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Fed-Mitglied Logan sieht keine Notwendigkeit für weitere Zinssenkungen

Dallas-Fed-Präsidentin äußert sich vorsichtig optimistisch zur Inflationsentwicklung und warnt vor voreiligen geldpolitischen Lockerungen.

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Fed-Mitglied Logan sieht keine Notwendigkeit für weitere Zinssenkungen

Die Präsidentin der Federal Reserve Bank von Dallas, Lorie Logan, hat sich am Dienstag in einer Rede in Austin, Texas, gegen weitere Zinssenkungen ausgesprochen. Sie zeigte sich vorsichtig optimistisch, dass der aktuelle Leitzins von 4,25 bis 4,5 Prozent ausreicht, um die Inflation zum Zwei-Prozent-Ziel der Fed zu führen und gleichzeitig die Stabilität am Arbeitsmarkt zu wahren.

Logan betonte, dass keine weiteren Zinssenkungen erforderlich seien, sofern die Wirtschaftsdaten in den kommenden Monaten den erwarteten Kurs bestätigen. Die Fed-Vertreterin stimmte bei der Januar-Sitzung mit der 10:2-Mehrheit für die Beibehaltung des aktuellen Zinsniveaus. Nach drei Zinssenkungen im vergangenen Jahr hätten sich die Abwärtsrisiken für den Arbeitsmarkt "anscheinend deutlich verringert", führte sie aus.

Allerdings hätten die Zinssenkungen auch zusätzliche Inflationsrisiken geschaffen. Da die kurzfristigen Kreditkosten nun im Bereich einer "neutralen" Geldpolitik liegen, würden sie kaum noch bremsend auf eine Wirtschaft wirken, die sich "stark erholt" habe. Die Inflation übertreffe das Fed-Ziel bereits seit fast fünf Jahren.

Positive Signale trotz anhaltender Risiken

Für das laufende Jahr erwartet Logan Fortschritte bei der Inflationsbekämpfung. Sie rechnet damit, dass der Aufwärtsdruck durch Zölle nachlassen wird und die Inflation bei Wohnungsdienstleistungen angesichts geringerer Mietnachfrage weiter sinkt. Zudem sollte das Gleichgewicht am Arbeitsmarkt den Preisdruck bei Dienstleistungen außerhalb des Wohnungssektors mildern.

Positiv wertet die Fed-Vertreterin sinkende kurzfristige Inflationserwartungen und die Tatsache, dass Unternehmen für 2024 mit moderateren Kosten und Preisen rechnen. Dennoch überwiegt bei Logan die Sorge vor einer "hartnäckig hohen Inflation" gegenüber Befürchtungen einer weiteren Arbeitsmarktschwäche.

Mehrere Risikofaktoren im Blick

Zu den Inflationssorgen zählt Logan die bevorstehenden Auswirkungen von Zöllen, die Fiskalpolitik sowie "belebte" Finanzierungsbedingungen, die wirtschaftlichen Rückenwind liefern. Auch Deregulierung und neue Technologien könnten zusätzlichen Aufwärtsdruck auf die Preise ausüben.

Eine Hintertür für geldpolitische Lockerungen ließ Logan jedoch offen: Sollte die Inflation sinken, sich der Arbeitsmarkt aber deutlich abkühlen, könnten "erneute Zinssenkungen angemessen sein". Diese Aussage unterstreicht den datenabhängigen Ansatz der US-Notenbank bei ihren geldpolitischen Entscheidungen.

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