionäre von Minerals 260 spielen kann“, so Brink weiter.
Partnerschaft mit strategischer Bedeutung
Der Managing Director von Minerals 260, Luke McFadyen, bewertet die zusätzliche Investition als starkes Signal. Die Entscheidung von Franco-Nevada, weitere 200 Millionen australische Dollar in das Unternehmen zu investieren, untermauere das gemeinsame Vertrauen in das Projekt. „Dies ist eine Partnerschaft, die auf Fokus und Entschlossenheit basiert, Bullabulling in die Produktion zu bringen, und unterstützt gegenseitig vorteilhafte Ergebnisse für jedes Unternehmen“, erklärte McFadyen.
Die zusätzliche Finanzierung stärke die Bilanz von Minerals 260 erheblich. „Diese zusätzliche Finanzierung stärkt unsere Bilanz und unseren Weg zur endgültigen Investitionsentscheidung (Final Investment Decision) Anfang 2027 erheblich“, so McFadyen. Die Erlöse aus der neuen Royalty-Finanzierung zusammen mit den Erlösen aus einer zukünftigen Kapitalerhöhung werden die Eigenkapitalkomponente zur Inbetriebnahme von Bullabulling vollständig finanzieren.
Produktionsstart bereits 2028 geplant
Der Zeitplan für das Projekt ist ambitioniert. Wenn alles nach Plan verläuft, soll Bullabulling bereits in der zweiten Jahreshälfte 2028 in die Produktion gehen. In den ersten zehn Jahren ist eine durchschnittliche jährliche Goldproduktion von 150.000 Unzen vorgesehen. Anschließend ist eine Expansion in Stufe 2 geplant, die die Produktion auf 200.000 Unzen pro Jahr steigern soll.
Western Australia gilt als eine der weltweit besten Bergbauregionen und bietet stabile politische Rahmenbedingungen sowie eine hervorragende Infrastruktur für Bergbauprojekte. Für deutsche Anleger ist die Entwicklung interessant, da Franco-Nevada zu den bekanntesten und am besten kapitalisierten Streaming-Unternehmen weltweit zählt und seine Investments sorgfältig auswählt. Die kontinuierliche Aufstockung des Engagements signalisiert ein hohes Maß an Vertrauen in das Projekt und das Management von Minerals 260.
